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Verbot nach Eklat auf dem Fussballfeld

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Auch Freiburger Fussballverband überlegt sich Sanktionen gegen den FC Schönberg

Autor: Von KARIN AEBISCHER und MATTHIAS FASEL

«Ich bin schockiert. Es darf nicht sein, dass im Amateursport solche Grosseinsätze der Polizei nötig sind», erklärte Nicolas Bürgisser gegenüber den FN. Deshalb habe er auch umgehend reagiert und alle Fussballspiele mit Beteiligung des FC Schönberg (1. Mannschaft, 4. Liga, Gruppe 4) auf dem Boden des Sensebezirks bis auf Weiteres untersagt. Dies gilt insbesondere für das bevorstehende Meisterschaftsspiel vom Mittwoch, 31. Oktober, um 20 Uhr in Bösingen. «Gewisse Leute verstehen nur grobe Konsequenzen. Wir müssen einem solch traurigen Vorfall sofort Einhalt gebieten, sonst gerät der Fussball ausser Kontrolle», betonte der Oberamtmann.

Schiedsrichter attackiert

Am Samstag haben mehrere Spieler des FC Schönberg den Schiedsrichter nach Spielschluss tätlich angegriffen haben, nachdem dieser in der 90. Minute einen Penalty gegen den FC Schönberg ausgesprochen hatte. Auch als der Schiedsrichter zu Boden fiel, schlugen mehrere Spieler derselben Mannschaft auf ihn ein. Als Fussballer des FC Wünnewil den Schiedsrichter zu schützen versuchten, führte dies zu einer Massenschlägerei zwischen den beiden Mannschaften.Drei Spieler und der Schiedsrichter hätten sich aufgrund der Verletzungen für eine Kontrolle ins Spital begeben. Im Anschluss an das Spiel wurden in den Umkleidekabinen, in welchen sich der FC Schönberg befunden hatte, mehrere Sachbeschädigungen festgestellt. «Der Schaden ist nicht gross, doch es geht um die Art und Weise der Zerstörung. Diese darf nicht toleriert werden», sagte Fredy Huber, Gemeindeschreiber von Wünnewil-Flamatt auf Anfrage. Huber bestätigte, dass die Gemeinde eine Strafklage wegen Sachbeschädigung und auf Schadenersatz einreichen wird.

Gewalt nicht billigen

«Gewalt auf Sportplätzen nimmt zu», erklärte Nicolas Bürgisser. Um einer solchen Entwicklung den Riegel vorzuschieben, reagiert der Oberamtmann nun mit einem Verbot, da die öffentliche Sicherheit an weiteren Spielen, an denen der FC Schönberg teilnimmt, nicht mehr gewährleistet werden könne. Zudem fordert Bürgisser den Freiburger Fussballverband auf, ein Sicherheitsdispositiv und Massnahmen für künftige Meisterschaftsspiele des FC Schönberg zu erarbeiten.

Wer zahlt den Polizeieinsatz?

Auch in Bezug auf die Übernahme der Kosten bestehe Klärungsbedarf. «Ich frage mich, ob in so einem massiven Fall wirklich der Steuerzahler den Polizeieinsatz begleichen muss oder ob für diesen Betrag der Verursacher aufzukommen hat», sagte Bürgisser. Die Kosten für den Polizeieinsatz werden zurzeit eruiert. Wie der Oberamtmann erklärte, werde im Anschluss an die Stellungnahmen der beteiligten Personen entschieden, wer für die Kosten des Polizeieinsatzes aufzukommen hat.«Es gibt gewisse Risikospiele, doch ein Einsatz an einem 4.-Liga-Match ist für die Polizisten sicherlich nicht alltäglich», bestätigte auch Hans Maradan, Mediensprecher der Kantonspolizei Freiburg.Mit Kerzers und Gurmels befinden sich auch zwei Mannschaften aus dem Seebezirk in der Gruppe des FC Schönberg. Wie die Spiele dort in Zukunft gehandhabt werden, konnte Oberamtmann Daniel Lehmann gestern noch nicht bekannt geben. «Ich kenne den Sachverhalt noch zu wenig», so seine Begründung. Auch für Nicolas Deiss war es noch zu früh, um eventuelle Konsequenzen ziehen zu können.

Fussballverband entscheidet bald

Vielleicht erübrigt sich die Frage für die Oberamtmänner auch schon bald. Der Freiburger Fussballverband wird am Donnerstag darüber entscheiden, welche Sanktionen er gegen den FC Schönberg aussprechen wird. «Es gibt natürlich eine relativ einfache Lösung, und das wäre der Ausschluss aus der aktuellen Meisterschaft», sagte Sigfrid Perroulaz, Vize-Präsident des Freiburger Fussballverbandes (FFV), gestern auf Anfrage. Die Beschlüsse des Sensler Oberamtmannes setzen den Verband zusätzlich unter Druck, da der FFV nicht gerade begeistert ist von der Idee, ein Sicherheitsdispositiv für Schönberg-Spiele zu erstellen. «Das wäre für ein 4.-Liga-Spiel nicht verhältnismässig.»

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