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Verkehrte Verkehrspolitik

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Als ehemaliger Berner, zusammen mit meiner Ehefrau seit 1994 im Seebezirk wohnhaft, stimmt mich der Artikel in den FN vom vergangenen Samstag sehr traurig, erinnert er doch schmerzhaft an exakt dieselben Diskussionen vor rund 40 Jahren in der Stadt Bern. Dieselben Kreise vertraten die Meinung, dass der Motorfahrzeugverkehr, allem voran das Auto natürlich, in den Innenstädten nichts mehr zu suchen habe, und begannen deshalb die Zu- und Durchfahrten für den privaten Verkehr zu erschweren oder gar zu sperren, die eh schon knappen Parkplätze zu reduzieren und, wo noch vorhanden, mit Parkgebühren zu belegen. Berechtigte Gegenstimmen von Gewerbetreibenden, Ladenbesitzern und Gastgewerbe wurden und werden auch heute in besserwisserischer Weise abgetan mit dem absurden Argument, das Konsumverhalten einer modernen Bevölkerung ziehe eben Shoppingcenters im Grünen draussen vor, mit Kleingewerbe und Läden in den Innenstädten sei es so oder so vorbei. Nachzulesen in vorerwähntem Artikel der FN.

Partout will man nicht wahrhaben, dass es eben gerade umgekehrt ist: Dem motorisierten Konsumenten wird ein vernünftiger Zugang in die Innenstadt erschwert oder gar verunmöglicht mit dem Resultat, dass er tatsächlich auf ein Shoppingcenter ausweicht, wo er problemlos und billig parkieren kann.

Bezeichnend dann weiter die Aussage des Syndics, ich zitiere: «… der Kanton Freiburg (ist) ein autoverrückter Kanton. Wir mussten solch scharfe Massnahmen ergreifen.» Wie kommt ein Politiker zu einer derart absurden Ansicht? Der Kanton Freiburg, autoverrückt? Wo nimmt er das denn her? Scharfe Massnahmen dagegen? Eine davon, nämlich die Schliessung der Zähringerbrücke, hat dazu geführt, dass wir selbst seither kein einziges Mal mehr die Freiburger Altstadt besucht haben, im Gegensatz zu früher, als man bequem mit dem Auto in die Unterstadt einfahren und zumeist auch in unmittelbarer Nähe eines der gewünschten Ziele, in unserem Falle meistens eine der hervorragenden Gaststätten, eine Parkmöglichkeit hatte.

«Beize- und Lädelistärbe» hat genau aus diesem Grund in ganz entscheidender Weise mit der Aussperrung des privaten Motorfahrzeugverkehrs zu tun, auch wenn das besagte Kreise immer wieder in Abrede stellen und dieses Kundensegment als «Autoverrückte» darstellen, die es mit «scharfen Massnahmen» fernzuhalten gilt.

Samuel Däppen, Cordast

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