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Vermögen geht in eine Stiftung über

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Vermögen geht in eine Stiftung über

Schulkreis der Freien öffentlichen Schule Beniwil

Der Freie öffentliche Schulkreis Bennewil bei Alterswil wird in eine Stiftung umgewandelt. Zweck der Stiftung ist die Erhaltung der Schulanlagen in Beniwil und der Liegenschaft Hubel.

Von ANTON JUNGO

Der Entscheid, den Freien öffentlichen Schulkreis Bennewil in eine Stiftung überzuführen, ist am Freitagabend einstimmig gefallen. Gemäss Hanspeter Roth haben 77 Personen (davon 66 stimmberechtigte) an der Schulkreisversammlung teilgenommen. Der Schulkreis umfasst Teile der Gemeinden Alterswil, St. Antoni, Tafers und St. Ursen.

Laut Urkunde verfolgt die Stiftung den Zweck, die bestehenden Schulanlagen in Bennewil (heutige Schreibweise Beniwil) sowie die Liegenschaften Hubel zu erhalten. Die Stiftung stellt die Schulanlagen für Bildungs- und kulturelle Zwecke sowie für Familienanlässe und Feiern zur Verfügung.

Die Alternative zur Gründung einer Stiftung wäre gewesen, das Vermögen des Schulkreises der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde St. Antoni zu übertragen. Falls die Stiftung einmal aufgelöst werden sollte, gehen die verbleibenden Vermögenswerte an die erwähnte Kirchgemeinde oder an einen dieser nahe stehenden Verein über. So ist es in der Stiftungsurkunde festgeschrieben.

Zurzeit verfügt die Stiftung über ein Vermögen (Liegenschaften und flüssige Mittel) von rund 432 000 Franken. Ausser der Liegenschaft in Ober-Beniwil mit der Schulanlage sind auch Grundstücke im Hubel und im Spittelholz im Besitz der Stiftung. Die gesamte Fäche an Wald-, Wies- und Ackerland umfasst rund 37 000 m2.

Dem Stiftungsrat gehören elf Mitglieder an: drei Personen aus dem Männerchor Beniwil, zwei aus dem Frauenverein, drei aus dem ehemaligen Schulkreis, zwei auf Vorschlag der Kirchgemeinde St. Antoni sowie eine auf Vorschlag der Gemeinde Alterswil. Dem fünfköpfigen Ausschuss gehören Fredy Aegerter als Präsident, Samuel Moser als Sekretär sowie Hanspeter Roth als Kassier an.

Die Überführung des Schulkreises in eine Stiftung erfolgte auf Grund des kantonalen Gesetzes vom 8. Mai 2003 über die Freien öffentlichen Schulen. Das Gesetz schreibt vor, dass Schulkreise, die keine tatsächliche Schultätigkeit mehr ausführen, bis Ende 2005 aufgelöst oder in eine Stiftung umgewandelt werden müssen.

Erster Lehrer: Bundesrat Blochers Grossvater

Bevor die Schulgemeinde zur Gründung der Stiftung schritt, hielt Präsident Fredy Aegerter kurz Rückschau auf die 157-jährige Geschichte des Schulkreises Beniwil. Kein geringerer als Johann Georges Blocher, der Grossvater des heutigen Bundesrates, war der erste Lehrer der am 30. November 1848 eröffneten Schule auf dem Hubel, leicht oberhalb des heutigen Schulhauses in Beniwil.

Die Freie öffentliche Schule Beniwil war die vierte von insgesamt neun Schulen, die reformierte Zuzüger im Verlauf des 19. Jh. im Sensebezirk gründeten. Die Anregung für die Gründung einer Schule in der Gegend von Alterswil war von Pfarrer Dubuis in Freiburg ausgegangen. Er hatte festgestellt, dass die Unterweisungskinder aus der Gegend praktisch über keine Schulkenntnisse verfügten. Die eigentliche Gründung der Schule erfolgte am 2. Juli 1848 in der Zbindensäge bei Alterswil. Vorgesehen war eigentlich in einem Bauernhaus im Säget eine Schulstube einzurichten.

Gleichzeitig mit der Ankunft des ersten Lehrers, Johann Georges Blocher, konnte am 11. September auf dem Hubel eine kleine Liegenschaft erworben werden. Nach den notwendigen Umbauarbeiten konnte die Schule am 26. November eingeweiht und am 30. November der Schulbetrieb aufgenommen werden. Bereits am ersten Schultag besuchten 42 Kinder die Schule.
1918 bewarb sich Alfred Mäder um die Stelle als Lehrer. Während seines Praktikums auf dem Hubel hatte er die Tochter seines Vorgängers und späteren Schwiegervaters, Christian Forster, kennen gelernt. Er übte seine Tätigkeit bis zu seiner Pensionierung 1965 aus. Er unterrichtete zeitweilig zwischen 70 und 80 Schüler und bewirtschaftete zur Aufbesserung seines Gehalts daneben bis 1930 noch das kleine Heimwesen. Nach seiner Pensionierung wurde er noch in den Gemeinderat von Alterswil gewählt.
1942 wurde das Schulhaus auf dem Hubel erweitert, um die Schule in eine Unter- und eine Oberstufe aufteilen zu können. Damals trat Lydia Zwahlen in den Schuldienst ein. Sie hielt Alterswil während 23 Jahren die Treue.
1954 beschloss die Schulgemeinde, ein neues Schulhaus zu bauen. Sie erwarb dafür eine Landparzelle am heutigen Standort der Schule, in Beniwil. Die Schulhauseinweihung fand am 1. Juli 1960 statt. Die Unterstufe war aber schon im Frühjahr ins neue Schulhaus eingezogen. Die Oberstufe folgte im Herbst, da sich Lehrer Mäder mit dem Umzug schwer tat.

1977 wurde die Schule Beniwil in die Dorfschule in Alterswil integriert. Seit dieser Zeit mietet die Gemeinde Räumlichkeiten im ehemaligen Schulhaus. In den ersten Jahren dienten die Schulzimmer noch dem Schulbetrieb. Heute werden sie von der Spielgruppe und von der Jubla benutzt. ja

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