Unihockey 13.02.2018

Freiburg verspielt den Heimvorteil

Floorball Freiburg mit Goalie Matthias Stern müssen in den Playoff-Viertelfinals zunächst auswärts ran.
Nach einer erfolglosen Doppelrunde mit zwei Niederlagen ist Floorball Freiburg auf den fünften Rang gerutscht. In den Playoff-Viertelfinals gegen Langenthal müssen die Freiburger nun auf den Heimvorteil verzichten.

Zwei Niederlagen prägten das Wochenende von Floorball Freiburg. Am Samstag unterlagen die Saanestädter in Bellinzona Ticino Unihockey mit 5:6 und am Sonntag in der Heilig-Kreuz-Halle dem Tabellenersten Unihockey Basel Regio gleich mit 5:12.

Gegen Ticino Unihockey wäre ein Sieg zumindest auf Papier gut möglich gewesen. Mit 20 Punkten lagen die Tessiner am Samstag weit hinter den Freiburgern, die da noch den vierten Tabellenrang besetzten. So sah es in Bellinzona auch lange nach einem Sieg für Freiburg aus. In der 6. Minute schoss Captain Olivier Müller das erste Tor, in der 17. Minute doppelte Michele Weibel nach. Im zweiten Drittel übernahmen die Tessiner zwar kurzzeitig die Führung, doch Freiburg ging schon nach rund fünf Minuten wieder in Front, die sie bis in die 57. Minute halten konnten. Dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag: Zwei fatale Tore innerhalb von knapp 40 Sekunden (58.) brachten die Tessiner wieder nach vorne und schliesslich mit 6:5 den knappen Sieg.

Basels Kaltblütigkeit

Auch Basel Regio hatte kein Erbarmen mit Freiburg. Die mit dem Aufstieg in die NLA liebäugelnden Basler zeigten am Sonntag in der Heilig-Kreuz-Halle eindrücklich, dass sie nicht umsonst den Platz an der Tabellenspitze besetzen. Mit 166 Toren in 21 Spielen, davon nur zwei Niederlagen, weist die Mannschaft eine der besten Offensiven der Liga aus. Dass Nationalspieler Patrick Mendelin seit Ende 2017 ausschliesslich bei Basel spielt, machte es den Freiburgern in der Defensive nicht einfacher.

Dabei schlugen sie sich vor allem im ersten Drittel gut. In der 3. Minute überrannten die Basler zwar die Freiburger Verteidigung, in der 8. Minute gelang Daniel Kaeser jedoch der Ausgleich. Das liess die Gastmannschaft nicht auf sich sitzen, und sie schoss nur einige Sekunden später das 2:1. In der 23. Minute erzielte Olivier Müller das 2:2, das Basel wiederum nur einige Sekunden später mit einem schnellen Gegentor konterte. Bis in die 30. Minute hielt die Freiburger Verteidigung den Angriffen der Basler stand. Dann ermöglichte ein Fehlpass vor dem eigenen Tor seitens Freiburg den Gästen das 4:2. Kurz darauf schoss Mendelin Basel durch eine winzige Lücke in der Verteidigung zum 5:2. Auch die Heimmannschaft zeigte sich gefährlich im Angriff und liess mit dem 3:5 in derselben Minute einen Hoffnungsschimmer aufblitzen. Allerdings erhöhte Basel schnell, zuerst auf 3:6 und im letzten Drittel bis auf 3:8. Zwar gelangen den Freiburgen noch zwei weitere Treffer, doch gegen die Basler Kaltblütigkeit und Präzision im Abschluss konnten sie nichts mehr ausrichten.

Nun gegen Langenthal

Mit 5:12 fiel das Resultat schliesslich hoch aus. Dennoch zeigten die Saanestädter, dass sie zumindest mit dem schnellen Spiel der Basler mithalten konnten. Mehr individuelle Fehler und fehlende Präzision in den Abschlüssen machten schliesslich den Unterschied aus. Trainer Richard Kaeser zeigt sich trotz der Niederlage zufrieden: «Uns war die Energie extrem wichtig. Dass die Spieler 60 Minuten lang Gas geben – was sie auch getan haben.» Dass Freiburg damit nun auf den fünften Platz gerutscht ist und so den Heimvorteil in den Playoff-Viertelfinals (best of 5) gegen Langenthal verloren hat, ist für ihn nicht allzu schwerwiegend. «Das ist natürlich schade, aber ändert schliesslich nicht viel.» Am Samstag steht in Langenthal das erste Spiel an. «Wir werden so spielen, wie heute am Anfang.» Das heisst: hochtourig und schnell.

Telegramme

Freiburg - Basel Regio 5:12 (1:2, 2:4, 2:6)

275 Zuschauer. Tore: 3. T. Kasenurm (P. Krähenbühl) 0:1. 8. D. Kaeser (B. Aersch­mann) 1:1. 8. A. Richard (R. Hasler) 1:2. 23. O. Müller (J. Stirnimann) 2:2. 23. T. Kasenurm (M. Sutter) 2:3. 30. M. Sutter (T. Kasenurm) 2:4. 30. P. Mendelin (M. Reist) 2:5. 30. I. Streit (J. Brodard) 3:5. 36. P. Mendelin (A. Richard) 3:6. 42. D. Kramer (J. Marti) 3:7. 47. M. Sutter (C. Mendelin) 3:8. 48. M. Weibel (T. Meyer) 4:8. 51. N. Schwob (C. Mendelin) 4:9. 54. A. Richard (R. Hasler) 4:10. 56. D. Kramer (P. Mendelin) 4:11. 57. J. Brodard (I. Streit) 5:11. 60. C. Mendelin (P. Mendelin) 5:12.

Strafen: 2-mal 2 Min. gegen Freiburg, 4-mal 2 Min. gegen Basel.

Ticino Unihockey - Freiburg 6:5 (0:2, 3:2, 3:1)

Bellinzona. 150 Zuschauer. Tore: 6. O. Müller (T. Travanti) 0:1. 17. M. Weibel (J. Brodard) 0:2. 22. M. Vapaniemi (M. Karlsson) 1:2. 24. I. Schneeberger (M. Vapaniemi) 2:2. 30. I. Schneeberger (A. Thurén) 3:2. 36. J. Brodard (M. Weibel) 3:3. 37. V. Vonlanthen (B. Aerschmann) 3:4. 48. D. Zufferey (V. Vonlanthen) 3:5. 51. M. Karlsson (I. Schneeberger) 4:5. 58. I. Schneeberger (M. Karlsson) 5:5. 58. M. Karlsson (I. Schneeberger) 6:5.

Strafen: 4-mal 2 Min. plus 1-mal 5 Min. gegen Ticino Unihockey, 4-mal 2 Min gegen Freiburg.

Männer. NLB. Schlussrangliste (alle 22 Spiele): 1. Basel Regio 59. 2. Thurgau 48. 3. Astra Sarnen 46. 4. Langenthal Aarwangen 40. 5. Freiburg 38. 6. Gordola 31. 7. Sarganserland 30. 8. Davos-Klosters 29. 9. Grünenmatt 25. 10. Ticino Unihockey 23. 11. March-Höfe 16. 12. Pfannenstiel Egg 11.

Playoff-Viertelfinals (best of 5): Basel Regio - Davos-Klosters. Thurgau - Sarganserland. Sarnen - Gordola. Langenthal - Freiburg.