09.05.2020

Macht und Ohnmacht im Kampf gegen das Doping

Matthias Kamber war bis zu seinem Abgang im Jahr 2018 jahrelang das prägende Gesicht von Antidoping Schweiz im Kampf gegen Doping.
Matthias Kamber stand 30 Jahre lang im Dienst von Antidoping Schweiz. Jetzt hat er ein Buch mit dem Titel «Der vergiftete Sport» herausgegeben. Darin beschreibt Kamber, wann auch er an seine Grenzen stiess und was sich im Kampf gegen das Doping noch verbessern muss. Im Gespräch mit den FN lässt Kamber seine Arbeit im Dienst des Sports Revue passieren.

Matthias Kamber, zusammen mit Benjamin Steffen haben Sie ein Buch mit dem Titel «Der vergiftete Sport» verfasst. Beschreiben Sie damit den Ist-Zustand im Sport?

Der Titel ist natürlich ein Eye Catcher. In den vergangenen 30  Jahren ist in der Dopingbekämpfung aber enorm viel gelaufen. Das zeigt auch das Buch auf. In einem ersten Teil gehen wir anhand von neun Dopingfällen darauf ein, wie der Sport lange nicht agiert, sondern auf Druck von Skandalen, Polizeieinsätzen – wie an der Tour de France – oder aber investigativem Journalismus nur reagiert hat, um Verbesserungen einzuführen. In der Schweiz hat der Fall Sandra Gasser 1988 sehr viel ausgelöst. Dem Schutz der Athletinnen und Athleten wurde mehr Gewicht verliehen und das Kontrollmaterial wurde besser, zum Beispiel dank dem Bereg-Kit, einem Test, der von der Schweizer Firma Berlinger entwickelt wurde.

Trotzdem wurde die Stiftung Antidoping Schweiz mit Ihnen als Direktor erst 2008 gegründet …

Ja, es war ein langer Weg. Ich hatte bereits vier, fünf Jahre früher erklärt, dass wir in der Schweiz eine solche Institution brauchen und die Kräfte bündeln müssen. Andere Länder wie Deutschland oder Norwegen waren schon länger so aufgestellt. Zudem wurden wir nie mit den finanziellen Mitteln ausgerüstet, die wir dafür berechnet hatten. Schon 2004 gingen wir von einem Budget von 5 Millionen Franken aus. Als wir 2008 starteten, hatten wir 3,5 Millionen Franken zur Verfügung. Und auch heute sind es noch nicht 5 Millionen Franken. Im zweiten Teil des Buchs sprechen wir mit sieben Persönlichkeiten, die in ihrem Gebiet viel bewirkten – unter anderem mit dem deutschen Investigativjournalisten und Dopingexperten Hajo Seppelt. Dabei kommen die zu knappen finanziellen Mittel mehrfach zur Sprache.

Länder und Sportverbände sprechen noch immer zu wenig Geld für die Dopingbekämpfung. Gibt es Ansätze, das zu ändern?

Ein gutes Beispiel dafür ist die Leichtathletik. Der internationale Verband unter der Führung von Präsident Sebastian Coe hat im letzten Juni ein System eingeführt, in dem Dopingkontrollen von allen an den grossen Strassenläufen Beteiligten finanziert werden – von Veranstaltern, Sponsoren, Managern und Athleten. Dieses System ist total unabhängig vom Verband. So fliessen mehrere Millionen in den Pool, und die Anzahl der Kontrollen kann erhöht werden.

Sie schlagen in Ihrem Buch Lösungen zur Verbesserung der Dopingbekämpfung vor. Welche?

Erstens müsste es in der Dopingbekämpfung wieder weniger Bürokratie, dafür mehr Innovation geben. Zweitens müssten weltweit mehr finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Das Modell der Leichtathletik ist dabei eine Möglichkeit, eine andere ist: Für die Übertragungsrechte im Sport werden enorme Summen bezahlt. Würde nur ein kleiner Prozentsatz dieser Gelder in einen weltweiten Antidoping-Fonds fliessen, könnten die Forschung unterstützt und Projekte in Ländern lanciert werden, die bisher gar nichts gegen das Doping machen. Und drittens müssten die Athletinnen und Athleten mehr Verantwortung übernehmen, als sie es bisher taten, zumal sie mehr Macht haben, als sie glauben.

Die Sportler positionieren sich im Kampf gegen das Doping also zu wenig stark?

