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Vermisster Musiker Gregor Camenzind ist tot aufgefunden worden

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Autor: Irmgard Lehmann

Freiburg Gregor Camenzind war kein Mann der lauten Worte, kein Mann der langen Reden. Gregor Camenzind konnte zuhören, aufmerksam, ohne den Blick von seinem Gegenüber abzuwenden, immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Ein feinfühliger Mensch; und so war auch sein Spiel, zurückhaltend, sanft, klar, ausdrucksvoll.

Und wenn der Pianist auf der Bühne die Anerkennung des Publikums entgegennehmen sollte, dann war ihm das eher unangenehm. Das war nicht seine Sache. Viel lieber gab er sich am Flügel – in sich versunken – seinem Spiel hin.

Sensibel

Gregor Camenzind war ein sensibler Mensch. Allzu sensibel vielleicht, um musikalisch auch den grossen Durchbruch zu schaffen. Verdient hätte er es. Er war ein begnadeter Musiker: Am Konservatorium Freiburg erlangte er das Lehrdiplom und in Genf das Virtuositätsdiplom. Er war einer der wenigen aus der Berufsklasse von Céline Volet, der beim renommierten Professor Harry Datyner am Konsi Genf studieren konnte. Ein Stipendium führte Camenzind später nach Budapest, wo er auch seine Frau, die kanadische Pianistin Judith Martens kennenlernte.

Vielseitig

Seit rund 30 Jahren unterrichtete Camenzind – er ist in Freiburg zusammen mit vier Geschwistern aufgewachsen – am Konservatorium Freiburg fortgeschrittene Studierende.

Gregor Camenzind begleitete an der Hochschule für Musik aber auch Violinklassen, trat als Solist mit Orchestern und Chören auf, wirkte als Korepetitor (u. a. CantaSense), musizierte im Duett, vorab mit der Sopranistin Haida Housseini oder mit dem Dichter und Organisten Erwin Messmer (Poesie und Musik). «Gregor war für mich eine Lichtgestalt, bescheiden und kompetent. Ein liebenswürdiger, offener, intelligenter und humorvoller Mensch. Ich habe mit ihm nicht nur geredet, sondern auch viel gelacht», sagt Erwin Messmer zum Tod seines besten Freundes.

Verheerend

Musizieren ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, eine Leidenschaft, die mitunter ein unvergleichliches Glücksgefühl hervorrufen kann. Aber was, wenn das Lebenselixier nicht mehr ist? Wenn eine heimtückische Krankheit einem einen Strich durch das Leben macht? Der Tinnitus (Geräusche im Ohr) einem die Musik einfach wegnimmt?

Vor einigen Monaten wurde Gregor Camenzind von der anscheinend unheilbaren Krankheit befallen. Ein Schicksalsschlag, der für einen Musiker nicht härter sein könnte. Seit Anfang März galt er als vermisst. Wie die Kantonspolizei nun mitteilte, ist Gregor Camenzind am Sonntag im Schiffenensee – auf Gemeindegebiet Düdingen – tot aufgefunden worden. Die Einwirkung von Drittpersonen könne ausgeschlossen werden, heisst es in der Medienmitteilung.

Gregor Camenzind hinterlässt seine Frau und zwei Kinder – einen Sohn und eine Tochter im Alter von 16 bzw. 13 Jahren. Die Familie wohnt in Freiburg.

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