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VBC zündet das Feuer ein letztes Mal

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Zum 25. und letzten Mal: Der Volleyballclub Bösingen ist auch dieses Jahr für die Organisation der Bundesfeier in der Sensler Gemeinde verantwortlich. Das Fest findet – wie schon seit vielen Jahren – am 31. Juli und im Weiler Fendringen statt. Und es wird auch dieses Jahr ein Grossanlass sein, der über 1000 Besucherinnen und Besucher anzieht. Vielleicht kommen dieses Jahr noch ein paar mehr, denn für den Dorfverein ist es eine Derniere. Die Klubverantwortlichen haben den Gemeinderat informiert, dass sie die Verantwortung für das Fest abgeben.

Ein Fest mit Traditionen

«Es ist jedes Mal ein schönes Fest», sagt OK-Präsident Christoph Thomet. Er selbst ist als Juniorspieler des Volleyballclubs vor rund 25 Jahren eingestiegen. Anfangs war er Helfer am Fest, mit der Zeit hat er immer mehr Verantwortung übernommen, bis er später Mitglied des Organisationskomitees wurde. Es sei ein Fest mit vielen Traditionen, sagt er. «Wir haben seit Jahren immer eines der grössten Feuerwerke in der Region, das bei den Leuten sehr beliebt ist.»

Ausserdem gebe es den Lampionumzug zum 1.-August-Feuer: Jedes Kind erhält einen Lampion und einen 1.-August-Weggen, die vom örtlichen Gewerbe gesponsert werden. «Heutige Eltern waren als Kinder selber an diesem Umzug dabei», sagt er. «Es war schon immer ein Fest für Jung und Alt.»

Ein Unterhaltungsprogramm

Das OK sorgt jeweils für ein Rahmenprogramm mit musikalischer Unterhaltung. Dieses Jahr tritt zum Beispiel die Musikgesellschaft Bösingen auf, ebenso gibt es einen Auftritt der Drummergruppe BPM aus Laupen. Zudem sorgt die Gruppe Crazy Pony für eine Mischung aus Musik, Zirkus und Comedy. Christoph Thomet ist überzeugt, dass auch wegen dieses Rahmenprogramms so viele Leute kommen. «Das Einzugsgebiet ist weit grösser als nur die Gemeinde Bösingen. Es kommen Leute aus dem ganzen Sense-Unterland und den benachbarten bernischen Gemeinden. Trotzdem hat das Fest den Charakter eines Dorffests behalten.»

Helfersuche immer schwieriger

«Der Volleyballclub hat die Organisation dieses Fests viele Jahre allein gestemmt», sagt Christoph Thomet. Das war zu einer Zeit, als es dem Klub sportlich gut ging und er entsprechend viele Nachwuchsspieler und Junioren hatte (siehe auch Kasten).

«Seit einigen Jahren ist das nicht mehr der Fall. Wir waren immer mehr auf externe Helfer angewiesen.» Oft seien dies die Familien der Klubmitglieder, Freunde, Kollegen und so weiter. Mit der Zeit hätten andere Dorfvereine geholfen, etwa, um das Festzelt aufzustellen oder die Festwirtschaft zu betreiben. «In den letzten Jahren mussten wir immer mehr Zeit investieren, um Leute zu suchen. Jetzt sind wir zum Schluss gekommen: Wir können das Fest nicht mehr organisieren.»

Der Gemeinderat habe den Entscheid bedauert, sagt der OK-Präsident. Die Gemeinde wolle versuchen, eine andere Trägerschaft zu finden. Schon der Volleyballclub hatte andere Vereine gefragt, ob sie übernehmen würden. «Alle finden es schade, dass wir es nicht mehr machen, aber keiner konnte uns eine Zusage geben, übernehmen zu wollen.»

Ein paar Überraschungen

Eine bittere Pille, die dem OK die Freude an der Jubiläumsausgabe aber nicht verderben soll. «Wir lassen es noch einmal richtig krachen», sagt Christoph Thomet. «Wir hatten immer ein gutes Feuerwerk – dieses Jahr ist es noch grösser und schöner.» Ausserdem seien neben dem normalen Programm noch ein paar Überraschungen geplant – Details wollte er noch nicht verraten. Er werde es persönlich sehr geniessen, meint er. «Für mich war der Einsatz all die Jahre selbstverständlich. Als Mitglied eines Vereins leistet man solche Einsätze halt einfach, das gehört dazu», sagt der 38-Jährige. Er sei damit aufgewachsen, und es sei ihm wichtig, dass gewisse Werte weitergegeben würden.

Gemeinde

«Zuversichtlich, dass es wieder eine Bundesfeier gibt»

Gemeinderat Peter Portmann ist eng mit dem Volleyballclub Bösingen verbunden. Er war neun Jahre lang Präsident und hat in dieser Funktion jeweils die Bundesfeier mitorganisiert. Er ist zuversichtlich, dass es auch 2020 eine Bundesfeier geben wird in Bösingen.

