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Verletzungsfrei, aber längst nicht sorgenfrei

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Autor: MAtthias Fasel

Gottéron ist zwar sechs Runden vor Schluss auf Playoff-Kurs, wirklich zufrieden ist im Umfeld und auch im Team momentan dennoch niemand. Der Grund ist schnell gefunden: Freiburg zehrt einzig vom starken Saisonstart. Danach ging es mit den Leistungen rapide bergab (vgl. Box). Holte Gottéron in den ersten 22 Partien der Saison noch 40 Punkte, war es in den letzten 22 noch gerade die Hälfte.

Haymoz spricht Tacheles

Alles andere als zufrieden damit ist Präsident Laurent Haymoz. Erstmals in dieser Saison sprach er deshalb gestern vor dem Training in der Kabine zur Mannschaft. Was genau er in der fünfminütigen Ansprache gesagt hat, will Haymoz nicht verraten. «Das bleibt geheim.» Aus den Gründen für seine Rede macht er hingegen keinen Hehl. «Ja, man kann sagen, dass mich die Vorstellungen in der zweiten Saisonhälfte wütend gemacht haben.» Und zwar nicht nur die schlechten Resultate, sondern vor allem die Art und Weise. «Zu wenig Körpereinsatz, schlechte Pässe, kein Kampfgeist und kein Teamgeist: So kann es wirklich nicht weitergehen. Ich kann es verstehen, dass Sponsoren und Fans so das Gefühl haben, dass man sich um sie foutiert.»

Vertragsverlängerung mit Pelletier

Laurent Haymoz ist die Enttäuschung über die Spieler deutlich anzumerken. «Dann jammern sie in den Medien, dass es ein Problem im Kopf sei. Das gilt beispielsweise auch für einige Spieler, deren Zukunft noch unklar ist. Sie würden besser auf dem Eis Leistung zeigen. Glauben Sie mir, wenn die Spieler am Ende des Monats ihr Salär erhalten, haben sie bestimmt keine Kopfschmerzen.»

Von präsidialer Kritik gänzlich verschont bleibt einzig Trainer und Sportchef Serge Pelletier, der bei den Fans indes nicht mehr viel Kredit besitzt. «In solchen Situationen wird oft auf den Trainer geschossen. Das ist für mich unverständlich. Ich verfolge seine Arbeit genau mit und habe vollstes Vertrauen. Er hat in den letzten Jahren gezeigt, dass er der richtige Mann ist. Es sind definitiv die Spieler, die sich bewusst werden müssen, dass sie sich zusammenreissen müssen.»

In anderen Clubs sei man sich dessen mehr bewusst. «Genf stand letztes Jahr im Final und hat nun fast gleich viele Punkte wie wir. Aber stellt dort jemand die Arbeit von Chris Mc Sorley in Frage?»

Dass das Lob für Pelletier nicht nur Lippenbekenntnisse sind, stellt Haymoz mit einem unmissverständlichen Zeichen klar. Der Vertrag mit Pelletier, der erst am Ende der nächsten Saison ausläuft, wird frühzeitig bis 2013 verlängert. «Das ist eine beschlossene Sache und wird in den nächsten Tagen offiziell werden.»

Nicht mehr schöngeredet werden die Leistungen mittlerweile auch von den Spielern.

«Allerletzter Zeitpunkt»

«Wir haben vieles zu beweisen. Der ?Esprit Gottéron?, der uns in den letzten Jahren immer stark gemacht hat, fehlte zuletzt», sagt etwa Michael Ngoy. Diese Woche stand deshalb Teambuilding auf dem Programm. Am Montag hat die Mannschaft bei einem Bowling-Ausflug mit anschliessendem Essen versucht, den Teamgeist zu fördern.

Mit Schlusslicht Rapperswil gastiert heute womöglich genau der richtige Gegner im St. Leonhard. «Es ist eine gute Möglichkeit, den Tritt wieder zu finden. Denn es ist jetzt wirklich der allerletzte Zeitpunkt gekommen, um für die Playoffs Fahrt aufzunehmen. Natürlich haben wir in den letzten Jahren in den Playoffs oft kleine Wunder vollbracht. Aber da war immer ein guter Teamgeist da, weil wir mit positiven Gefühlen in die Playoffs starteten. Dieses Jahr droht das anders zu werden», so Michael Ngoy.

Comeback von Aubin

Ausreden gibt es für Gottéron jedenfalls keine mehr. Pelletier kann heute auf sein gesamtes Kader zurückgreifen. Einzig Witali Lachmatow ist noch leicht angeschlagen, trainierte aber gestern ebenfalls normal mit. Wiedergenesen von seiner Rückenverletzung ist Serge Aubin. «Ich bin physisch bereit und habe überhaupt keine Schmerzen mehr», bestätigt der Kanadier strahlend. Mit Aubin könnte wieder mehr Winnerspirit ins Team zurückkehren. So zumindest lässt es sein Motto vermuten, das er für seine Rückkehr ausgibt: «Play simple and play to win.»

Wer als überzähliger Ausländer auf die Tribüne muss, ist noch unklar. Die grössten Chancen auf die Wolldecke dürften Mark Mowers und Jonathan Sim haben.

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