Unihockey 03.12.2019

Furioses Startdrittel ebnet Weg zum Sieg

Floorball Freiburg hat sich in der NLB gegen das unter dem Strich klassierte Altendorf mit 9:7 durchgesetzt. Trotz komfortabler 5:1-Führung mussten sich die Freiburger am Ende noch einer heissen Schlussphase stellen.

Nachdem Floorball Freiburg letzten Sonntag gegen Schlusslicht Sarganserland im letzten Abschnitt für die Zäsur sorgen konnte, wurden diesmal die Weichen für den Vollerfolg bereits im ersten Drittel gestellt. March-Höfe Altendorf hielt die ersten zehn Minuten eigentlich gut mit, verlor dann aber plötzlich den Faden. Ein Doppelschlag innert 81 Sekunden zum 2:1 und 3:1 hatte den Gästen aus dem Kanton Schwyz arg zugesetzt. Arnaud Perroulaz im Nachschuss und Mat­thias Zürcher nach einem Direktschuss legten bis zur ersten Sirene noch zwei weitere Treffer obendrauf. Das mustergültige Zuspiel vor dem 5:1 lieferte übrigens Rückkehrer Ivan Streit, der nach einer Auszeit zum ersten Mal in dieser Saison im Lineup fungierte. «Wir waren am Anfang nicht auf der Höhe und zu wenig präsent in der eigenen Zone. So haben wir uns die von Freiburg zum Teil schön herausgespielten Tore eingefangen», bilanzierte Altendorfs Trainerassistent Dominik Keller, der sein Team ohne den krankgeschriebenen Headcoach Enrique Gomez orchestrieren musste. Diese angehäufte Hypothek wog für den Tabellendrittletzten trotz beherzter Aufholjagd am Ende doch zu schwer.

«Eine Freiburger Krankheit»

«Heute hat man die Nervosität der letzten Woche nicht mehr gespürt. Wir haben von Anfang an unser Spiel gemacht, schnell gespielt und über ein gutes Defensivsystem den Gegner zu Fehlern gezwungen», erklärte Basil Aersch­mann die entschlossenen ersten zwanzig Minuten seiner Mannschaft. «Man darf aber nicht vergessen, dass auch Altendorf ein paar Chancen hatte. Stefan Krattinger hat uns vor zwei, drei Gegentoren bewahrt.» Trotz der 4-Tore-Führung im Rücken sollte es für die junge Freiburger Equipe jedoch kein nervenschonender Sieg werden. Altendorf blieb hartnäckig auf Schlagdistanz und kam rund eine Minute vor Schluss bis auf ein Tor heran. Das Team von Stefan Hayoz musste schmerzlich erfahren, dass selbst der kleinste Hauch von Passivität in der Nationalliga B von nahezu jedem Gegner bestraft wird. «Es ist seit Jahren eine Freiburger Krankheit, dass man das eigene Spiel nicht durchziehen und verwalten kann», kommentiert Basil Aerschmann. «Gerade die jungen Spieler zahlen in solchen Situationen Lehrgeld.» Schon in Davos und Sargans kam man nach vielversprechenden Vorsprüngen noch ins Zittern. Die Einheimischen überstanden die finalen Schwyzer Angriffswellen allerdings schadlos und durften gegen den NLB-Lieblingsgegner im saisonübergreifend sechsten Duell den sechsten Sieg feiern. Für die Red Devils aus Altendorf war es derweil die siebte Pleite aus den letzten acht Ligabegegnungen. Dennoch zeigt die Formkurve der Keller-Truppe zuletzt leichte Aufwärtstendenz: «Die Moral hat wie schon beim Sieg von letzter Woche gegen Gordola gestimmt. Aus diesen beiden Partien können wir viel Positives mitnehmen.»

Besuch aus dem Tessin

Floorball Freiburg bekommt es in der nächsten Woche mit Ticino Unihockey zu tun. Die Tessiner, die ihre Heimspiele in Bellinzona austragen, befinden sich mitten im Strichgetümmel und sind daher auf jeden Zähler angewiesen. Ein besonderes Augenmerk müssen die Freiburger am Samstag auf die brandgefährlichen Importspieler Tatu Kiipeli (FIN) und Andrè Landin (SWE) richten.

Telegramm

Freiburg - Altendorf 9:7 (5:1, 2:3, 2:3)

Heilig-Kreuz-Halle. 174 Zuschauer. SR: Studer/Ziörjen. Tore: 4. B. Aerschmann (Müller) 1:0. 7. van Welie (Studer) 1:1. 11. B.  Aerschmann 2:1. 12. Brodard (Müller) 3:1. 16. A. Perroulaz (T. Zürcher) 4:1. 19. M. Zürcher (Streit) 5:1. 23. Meier (Zwicker) 5:2. 32. van Welie (Soini) 5:3. 38. T. Zürcher 6:3. 40. Studer (Holdener) 6:4. 40. Müller 7:4. 42. Meier (Fässler) 7:5. 47. Streit (Wolfer) 8:5. 55. Bisig (Piittisjärvi) 8:6. 59. van Welie (Suter) 8:7. 60. A. Perroulaz 9:7 (ins leere Tor). Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Freiburg, 2-mal 2 Minuten gegen Altendorf.

Floorball Freiburg: Krattinger; B. Aerschmann, Wolfer; Weibel, Barbey; Lommano; Brodard, Müller, Ducommun; A. Perroulaz, E. Aerschmann, T. Zürcher; Streit, M. Zürcher, Charrière; Ruffieux.

Männer. NLB. Rangliste (alle 14 Spiele): 1. Basel Regio 36. 2. Kloten-Dietlikon 35. 3. Floorball Thurgau 30. 4. Floorball Freiburg 27. 5. UH Gordola 25. 6. Davos-Klosters 20. 7. Langenthal Aarwangen 18 (-6). 8. UHT Eggiwil 18 (-10). 9. Ticino Unihockey 17. 10. March-Höfe Altendorf 13. 11. Grünenmatt 10. 12. Sarganserland 3.