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Verkaufspersonal ist nicht allein

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Verkaufspersonal ist nicht allein

Autor: «Wer denkt ans Verkaufspersonal?» – FN-Leserbrief vom 16. Oktober 2008

Der Autor des Leserbriefes nimmt die 62 Grossräte ins Visier, die sich erlaubt haben, für die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten am Samstag einzutreten (notabene unter gleichwertiger Kürzung des Abendverkaufs am Donnerstag). Er wirft Ihnen Denkmangel oder Denkfehler vor. Dieser Vorwurf fällt leider auf ihn selbst zurück. Zunächst: Es ist nicht mal sicher, ob sich der Staat überhaupt einmischen soll, wenn es um Ladenöffnungszeiten geht. Er tut das offensichtlich in erster Linie aus sozialpolitischen Überlegungen heraus. Dem ist aber der Wunsch jedes Menschen entgegenzustellen, sich sein Leben frei zu gestalten, u. a. auch, was sein Einkommen betrifft. Nun ist klar, dass die Freiheit ihre Grenzen bzw. jeder seine Zwänge kennt. Betreffend scheinbar unangenehmer Arbeitszeiten sollte das angeblich fürsorgliche Familiendenken des Leserbriefautors aber auch Spitalangestellten, Restaurantangestellten, Tourismusangestellten, Angestellten in Landwirtschaft und Transport und recht eigentlich jedem gelten, der samstags, sonntags oder sogar nachts arbeiten muss. Solche Leute haben auch Familie. Sie haben auch ein Familienleben, das sich glücklicherweise nicht nur gerade dann abspielt, wenn sie leider Gottes arbeiten müssen. Denkt der Autor des Leserbriefes nicht auch, der Staat würde sich etwas gar viel zumuten, wenn er das Wohl des Familienlebens über die Ladenöffnungszeiten zu dekretieren versuchte?

Silvan Jampen, Kerzers

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