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Verhältnis zu Wildhütern getrübt

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Jagdschutzverein Hubertus Sense

«Schwere Rückschläge hat in jüngster Zeit das Zusammenwirken mit unseren Wildhütern erlitten», hielt Präsident Marcel Bächler in seinem Jahresbericht fest. Verschiedene Ereignisse während des vergangenen Jahres hätten erneut zu Problemen geführt, welche die Zusammenarbeit zwischen Jägern und Wildhütern einmal mehr ernsthaft in Frage stellen. Das Fass zum Überlaufen brachte endgültig ein Ende letzten Jahres in der Berner Zeitung erschienener Bericht mit dem pompösen Titel «Jäger bedrohen Wildhüter». In diesem Artikel hielten die Wildhüter fest, sich von gewissen Jägern bedroht zu fühlen. Da keiner der anwesenden Wildhüter zum erwähnten Bericht Stellung nehmen wollte, ging der Vorstand davon aus, dass durch diesen Bericht einmal mehr dem Ansehen der Jäger bewusst Schaden zugefügt werden sollte.

«Die Zusammenarbeit mit den Wildhütern hatte sich in den vergangenen Jahren merklich gebessert» sagte Präsident Marcel Bächler. Er bedauerte, dass durch solche Vorkommnisse leider wieder ein Teil dieser eingeleiteten, erfreulichen Aufbauarbeit zunichte gemacht wurde. «Ob gegenüber dem deutschsprachigen Jäger eine besondere Ablehnung bestehe und ob der Staat die offizielle Jagd im Kanton Freiburg in Frage stellen wolle», mit diesen und weiteren konkreten Fragen gelangte der Vorstand, mangels anderer Ansprechmöglichkeiten, in der Folge direkt an den Staatsrat.

Gemeinsamer Topf für Hege
des Wildbestandes

Aus den Informationen von Anton Baechler, Mitglied der Konsultativkommission, ging hervor, dass jeder Jäger gleichzeitig mit dem Jagdpatent einen bestimmten Betrag in einen gemeinsamen Topf einbezahle, welcher für die Hege und Pflege des gesamten Wildbestandes zu verwenden sei. So flossen im vergangenen Jahr 93000 Franken in diesen Topf. Davon wurde allein für die Studie von Luchsen und Schafen ein Drittel (31000 Franken) aufgewendet. Damit die Jagd in unserem Kanton weiter bestehen könne, müssten die Lebensräume für das gesamte Wild erhalten werden, und nicht nur für einige privilegierte Tierarten. «Wir müssen uns wehren gegen jene, die glauben, mit Verboten alles regeln zu können», meinte Anton Baechler. Moderne Medienschaffende verstünden es ausgezeichnet, mit viel Aufwand und erheblichen finanziellen Mitteln, welche ihnen zur Verfügung stehen, die Unkenntnis der Bevölkerung auszunutzen und mit kurzlebigen, aber wirksamen Argumenten ihre Meinungen und Vorstellungen im Volk zu verbreiten.

Wohl könne man über die Verbreitung des Luchses verschiedene Meinungen haben. Die Regulierung des Luchsbestandes gehöre aber in die Kompetenz der Kantone, und Direktor Roch vom Buwal sei nicht befugt, den Kantonen diese Kompetenz wegzunehmen, meinte Ammann Rudolf Vonlanthen. Durch frühzeitige Interventionen habe man das geplante Betretungsverbot im Sensegraben noch abwenden können. «Heute sprechen wir nicht mehr von einem Betretungsverbot, sondern lediglich von einigen Ruhezonen im Sensegraben» sagte Grossrat Vonlanthen. Als Gegenpol zu Pro Natura, WWF, den Grünen und anderen Institutionen werde am 12. April in Givisiez die «Aqua Nostra» (Die Natur mit dem Menschen) gegründet.
Für zwölf- resp. sechsjährige Tätigkeit im Vorstand wurden Ernst Gerber und Marius Blanchard geehrt. Neue Vorstandsmitglieder wurden Marcel Blanchard, Tafers, Anton Baeriswyl, Brünisried, und Urs Stocker, Überstorf.

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