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VBS untersucht Munitionsrückstände beim Fliegerschiessplatz Forel

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Gebäude der Schiessanlage im freiburgischen Forel am Neuenburgersee. 
Etelka Müller

Das Problem ist schon länger bekannt, nun tut sich etwas: Der Bund analysiert, wie gefährlich die Munitionsrückstände auf dem Seegrund in der freiburgischen Gemeinde Forel sind.

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) will beim Schiessplatz der Luftwaffe im freiburgischen Forel nahe des Naturschutzgebietes Grande Cariçaie am Neuenburgersee Wasser- und Sedimentanalysen durchführen. Laut der Naturschutzorganisation Pro Natura liegen gegen 5000 Tonnen Munition auf dem Seegrund (die FN berichteten).

Ziel der Wasser- und Sedimentanalysen ist es, das Gefährdungspotenzial durch Munitionsrückstände im Schussfeld, namentlich in Wasser und Sedimenten, zu beurteilen. Das schreibt das VBS in einer Mitteilung vom Donnerstag. Das Konzept für die Analyse wurde laut VBS mit dem Bundesamt für Umwelt (Bafu), den Kantonen Freiburg, Waadt und Neuenburg sowie mit den Naturschutzorganisationen Pro Natura und Grande Cariçaie diskutiert.

2015 hatte das VBS bereits Analysen des Wassers auf dem Schiessplatz Forel durchgeführt. Die damaligen Untersuchungen hätten gezeigt, dass zwar ein Anstieg der Kupfer- und Zinkkonzentration im Seewasser nach dem Schiessen zu verzeichnen sei. Diese Unterschiede waren laut VBS jedoch auch bei den Referenzstandorten nachweisbar, und die gemessenen Schwermetallgehalte lagen unter den Grenzwerten gemäss Gewässerschutzverordnung und Fremd- und Inhaltsstoffverordnung.

Sechs Jahre nach diesen ersten Wasseranalysen will das VBS die Wasserqualität nun erneut kontrollieren. Diesmal sollen zusätzlich Sedimentproben genommen werden. Insgesamt werden im aktuellen Sperrgebiet und den ehemaligen Zielgebieten, die zwischen 1928 und 1929 genutzt wurden, elf Wasser- und zwölf Sedimentproben entnommen. Zu Vergleichszwecken werden ausserdem auch seeabwärts und seeaufwärts Wasser- und Sedimentproben durchgeführt. Die Wasserproben werden zirka 30 Zentimeter über dem Seegrund entnommen, die Sedimentproben in maximal 30 bis 50 Zentimetern Bodentiefe.

Labor Spiez wird Proben analysieren

Das VBS wird die Wasser- und Sedimentanalysen voraussichtlich zwischen dem 29. und dem 31. März durchführen. Die Probenahme erfolgt durch Taucher von Armasuisse und des Kommandos Kamir. Die Proben werden anschliessend vom Labor Spiez auf Schwermetalle und vom Labor Bachema auf Explosivstoffe analysiert.

Im Laufe des Sommers wird das VBS einen detaillierten Bericht zu den Ergebnissen verfassen. Diese Analysen sind laut VBS ein erster Schritt, um den Bedarf an weiteren Massnahmen zu beurteilen. Das weitere Vorgehen soll mit dem Bafu, den Kantonen Freiburg, Waadt und Neuenburg sowie den Naturschutzorganisationen Pro Natura und Grande Cariçaie besprochen werden.

Der Schiessplatz in Forel wird seit 1928 für Schiessübungen mit Kampfflugzeugen genutzt. Er gehört zu den drei letzten Fliegerschiessplätzen, welche die Luftwaffe zum Trainieren des Luft-Boden-Schiessens nutzt. Derzeit finden in Forel an rund zehn Tagen pro Jahr Schiesstrainings statt. Seit einiger Zeit wird der Standort auch für andere militärische Übungen genutzt, beispielsweise für das Überlebenstraining der Piloten im Wasser.

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