Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Vergangenheit und Versuchung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascale Hofmeier

Ein Stück überdimensionierter Schlüssel ragt aus der Skulptur auf dem Vorplatz der Raiffeisenbank in Giffers. Die Konstruktion aus Stahl, Bronze und Glas neigt sich wie eine Baumkrone über den Brunnen und wird auf der Seite von zwei Stützen gehalten. Baumstamm, Stützen und Schlüssel symbolisieren die Sicherheit. Der Brunnen selber trägt eine Krone. «Die steht für den Erfolg, das 100-jährige Bestehen der Raiffeisenbank», sagt Freddy Peissard. Er hat das Werk mit dem Namen «Versuchung» gestaltet.

Angriff auf die Sicherheit

Der Schlüssel – ein Teil des Raiffeisen-Logos – wird von einem Drachen und einer Schlange angegriffen. «Der Mensch will Sicherheit, aber auch das Maximum für sich», sagt Freddy Peissard. Und darin liege die Versuchung: in der Gier jedes Einzelnen, seinen Profit zu vergrössern. Diese Versuchung strapaziere die Sicherheit.

Zum Kunstwerk inspiriert habe ihn die Recherche über die Geschichte der Raiffeisenbank, aber auch die Aktualität rund um die Bankenkrise. «Es kann nicht funktionieren, Geld aus Geld zu vermehren. Das geht nur durch Wertschöpfung», sagt Freddy Peissard. Zu Beginn des Auftrages vor etwa zwei Jahren habe die Skulptur noch ganz anders ausgesehen. Dann aber sei der Einfluss der Debatte um die Wirtschaftskrise immer grösser geworden. «Es ist wichtig, dass ein Werk persönlich ist», sagt der Künstler.

Darauf angesprochen, ob er auch für eine Grossbank, die durch ein staatliches Hilfspaket gerettet wurde, eine Skulptur geschaffen hätte, antwortet Freddy Peissard nur: «Ja, das wäre dann aber wahrscheinlich nicht so harmonisch herausgekommen wie die für die Raiffeisen.»

Rückblick aus Glas

Als Gegenstück zur «Versuchung» hängt im Eingang der Raiffeisenbank eine Darstellung der Vergangenheit. Die Plastik aus Glas und Bronze verweist auf die Entstehung der Raiffeisenbank Ärgera-Galtera. Eingerahmt von den beiden Flüssen sind in der Mitte in sechs verschiedenen Farben Mosaike der Bankengemeinden Giffers, Tentlingen, St. Silvester, Rechthalten, Brünisried und St. Ursen zu sehen. Jaun wurde erst nach der Fertigstellung ein Teil der Genossenschaft. Das Werk steht auf zwei Steinen: einer stammt aus der Ärgera, der andere aus der Galtera.

«Lehrling geblieben»

Umgesetzt hat Freddy Peissard die Kunstwerke selber in seinem Atelier in St. Silvester. Das nötige Handwerk im Umgang mit Glas, Stahl und Stein lernte der 56-Jährige auf eigene Faust. «Das Wissen braucht es, um vielseitige Themen umzusetzen.» Bereits mit 17 Jahren hatte Peissard sich selbständig gemacht: «Ich bin bis heute ein selbständig lebender Lehrling geblieben.»

Meistgelesen

Mehr zum Thema