Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Utopie verdient Unterstützung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wäre die Garantie einer wirtschaftlichen Existenz des Menschen das Mass aller Dinge, würde die eidgenössische Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» nicht von alt Bundesräten belächelt, die Idee nicht von Ideologen zerpflückt, würde sie von federführenden Journalisten auch nicht verhöhnt, würde sie auch von Sozialisten, von Gewerkschaftern, Gewerkschafterinnen von Rang und Namen unterstützt. Lanciert wurde die Initiative von Vor- und Mitdenkenden, die, altershalber, wohl nie auf den Erhalt der gepriesenen 2500 Franken bauen können. Das macht den Versuch der Initianten sympathisch und stösst den Diskussionsprozess an. Dauern wird er wohl ein Vierteljahrhundert.

 Eine ideelle Vision nähert sich also der konstruktiven Utopie, einer Utopie, die Unterstützung verdient. Dafür gibt es drei Gründe. Erstens: In den nächsten 25 Jahren verschwindet wegen des technischen Fortschritts etwa die Hälfte der gut bezahlten Stellen. Zweitens: Die Menschen werden weiterhin viel arbeiten, aber zu einem geringeren Lohn. Drittens: Die sehr Reichen werden noch reicher und der Mittelstand verschwindet zusehends, und Massen werden am Rande des Existenzminimums leben.

Dieses Konstrukt Grundeinkommen hat also schon viel erreicht dadurch, dass über die Initiative breit diskutiert wird. In Zukunft wird das Thema noch reeller behandelt werden, denn, so die Meinung der Befürwortenden: In der Schweiz wird sehr viel gearbeitet, auch ohne Lohn. 50 Prozent der von der Gesellschaft geleisteten Arbeitsstunden sind unbezahlt. Das gilt für Familien- und Hausarbeit, aber auch für Pflege und Betreuung. Ein Grundeinkommen für alle ändert den Charakter der Arbeit, macht die Schweiz solidarischer. Nicht mehr die Lohn- oder Erwerbsarbeit wird also im Vordergrund stehen, sondern die gesellschaftliche respektive der Beitrag zum öffentlichen Leben: Arbeit mit mehr Sinn.

Es sei daran erinnert: Die Garantie einer minimalen wirtschaftlichen Existenz ist ein Menschenrecht und entspricht der sozialen Gerechtigkeit. Reichtum in höchst asozialem Ausmass und Gewinne aus der Börsenspekulation verdienen eine besondere Besteuerung durch die Allgemeinheit des Staates. So gesehen könnten Abgaben aus einer allfälligen Reichtumssteuer ein bedingungsloses Grundeinkommen mitfinanzieren. Zudem kann das Grundeinkommen einen beträchtlichen Teil der Sozialversicherungen ersetzen.

Stimmen wir zu und legen am 5. Juni ein Ja in die Urne.

Mehr zum Thema