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«Vergesst das Lachen nicht»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der erste Samstag im Dezember: ein Tag, der im Kalender vieler Freiburger dick angestrichen ist. Denn äussert zahlreich zog es grosse und kleine Schaulustige am Samstagabend ins Burgquartier. Entlang der schmalen Gassen und Strassen stellten sie sich auf und liessen gerade genug Platz, damit der Sankt Nikolaus mit seiner Entourage passieren konnte. Ein grosses Gedränge herrschte kurz vor Beginn des Umzuges auf dem Platz des Kollegiums St. Michael. Alle versuchten, sich eine möglichst gute Sicht auf den Nikolaus zu verschaffen. Ein Junge setzte sich auf einen Baum entlang der Allee, einige Jugendliche schlichen im daneben liegenden Tiergehege an den Widdern vorbei, weil auf der Strasse ein Durchkommen aussichtslos war.

Rein ins Getümmel

Kurz nach 17 Uhr setzten sich schliesslich die ersten Umzugsgruppen in Bewegung, auch der Protagonist des Festes folgte sogleich. Mit kleinen Lebkuchen, welche er in hohem Bogen in die Menge warf, belohnte er die Kinder, die sehnlichst auf ihn warteten.

Währenddessen herrschte auf den Strassen vor der Kathedrale bereits ein riesiges Gewimmel. Die Plätze mit der besten Aussicht auf den Balkon, wo der Nikolaus später seine Rede halten sollte, waren schon längst besetzt – Glühwein und Tee wärmten bis zur Ankunft des St. Nikolaus und hielten alle bei Laune. Schulter an Schulter standen die Zuschauer nun, als Helfer versuchten, eine Schneise für den Nikolaus durch die Menge zu bahnen. Frieren musste wenigstens niemand mehr. Kurz nachdem der Schutzpatron die Kathedrale erreicht hatte, trat er auf den Balkon und wurde vom Publikum frenetisch empfangen. Mit einem ohrenbetäubenden «Meine lieben Kinder» begann er seine Rede. Einem Knaben auf den Schultern seines Vaters war es etwas zu laut. Er schrie laut «tais-toi», was rundherum grosses Gelächter auslöste.

Sorgenvoll, aber zuversichtlich

Das Geschehen auf der Welt bereite ihm grosse Sorgen, sagte der St. Nikolaus in seiner Rede. «Es herrschen Barbarei, Hass und Terror. Darauf müssen wir mit Liebe, Offenheit und Solidarität antworten.» Dem Publikum gab er den Rat, in Zukunft das Lachen nicht zu vergessen. Er könne Bundespräsident Johann Schneider-Ammann deshalb nur zustimmen, «rire c’est bon pour la santé.» Den Kindern gab er abschliessend mit auf den Weg, offen und kreativ zu sein und die Vorstellungskraft zu nutzen. «Denn euch gehört die Welt.» Winkend und im Licht greller Petarden verliess er den Balkon der Kathedrale wieder.

Das Gedränge lockerte sich allmählich, mit zunehmender Bewegungsfreiheit verlagerten sich auch die Publikumsmassen. Wer nicht die Messe von Bischof Charles Morerod besuchte, schnappte sich an einem der Stände noch einen Glühwein oder drängte sich ins Fondue-Zelt auf dem Python-Platz.

Bilanz

Veranstalter ziehen positives Fazit

Zwischen 25 000 und 30 000 Personen hat das Nikolausfest am Samstag gemäss den Organisatoren in die Freiburger Innenstadt gelockt. Auch die insgesamt 28 Chor-Konzerte in der Kirche St. Michael und in der Franziskanerkirche seien sehr gut besucht gewesen. Damit zeigten sich die Veranstalter äusserst zufrieden, wie sie gestern in einer Pressemitteilung verlauten liessen. Die Einnahmen aus der Nikolausfeier werden nun gemeinnützigen Organisationen gespendet und kommen benachteiligten Kindern im Kanton Freiburg zugute.

lp

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