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Vergessener Dichter

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Drei Künstler aus Österreich, der Schweiz und Georgien haben sich vorgenommen, den weithin unbekannten österreichischen Dichter Fercher von Steinwand (1828-1902) einem interessierten Publikum vertraut zu machen. Am Samstag begannen sie ihre Tournee von literarisch-musikalischen Abenden im ehemaligen Freimaurer-tempel an der Alten Brunnengasse in Freiburg. Weitere Stationen sind Basel, Stuttgart, Berlin und Dresden.

Aus Leben und Werk

Philipp Kleinfercher, Germanist und zurzeit Lehrer in Triest, führte frei erzählend durch die verschiedenen Etappen des Lebens von Fercher, der nach Rudolf Steiner «die Weltanschauung des Idealismus in dichterische Schöpfung ergossen hat». Er rückte Ferchers «Menschwerdung und Schicksal» in den Brennpunkt seiner Betrachtungen. Claudia Pfaff, die in Freiburg aufwuchs, rezitierte aus dem lyrischen Werk Ferchers und las exemplarische Ausschnitte aus seinen Briefen vor, die abwechselnd die Person Ferchers in ihrem Entwicklungsprozess und die unruhigen Zeiten des 19. Jahrhunderts beleuchteten.

Der aus Georgien stammende Cellist Andrej Lomakin umrahmte und untermalte die literarischen Darbietungen mit virtuos und feinfühlig vorgetragenen Stücken von Johann Sebastian Bach, Paul Hindemith und Eugène-Auguste Ysaye.

Im Schatten der Öffentlichkeit

Es gelang den Vortragenden, ein ausgeprägtes literarisches Porträt des Dichters zu malen. Armut, Krankheit, Verzicht zwangen Fercher dazu, im Schatten der Öffentlichkeit durch das Schreiben einen inneren Weg zu gehen und sein Schicksal – sein «Verhängnis», wie er es nannte – positiv anzunehmen. Das lyrisch-epische Werk, das zum grossen Teil erst in den letzten Lebensjahren und posthum erschien und seit den Achtzigerjahren neu aufgelegt wurde, zeugt von Ferchers stetigem Reifungsprozess. Der Abend in Freiburg zeigte, dass Fercher eine der Perlen der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts ist. Die Muschel, in der sie verborgen ist, haben die drei Künstler für die rund 40 Anwesenden mit grossem Geschick geöffnet.

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