Peter Portmann, der VBC organisiert die 1.-August-Feier nicht mehr. Wie geht es weiter?

Bereits letzten Frühling gab es Gespräche zwischen dem Gemeinderat und dem VBC Bösingen. Nach der Analyse im Gemeinderat wurde entschieden, dass sich der zuständige Gemeinderat Dominik Zbinden zusammen mit der Kulturkommission Gedanken über die Zukunft der Bundesfeier Bösingen macht. Dabei sind die Form und der Austragungsort offen. An einem Info-Abend im September 2019 sollen die Dorfvereine und interessierte Organisationen befragt und ihre Ideen gesammelt werden.

Wie gross sind die Chancen, dass ein anderer Ortsverein einspringt oder mehrere zusammen?

Die Chancen sind intakt, und der Gemeinderat hofft sehr, dass es eine Nachfolgeregelung gibt. Dabei soll sich ein künftiger Organisator bezüglich Form und Inhalt wie auch Durchführungsort frei fühlen. Neue Ideen und Lösungen sind erwünscht.

Was, wenn sich niemand meldet?

Die Bundesfeier ist im Jahresverlauf das grösste Fest in Bösingen und in der Bevölkerung beliebt sowie stark verankert. An dieser Stelle danke ich im Namen des Gemeinderats dem VBC Bösingen für die Organisation der Bundesfeier während der letzten 25 Jahre. Der Gemeinderat ist zuversichtlich, dass es weiterhin eine Bundesfeier in Bösingen gibt. Er freut sich über die Zusage, dass das heutige OK einen zukünftigen Organisator mit Know-how unterstützen wird.

im

Blick zurück

Drei junge Bösinger organisierten ein dreitägiges Fest

Am Anfang der 1.-August-Feiern in Bösingen stand eine kleine Idee, wie Lukas Walle sich erinnert. Er war damals Vorstandsmitglied des Volleyballclubs. «Es hatte zwei oder drei Jahre lang keine Bundesfeier mehr in Bösingen gegeben.» Der Gemeinderat sei über die Jugendkommission an den damaligen Jugendverein Jugendraum gelangt. Gerold Jungo, Thomas Waeber und er, Lukas Walle, hätten noch am gleichen Abend beschlossen, ein Fest zu organisieren. «Wir haben es sozusagen aus dem Boden gestampft», erinnert sich Lukas Walle. «Und wir sagten uns: wenn schon, dann richtig, und haben uns vorgenommen, etwas Grosses zu organisieren.» So ging das VBC-Fest zum Geburtstag der Schweiz in den Anfangsjahren über zwei Wochenenden und umfasste ein Programm mit Disco, Tanzfest, Jassturnier und Lotto. «Am Sonntagmorgen gab es einen Feldgottesdienst und ein Zmorgebuffet – und nebenbei auch noch eine Bundesfeier», erzählt er mit einem ­Lachen.

Damals genug Mitglieder

Drei oder vier Jahre ging das so, später habe man es auf einen Abend konzentriert. «Wir haben das Fest jedes Jahr verbessert», sagt er. Auch der Standort wurde ein paarmal gewechselt. «Mitglieder zum Helfen hatte der VBC Bösingen damals genug. Die 1.  Mannschaft war über Jahre in der 1.  Liga, kurz sogar in der Nati B. So hatten wir Spieler und auch Sponsoren, die uns unterstützten.» Das erfolgreichste Fest wurde am 20-Jahr-Jubiläum gefeiert. Danach waren die Zahlen eher rückläufig, so Lukas Walle, der lange Zeit im OK war und unter anderem etwa 15 Jahre für die Sponsorensuche zuständig war und als Speaker fungierte.

«Ein Mega-Bedauern, dass es zu Ende geht», fasst Lukas Walle die Gefühlslage vor dem 25. und letzten Fest zusammen. Das OK sei immer noch offen, Hand zu bieten für eine Nachfolgeregelung. «Wir haben im Lauf der Jahre viele Erfahrungen gesammelt und genauestens Buch geführt.» Das habe dem OK erlaubt, die ganze Organisation in jeweils nur gerade drei Sitzungen zu regeln. «Dieses Handbuch mit praktischen Informationen würden wir zur Verfügung stellen, wenn jemand übernehmen würde.»

Natürlich sei es auch gut gelaufen, weil jeder seine Verantwortung wahrgenommen habe. «Alle wollten ein gutes Fest, und alle waren bereit, etwas dafür zu tun.»

Lukas Walle hofft, dass dieser Schwung sich auf eine neue Gruppe überträgt. «Wir würden sie auf jeden Fall unterstützen.»

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