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Verkehrsstudie wird noch breiter angelegt

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Eine neue Verkehrsstudie soll die heutigen Verkehrsströme im Sensebezirk analysieren, den künftigen Bedarf aufnehmen und Möglichkeiten aufzeigen, wo Entwicklungsschwerpunkte gesetzt werden sollen. Diese Studie hat SP-Staatsrat Jean-François Steiert, Vorsteher der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion, letzten Herbst angekündigt. Die Studie soll sowohl die Entwicklung der Strasseninfrastruktur, des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs einbeziehen als auch die Auswirkungen der Poyabrücke auf den Verkehr im Sensebezirk aufzeigen.

Arbeitszonen einbeziehen

In seiner Antwort auf ein Postulat der zwei Sensler Grossräte Emanuel Waeber (SVP, St. Antoni) und Olivier Flechtner (SP, Schmitten) schreibt der Staatsrat nun, dass sich der Start der Studie etwas hinauszögern werde. Grund dafür ist, dass derzeit die Sensler Gemeinden darüber beraten, wo interkommunale Arbeitszonen eingerichtet werden könnten: Statt dass jede Gemeinde für sich Bauzonen für Industrie und Gewerbe ausscheidet, wollen die Gemeinden dies im Rahmen eines Pilotprojekts überregional regeln. Ein Jahr haben sie sich Zeit dafür gegeben, Prioritäten festzulegen. Wie es in der Antwort des Staatsrats heisst, sollen auch diese Erkenntnisse sowie die Revision des regionalen Richtplans Sense in die Studie einfliessen.

Ebenfalls Gegenstand der geplanten Mobilitätsstudie soll nach dem Willen des Staatsrats die seit Jahren zur Diskus­sion stehende Idee eines neuen Autobahnzubringers in Fillistorf sein. Die beiden Grossräte hatten dafür in ihrem Postulat eine Machbarkeitsstudie gefordert. Der Staatsrat nimmt noch eine weitere ihrer Ideen als Teil der Studie auf, nämlich den Vorschlag, die Durchfahrten von Düdingen und Schmitten mit einem drei Kilometer langen Zubringertunnel zwischen Ried und Fillistorf vom Verkehr aus dem Sense-Oberland zu entlasten. Sie verlangten auch, dass der Staatsrat die Auswirkungen dieser Varianten auf die Verkehrsflüsse in Flamatt, Schmitten und Düdingen analysiert.

Birch–Luggiwil ruht

Bereits seien einige Projekte umgesetzt oder in Planung, um die Verkehrssituation im Sensebezirk zu verbessern, heisst es in der Antwort. Der Staatsrat nennt als Erstes die Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil in Düdingen. Diese 1,5 Kilometer lange Strasse soll den Autobahnanschluss mit der Kantonsstrasse Murten–Düdingen verbinden. Der zweite Anlauf, diese Strasse zu bauen, ist seit 2017 blockiert, da 25 Einsprachen gegen das 30-Millionen-Franken-Projekt eingegangen sind. Der Staatsrat deutet an, dass die Verhandlungen «kurz vor dem Abschluss stehen». Seitens des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hiess es gestern, das Projekt werde derzeit mit den betroffenen Fachämtern geprüft. Entscheide, auch zu den Einsprachen, seien noch keine getroffen. Weil später auch der gerichtliche Weg offenstehe, sei es heute unmöglich zu sagen, wann Birch–Luggiwil realisiert werde.

Auch die geplanten Umfahrungsstrassen Düdingen und Marly–Matran, die derzeit laufenden Arbeiten an der Riederbergstrasse in Bösingen, die geplante Sanierung der Kantonsstrasse in Alterswil und das Projekt für eine Aufwertung der Dorfdurchfahrt Flamatt (Valtraloc) wirkten sich positiv auf die Verkehrsströme im Sensebezirk aus, so der Staatsrat. Das Flamatter Valtraloc-Projekt soll Ende 2019 öffentlich aufgelegt werden.

