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Verein hilft Süchtigen bei Wohnungssuche

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Der Wohnungsmarkt ist angespannt – und das bekommen Suchtkranke erst recht zu spüren: Viele Vermieter und Verwaltungen legen ihre Bewerbungen systematisch zur Seite. Das Netzwerk der Freiburger Einrichtungen für Suchtkranke hat darum den Verein Equip’Apparts gegründet. Der Verein will Suchtkranken den Zugang zum Wohnungsmarkt erleichtern. Ganz nach dem Motto «Housing first», wonach die Unterkunft als Voraussetzung für die gesellschaftliche Wiedereingliederung zu verstehen ist, wie der Verein mitteilt. «Viele Suchtkranke hätten das Geld, um eine Wohnung zu bezahlen», sagt Davide D’Onofrio, Projektleiter bei Equip’Apparts. «Doch trotz Beitrag der Sozialhilfe oder der Invalidenrente wollen die Vermieter sie nicht.» Das könne daran liegen, dass Betreibungen gegen die Suchtkranken vorlägen. «Und viele Vermieter wollen sie wegen ihres Verhaltens nicht.»

Hier setzt der Verein an: Er dient als Vermittler zwischen Suchtkranken und Vermieter. Zum einen als Bürge für die Miete, zum andern, indem er die Suchtkranken sozialpädagogisch begleitet. «Wir möchten, dass sie nicht nur eine Wohnung finden, sondern diese auch behalten können», so Davide D’Onofrio. In der bis Mitte 2018 dauernden Pilotphase setzt der Verein dafür 110 Stellenprozente ein. Die Stiftungen Le Tremplin und Le Torry sowie der Verein Le Radeau – welche dem Netzwerk der Freiburger Einrichtungen für Suchtkranke angehören – stellen das Personal zur Verfügung. «Die Begleiter können sofort reagieren, wenn Suchtkranke Probleme mit den Nachbarn haben», sagt D’Onofrio. Sie schauen aber auch, dass die Wohnung aufgeräumt ist, und helfen bei der gesellschaftlichen und beruflichen Wiedereingliederung.

Der Verein Equip’Apparts hilft bei der Wohnungssuche, stellt aber auch selber Wohnungen zur Verfügung: Zurzeit ist der Verein daran, zehn gemeinschaftliche Wohnplätze in vier Wohnungen in der Umgebung von Freiburg einzurichten. Drei Wohnungen im Schönberg gehören dem Verein, andere mietet er direkt an und vermietet sie weiter. In der Pilotphase ist der Verein auf Spenden angewiesen; danach sollte er sich laut Projektleiter Davide D’Onofrio selbst finanzieren können, indem Sozialhilfe und Invalidenversicherung die Dienstleistungen des Vereins vergüten.

njb

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