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«Vannerie»: Gesprächsrunde soll Freizeitzentrum vor Auszug retten

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Autor: Carolin Foehr

Ratlos und sichtlich aufgebracht zeigten sich die Vertreter der Vereine und Animationsgruppen, die ihre Aktivitäten bislang im Freizeitzentrum Vannerie angeboten haben. Ende Dezember müssen sie nämlich aus dem Gebäude an der Unteren Matte ausziehen. Das hat das kantonale Hochbauamt Anfang Juli bestätigt.

Grund: Der Kanton, Besitzer des Hauses, will darin seine Angestellten unterbringen. Ab Januar sollen die Räumlichkeiten nicht mehr Sozialarbeitern, sondern Handwerkern Platz bieten. Die Vereinigung der Freizeitzentren Freiburg (ACLF) hat deshalb gestern Nachmittag eine «Krisensitzung» in der Vannerie einberufen.

Quartiere mobilisieren

«Der Unterstadt geht ein Stück Seele verloren!» Nicht nur für Laurence Terrin, Präsidentin von ACLF und Bewohnerin des Viertels, bedeutet der kantonale Entscheid ein herber Rückschlag. «Nach der Bewilligung des Kredites für das Werkhof-Projekt Ende April haben wir auf einen Aufschub gehofft», meinte auch Sozialarbeiter Blaise Curtenaz enttäuscht. Und Hubert Audriaz, ehemaliger Verantwortliche des Quartierzentrums, forderte: «Wir dürfen die Vannerie nicht aufgeben.»

Bislang haben sich die Quartiervereine der Au und der Neustadt unabhängig voneinander per Protestschreiben an die Behörden gewandt. Nun wollen sie gemeinsam vorgehen, um «den Politikern klar zu machen, dass wir im Dienste der Bevölkerung stehen». Das Gebäude liege genau an der Quartiergrenze und sei enorm wichtig für den Austausch, unterstrich Patricia Barilli-Rotzetter vom Quartierverein der Au.

Die Nutzer und Betreiber der Vannerie planen Ende August eine Diskussionsrunde mit allen beteiligten Parteien. Dann soll über die Zukunft des traditionsreichen Zentrums entschieden werden, so ihre Vorstellung.

«Zu gross und zu teuer»

«Keine andere Alternative» zur Lösung des Problems sieht hingegen Charles Ducrot vom kantonalen Hochbauamt. Die Elektriker, Maler und Schreiner bräuchten ab 2010 eine neue Unterkunft. Bislang waren ihre Werkstatt und ihr Depot in Givisiez untergebracht. Der Kanton wollte und konnte den Mietvertrag aber nicht verlängern. «Die Räume sind zu gross und auch zu teuer», sagte Kantonsarchitekt Charles-Henri Lang bereits im vergangenen Herbst (FN vom 20. September 2008).

Die Vannerie habe zudem bereits als Werkstatt gedient und entspreche den heutigen Bedürfnissen, so Ducrot. Er selbst bedauert den Entscheid und erklärt: «Wir sind offen für eine Diskussionsrunde. Am Umzug wird sie aber nichts ändern.»

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