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Verleiht die neue Position Bykow Flügel?

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604 Spiele hat Andrei Bykow in der höchsten Schweizer Liga bestritten. 604 Mal lief er dabei als Center auf. «Ich habe nie auf einer anderen Position gespielt, auch nicht bei den Junioren», sagte der 32-Jährige gestern nach dem Training im Gespräch mit den FN. Kein Wunder, schliesslich war sein Vater Slawa Bykow einer der besten Center der Welt. Es sah deshalb wie ein Fehler aus, als Andrei Bykow vor drei Wochen im dritten Testspiel gegen Lugano auf dem Matchblatt plötzlich als Flügelstürmer aufgeführt wurde. War es aber nicht. «Er kann als Flügel genauso von seiner Schnelligkeit und seiner Spielintelligenz profitieren, trägt aber einen Tick weniger offensive Verantwortung», sagt Trainer Christian Dubé. Viel Verantwortung will Dubé vor allem Sandro Schmid geben. Vom 20-jährigen Murtner hält der Trainer sehr viel, nicht umsonst gehört er in dieser Saison bereits zum Team der Captains (siehe Text unten). Schmid ist nach David Desharnais Dubés Center Nummer zwei. Für die dritte und vierte Linie sind der grundsolide Samuel Walser und Jordann Bougro – der in der Vorbereitung ebenfalls einen guten Eindruck hinterliess und wohl auch kein Problem damit hat, in manchen Spielen als Center der vierten Linie nur wenig Einsatzzeit zu erhalten – vorgesehen. Dass Chris DiDomenico, der in Freiburg vorläufig eher als Flügel vorgesehen ist, in Langnau meist als Center auflief, kommt noch hinzu.

Mit Desharnais und Stalberg

Letztlich ist es bei Vollbestand für Dubé schlicht schwierig, für Bykow auf der Centerposition den richtigen Platz im Team zu finden. Das Ausweichen auf den Flügel könnte für einen langjährigen Center jedoch durchaus als Degradierung verstanden werden. Der Center ist der Taktgeber, der Spielmacher, der die Fäden in der Offensive in der Hand hält und die Flügelstürmer links und rechts von sich orchestriert.

«Es ist alles eine Frage der Kommunikation, es kommt darauf an, wie du die Idee verkaufst», sagt Dubé. «Ich habe Andrei klar gesagt, dass das seine Chance ist, weiterhin mit den Besten zusammenzuspielen.» Als Degradierung verstehe er das überhaupt nicht, sagt Bykow. Natürlich sei er überrascht gewesen, als ihm der Trainer nach dem zweiten Testspiel gegen Ajoie erstmals seine Idee präsentiert habe. «Aber ich habe sofort versucht, positive Seiten zu finden – und viele gefunden. Ich bin ein sehr offener Mensch, das ist eine neue Herausforderung für mich, ich werde nun versuchen, der bestmögliche Flügel zu sein.»

Bisher gelingt ihm das ganz gut. In fünf Testspielen als Flügelstürmer schoss er drei Tore und gab drei Assists. «Ich blühe auf, ich fühle mich fast schon befreit.» Einige Dinge müsse er noch perfektionieren. «Vieles ist eine Frage des Timings. Zu Beginn ging ich manchmal zu forsch in den Angriff. Ich muss lernen, geduldiger zu sein, denn als Flügel hast du nicht diesen permanenten Einfluss auf das Spiel, wie du ihn als Center hast.»

Zum Glück spiele er mit hervorragenden, hilfsbereiten Spielern zusammen. «Das hilft bei der Adaption.» Zuletzt bildete er mit David Desharnais und Viktor Stalberg die Paradelinie. «Letztlich ist es mir egal, in welcher Linie und auf welcher Position ich spiele. Hauptsache, ich habe einen Einfluss auf den Match.» Das gelte vor allem auch für das Defensivspiel, auf das er sich seit einigen Saisons hauptsächlich konzentriere.

«Enormen Hunger»

Fürs Erste ist Andrei Bykow sowieso in erster Linie froh, endlich wieder spielen zu können. Sein letztes Spiel bestritt er am 17. Januar, als Gottéron in Davos nach sechs Minuten 0:4 zurücklag und am Ende 2:7 verlor. Es passte zu dem schwarzen Abend, dass sich Bykow in dieser Partie auch noch eine Gehirnerschütterung zuzog und danach bis zum Corona-bedingten Saisonabbruch nicht mehr aufs Eis zurückkehrte. «Letztes Jahr hatte ich wirklich Pech mit Verletzungen. Gleich im allerersten Spiel verletzte ich mich. Auch wenn ich danach spielte, musste ich immer auf die Zähne beissen, war nie im Vollbesitz meiner physischen Kapazitäten.» Das sei nun anders; nach einer langen, guten Vorbereitung, sei er bereiter denn je. «Ich habe einen enormen Hunger, bin wieder voll im Saft und freue mich darauf, wieder wie ein Verrückter Schlittschuh zu laufen.»

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