Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

VCS zieht Einsprache zurück

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Poyabrücke: Verkehrs-Club der Schweiz, Kanton und Stadt einigen sich

Autor: Von JEAN-LUC BRÜLHART

76 Rekurse und Bemerkungen waren eingegangen, nachdem der Kanton im Juni 2005 das Poyaprojekt öffentlich aufgelegt hatte. Eine Anzahl, die gemessen an der Grösse des Projektes im Rahmen liege, sagte Baudirektor Beat Vonlanthen. Eine gewichtige Einsprache konnte letzte Woche bereinigt werden – diejenige des VCS Sektion Freiburg. «Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Realisierung der Poyabrücke», zeigte sich Beat Vonlanthen an der Medienkonferenz vom Donnerstag erleichtert.

Brücke darf sich nicht negativ auswirken

Der Kanton und die Stadt verpflichten sich in der mit dem VCS eingegangenen Vereinbarung zur Umsetzung von Begleitmassnahmen. Mit diesen Massnahmen soll verhindert werden, dass nach dem Bau der Poyabrücke der Durchgangsverkehr auf die Nebenstrassen in den Quartieren ausweicht.Um dies zu kontrollieren, wird die Verkehrsbelastung auf den Nebenstrassen kurz vor und dann während zwei Jahren nach der Eröffnung der Brücke gemessen. Es geht unter anderem um das Jura-Quartier, die Murtengasse und die Unterstadt. Ein Vergleich der Zahlen wird zeigen, ob und wie stark der Verkehr auf welchen Abschnitten zugenommen hat. «Wir wollten als Referenzzahlen das Verkehrsaufkommen von heute nehmen, mussten aber einen Kompromiss eingehen», sagte Michel Monney, Co-Präsident des VCS Sektion Freiburg.In der Vereinbarung ist ebenfalls festgehalten, dass der Kanton für die Finanzierung der Begleitmassnahmen Bundessubventionen beantragt.

Neuer Veloweg und breiterer Tunnel

Die Stadt Freiburg ihrerseits verpflichtet sich, im 2007 3,5 Millionen Franken zu budgetieren für Begleitmassnahmen. Konkret fordert der VCS die Einrichtung eines Radweges zwischen Stadtzentrum und St. Leonhard. Der Weg entlang der Bahnstrecke ist momentan Fussgängern vorbehalten. Gemäss Syndic Pierre-Alain Clément wird der Betrag als Investition der Kategorie III ins Budget aufgenommen. «Dies bedeutet, dass eine Botschaft folgen muss», so Clément. Das letzte Wort hat aber der Generalrat Freiburg. Bereits mit der Genehmigung des Teilverkehrsrichtplans im Juni 2005 hatte sich die Stadt verpflichtet, eine Verkehrszunahme in den Quartieren zu vermeiden. Sollten die Begleitmassnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, werden sie verstärkt.Weiter hat sich der Gemeinderat der Stadt verpflichtet, die Sicherheit für Velofahrer in der Murtengasse zu verbessern und den geplanten Tunnel für Radfahrer und Fussgänger unter dem Bahndamm der SBB im St. Leonhard zu vergrössern.

Die Privaten zuletzt

Vier Gemeinden hatten gegen das Projekt rekurriert. Mit Tafers und Villars-sur-Glâne konnte der Kanton bereits Einigungen erzielen, mit Givisiez und Granges-Paccot scheint es ebenfalls auf gutem Weg zu sein. Ihre Forderung: die Autobahn A 12 auf der Höhe von Chamblioux zu decken und ebenfalls eine Autobahneinfahrt vorzusehen. Für beide Anliegen wurde in Zusammenarbeit mit Vertretern des Bundes ein Aktionsplan erstellt. «Der Bund hat Bereitschaft signalisiert, das Projekt zu prüfen.»Trotzdem: Noch sind rund 50 Einsprachen von Privatpersonen aus dem Palatinat- und dem Schönberg-Quartier nicht behandelt. «Öffentliches und privates Interesse gehen hier offensichtlich auseinander», bemerkt Kantonsingenieur Claude Morzier. Ziel sei es, so Vonlanthen, den Rekurrierenden bis Ende Jahr eine Antwort zu geben. «Ihnen bleibt dann immer noch der Weg ans Verwaltungsgericht», so der Baudirektor. Er räumt ein, dass der Kanton über wenig zeitlichen Spielraum verfügt. Voraussetzung für die Bundessubventionen (60 Millionen Franken) ist ein Beginn der Bauarbeiten vor Ende 2008. «Ohne Subvention, keine Brücke», stellt Vonlanthen klar.Die Bundes-Subventionen stammen aus dem Infrastrukturfonds für dringliche Projekte (2,3 Milliarden Franken). Bereits hat der Ständerat Ja gesagt zu diesem Fonds. Die Debatte im Nationalrat findet während der Herbstsession statt.

Mehr zum Thema