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Verdichtetes Bauen anschaulich erklärt

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Verdichtetes Bauen ist der Schlüsselbegriff des neuen Bundesgesetzes über die Raumplanung, aber dem werde viel Misstrauen entgegengebracht. Dies sagte der Freiburger Staatsrat Maurice Ropraz (FDP) gestern an einer Medienkonferenz in Bern, bei der die Kantone Freiburg, Wallis und Neuenburg gemeinsam einen Leitfaden zur «Siedlungsentwicklung nach innen» präsentierten.

«Verdichtetes Bauen wird oft mit seelenlosen Hochhäusern ohne Innenleben in Verbindung gebracht», so Ropraz. «Aber Verdichtung kann auch ein Synonym für neue Gelegenheiten sein.» Das Konzept könne immer und überall umgesetzt werden, sowohl in Städten wie auch auf dem Land, so der Freiburger Baudirektor. Vor allem betreffe das verdichtete Bauen alle: Mieter, Landbesitzer, Bauherren, Architekten, Promotoren, Gemeinden und Kantone.

Aus diesem Grund haben sich die drei Westschweizer Kantone zusammengetan und Instrumente erarbeitet, welche diese Botschaft an die Betroffenen weiterleiten sollen: ein Handbuch und eine Ausstellung (siehe Kasten).

Beispiele aus Freiburg

Das 168-seitige Handbuch, das soeben in einer Auflage von 4500 Exemplaren in Deutsch und Französisch erschienen ist, beschreibt im ersten Teil 13 Herausforderungen bei der Siedlungsentwicklung nach innen. Beispielsweise wird die soziale Durchmischung als Herausforderung definiert, und dann aufgezeigt, wie durch eine spezifische Wohnungspolitik, Finanzhilfen, Alters- und Studentenwohnungen oder subventionierten Wohnraum gezielt auf eine soziale Durchmischung hingearbeitet werden kann.

Weiter weist das Handbuch auf die Integration von natürlichen Ressourcen oder historischem Bauerbe hin.

Anschliessend präsentiert das Handbuch 32 bereits realisierte Beispiele von verdichtetem Bauen. Diese sollen aufzeigen, was möglich ist. Sie stammen aus verschiedenen Regionen der Schweiz, drei Viertel davon sind aber Beispiele aus der Westschweiz.

Auch der Kanton Freiburg ist mit mehreren Musterbeispielen im Handbuch vertreten. So zeigen zwei Neubauten an der Rue François-d’Alt, wie in dicht besiedeltem Stadtgebiet Platz für 350 Quadratmeter Siedlungsfläche und 24 Einwohner gefunden wurde.

Oder es zeigt, wie in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, am Monséjour-Weg, in einem alten Industriegebiet 112 Wohnungen für 235 Einwohner sowie eine Krippe entstanden. Schliesslich illustriert das Handbuch, wie im Glanebezirkler Dorf Villarsiviriaux ein Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert umgebaut und nun nicht mehr für zwei, sondern für 16 Personen Platz bietet.

Der Neuenburger Regierungsrat Laurent Favre (FDP), der auf einige Beispiele aus seinem Kanton verwies, sagte, wie er sich die Umsetzung vorstellt: «Verdichtetes Bauen wird nicht durch Erlasse diktiert, sondern gemeinsam erarbeitet.» Was aus dem neuen Raumplanungsgesetz hervorgehe, sei in Tat und Wahrheit eine Chance für mehr Wohnqualität und besseres Zusammenleben.

«Raumplanung ist nicht einfach nur Mathematik», sagte der Walliser Staatsrat Jean-Michel Cina (CVP). Im Zusammenhang mit dem Moratorium des Bundes, wonach keine neuen Bauzonen geschaffen werden dürfen, wenn nicht anderswo solche aufgehoben werden, sagte Cina: «Zu oft steht im Zusammenhang mit der Raumplanung nur der quantitative Aspekt, nicht aber der qualitative im Vordergrund.»

Mit dem neuen Handbuch der drei Kantone und der damit verbundenen Ausstellung steht ab sofort ein Instrument zur Verfügung, das Möglichkeiten aufzeigen soll, so Cina.

Verdichtetes Bauen mache Wohnen nicht einfach teurer, sondern auch attraktiver, ergänzte Laurent Favre. Es animiere zu einem effizienteren Bauen, das letztendlich auch billiger komme, vor allem wenn indirekte Kosten wie Erschliessung oder der Zugang zum öffentlichen Verkehr berücksichtigt werden.

Ausstellung

Ab Januar in den Freiburger Bezirken

Zum Handbuch «Siedlungsentwicklung nach innen» startet ab Beginn 2017 in den drei beteiligten Kantonen Freiburg, Neuenburg und Wallis auch eine Wanderausstellung. Die im Buch erwähnten Beispiele und die eingangs erwähnten Herausforderungen werden grossflächig auf Plakaten vorgestellt. Die Ausstellung auf Deutsch und Französisch ist ab Januar in Freiburg unterwegs. Sie wird in den Bezirken Halt machen; die genauen Orte und Daten sind aber noch nicht bekannt.

uh

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