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Velospur verschwindet wieder

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Ein richtiger Velo­streifen war es ja nicht, was da über die Pérollesstrasse führte: Immer wieder poppte vor den Velofahrenden ein Töffparkplatz auf und sie mussten zurück von der Velospur auf die Strasse. Oder es stand unerwartet ein Auto da, das zwischen den Tafeln, welche die Velospur von der Strasse trennten, doch eine vermeintliche Parklücke gefunden hatte.

Trotzdem wurde dieser provisorische Velostreifen gestern Abend gefeiert: Gemeinderat Pierre-Olivier Nobs (CSP) hatte zum Abschluss des zweimonatigen Versuchs zu einem Veloumzug eingeladen.

Der Mobilitätsdirektor der Stadt Freiburg zieht eine sehr positive Bilanz des Versuchs: Mit der Velospur seien die Velofahrenden sicherer unterwegs, und die Lebensqualität im Quartier steige. Auch die TPF seien froh gewesen, dass entlang der Westseite des Pérolles zwei Monate lang keine Autos mehr parkiert waren. «Für Busfahrer ist es sehr stressig, neben abgestellten Autos durchzufahren», sagt Nobs: «Sie wissen nie, ob plötzlich eine Türe aufgeht.» Mit der Velospur seien die Busse zudem pünktlicher unterwegs, weil keine parkenden Autos den Fahrfluss der Busse störten.

Genervte Gewerbler

Auch sonst habe die Stadt zahlreiche positive Rückmeldungen per Mail und in Briefen erhalten, so Nobs. «Negative Reaktionen hatte ich nur drei.» Nicht zufrieden mit der Velospur sind die Ladeninhaber und Gastronomen des Pérolles. So kritisierten der Freiburgische Verband des Handels, des Handwerks und der Dienstleistungen (Afcas) und die Stadt-Sektion von Gastro Freiburg den Versuch, weil 62 Autoparkplätze weichen mussten.

Nobs kann diese Kritik aber nicht nachvollziehen. Während des Versuchs habe sein Amt regelmässig zu unterschiedlichen Tageszeiten und sowohl während der Woche als auch am Wochenende gezählt, wie viele Parkplätze auf der Ostseite des Pérolles frei waren. «Es waren immer zehn bis zwanzig Plätze frei.» Die 62 Parkplätze stellten zudem nur ein Prozent aller Parkplätze des Quartiers dar; oder elf Prozent der Parkplätze im öffentlichen Raum des Quartiers. Das Migros-Parking sei während des Versuchs etwas stärker ausgelastet gewesen als üblich. Doch habe es auch so noch Kapazitäten, um noch mehr Autos aufzunehmen.

In einer Umfrage unter 500 Passantinnen und Passanten hätten sich 74 Prozent für den Erhalt des Velostreifens ausgesprochen, sagt Nobs. Trotzdem wird der Versuch nun nach zwei Monaten beendet, und der provisorische Velostreifen wird wieder zu Parkplätzen. «Das Gesetz gibt mir keine Möglichkeit, den Versuch zu verlängern.» Doch wird Nobs nun die Erkenntnisse aus dem Versuch dem Gemeinderat vorstellen und ihm danach ein Projekt für einen definitiven Velostreifen auf dem Pérolles unterbreiten.

Busspur auf der Ostseite

Hindernisse wie Lieferparkplätze und Töffparkplätze wird es dabei nicht mehr geben. «Für die Versuchsphase konnten wir nicht alles entfernen», sagt Nobs. «Aber die definitive Spur, die wir dem Gemeinderat vorlegen, wird durchgehend sein.» Auf der Ostseite des Pérolles ist kein Velostreifen geplant; dort benutzen die Fahrräder die Busspur.

«Das Gesetz gibt mir keine Möglichkeit, den Versuch zu verlängern.»

Pierre-Olivier Nobs

Gemeinderat Stadt Freiburg

 

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