Bus, Zug und Velo

Parallel dazu soll sich auch der öffentliche und der Langsamverkehr im Sensebezirk weiterentwickeln. Mit dem Halbstundentakt auf der ­S-Bahn-Linie 1 Freiburg–Bern 2009, dem stündlichen Halt des Regioexpress zwischen Bulle und Bern in Düdingen ab 2018 und der Ausweitung des Busangebots im Sensebezirk 2016 sei einiges erreicht worden. Mittelfristig sei geplant, im Bahnperimeter der Agglomeration den Viertelstundentakt einzuführen. Dann wären Schmitten viermal und Düdingen sechsmal pro Stunde mit der Stadt Freiburg verbunden. Der Staatsrat kündigt auch an, die kantonale Zweiradplanung umzusetzen und neue Velowege anzulegen, vor allem entlang der Achsen mit dem grössten Verlagerungspotenzial.

Viadukt bleibt vorläufig

Kein Gehör haben zwei weitere Ideen der Sensler Parlamentarier beim Staatsrat gefunden. Sie hatten vorgeschlagen, die A 12 in Flamatt unterirdisch zu führen, das Viadukt abzubauen sowie die Ein- und Ausfahrt Flamatt der Autobahn in einen Tunnel zu verlegen.

Der Staatsrat begründet die Absage damit, dass bereits 2003 geprüft worden sei, ob es Alternativen zum Viadukt gäbe. Geologische Gutachten und ökologische Vorgaben hätten aber gegen einen Abbau der Autobahnbrücke gesprochen. Die damalige Analyse war zum Schluss gekommen, dass eine Änderung der Streckenführung unverhältnismässig hohe Kosten verursachen würde.

Zudem habe auch die letzte Verkehrsstudie für den unteren Sensebezirk 2009 das äus­serst schlechte Nutzen-Kosten-Verhältnis einer Versetzung der A12 hervorgehoben. Da seither kein neues Element dazugekommen sei, lehnt der Staatsrat das Postulat in diesen Punkten ab.

Reaktionen

«Alle Ideen werden auf den Tisch gelegt»

«Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach», antwortet Grossrat Emanuel Waeber auf die Frage, ob er mit der Antwort des Staatsrats zufrieden sei. Dass der Staatsrat bei den Anliegen rund um das Viadukt und die Autobahneinfahrt Flamatt auf das Bundesamt für Strassen verweise, befriedigt ihn nicht ganz. «Ohne Druck des Kantons macht der Bund nichts», so der SVP-Grossrat aus St. Antoni. Zufrieden ist er darüber, dass der Staatsrat die Idee des Autobahnzubringers Fillistorf aufgenommen hat, ebenso den Entlastungstunnel zwischen Ried und Fillistorf. Dieses Projekt habe bessere Chancen als die geplante Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil. «Diese Strasse ist meiner Ansicht nach gestorben», ist er überzeugt.

«Unser Ziel war es, dass die Verkehrsproblematik aus einer gesamtheitlichen Sicht angeschaut wird und sich nicht nur auf Einzelmassnahmen stützt», sagt Olivier Flechtner zur Antwort des Staatsrats. Auch wenn einzelne Vorschläge wie der Entlastungstunnel vielleicht nicht auf Begeisterung stossen würden, sei es doch gut, alle Ideen auf den Tisch zu legen. «Dann haben wir am Ende eine objektive Grundlage, um die weitere Stossrichtung festzulegen.» Positiv findet der Schmittner SP-Grossrat, dass auch die Velowege einbezogen würden und dass bei der Studie grossräumig gedacht werde, also auch die Umfahrung Marly-Matran einbezogen werde.

Dass der Freiburger Staatsrat beim Thema Viadukt abgewunken hat, nimmt er zur Kenntnis. «Zumindest haben wir diesen architektonischen Schandfleck und die Notwendigkeit einer Grundsatzdiskussion wieder einmal ins Gespräch gebracht.»

im

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