Das ist natürlich nicht so einfach. Ein Athlet steht vielleicht zehn Jahre an der Spitze und muss sich um vieles kümmern, gerade im Amateurbereich. Da hat dieses Thema kaum Priorität. Dennoch ist die Vertretung der Sportler in ihren jeweiligen Verbänden schlecht. Oft ist es nicht mehr als eine Alibiübung. Es bräuchte mehr Vereine wie Athleten Deutschland (ein Verein, der die Interessen von Athleten unabhängig vom Deutschen Olympischen Sportbund vertritt – Red.), die die Interessen der Athleten in einer Art von Gewerkschaft wahrnehmen. Vor zwei, drei Jahren startete etwa auch die internationale Athletenvereinigung Global Athlete, die als Sprachrohr für die Sportler dient. Im Schwimmsport beispielsweise konnte mit diesem Modell enormer Druck auf den internationalen Schwimmverband ausgeübt werden. Das ist eine immer stärkere Bewegung, die Mut macht. Wenn sich Athleten vermehrt in derartigen Organisationen zusammenschliessen und sich gemeinsam gegen das Doping aussprechen, gibt es Gruppendruck. Im Radsport der 1990er-Jahre warst du ohne Doping nicht Teil der Gruppe. Das muss genau andersrum sein. Die Athleten müssen sich über solche Organisationen nach aussen hin positionieren und so Veränderungen bewirken. Eine Möglichkeit wäre, dass die Verbände diejenigen Sportler finanziell stärker unterstützen, die Teil solcher Organisationen sind, ­also eine Art Anreizsystem schaffen.

Kritisch beurteilen Sie hingegen die Arbeit der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), etwa wenn es um den Umgang mit dem russischen Dopingskandal geht. Das Vertrauen der nationalen Verbände in die Wada sei deshalb am Boden, haben sie einmal gesagt. Weshalb?

Als die Wada vor 20 Jahren gegründet wurde, habe ich das sehr begrüsst. Seit einigen Jahren operiert die Wada mit grösseren finanziellen Mitteln. Sie investiert das Geld jedoch vor allem in mehr Personal und Administration. Die Bestimmungen von 2004 enthielten einen Code und vier internationale Standards. Der neue Code umfasst rund 48 000 Wörter, dazu kommen neun internationale Standards. Zum Vergleich: Die Schweizer Verfassung hat nur 28 000 Wörter. Solche Regeln sind fast nicht mehr umsetzbar. Und ob sie eingehalten werden, müsste mittels einer unabhängigen Stelle kontrolliert werden. Im Moment ist es jedoch so, dass die Wada die Regeln erstellt, sie selber überprüft und Verstösse sanktioniert. Das entspricht nicht der Philosophie der Gewaltentrennung. Auch in Sachen Innovation lässt sie nur wenig zu. Antidoping Schweiz und die USA haben 2013 die papierlose Kontrolle eingeführt. Das war ein grosser Fortschritt. Die Wada erlaubt aber bis heute nicht, dass die Daten elektronisch übermittelt werden. Auch im 21.  Jahrhundert muss weiter alles «eingetöggelt» werden. Ein solches Machtgehabe schadet dem Sport.

Was stört Sie weiter im Umgang der Wada mit dem russischen Staatsdoping?

Dass sie nicht unabhängig und dezidiert genug reagiert hat. So ging das Vertrauen der Athleten verloren. Als Folge des Russland-Skandals wurden nur neue Reglemente erstellt, aber je detaillierter diese sind, desto mehr Angriffspunkte für Juristen sind vorhanden. Ich war immer für ein einfaches Regelwerk und schnelle Verfahren, die mit Augenmass angewendet werden.

Sie haben in der Dopingbekämpfung viel erreicht. Wo stiessen Sie an Grenzen?

Bei uns standen stets die Athleten und die Prävention im Vordergrund. Die Sportler müssen die Verfahren strikt einhalten. Es wird sehr viel von ihnen verlangt. Und dann kommt ein Staat wie Russland, der seine gedopten Athleten schützt. Das bringt uns in Erklärungsnot. Da bin ich extrem an meine Grenzen gestossen, so wie viele im Sport. Auch Funktionäre sagten, die Russen machten sowieso, was sie wollten. Bei Antidoping Schweiz wurde zehn Jahre hart gearbeitet, und dann wird auf einmal alles in seinen Grundfesten erschüttert.

Derweil es in Russland flächendeckendes Doping gibt, zeigt die Statistik der letzten Jahre in der Schweiz zwischen 10 und 20 überführte Sportler. Wie sauber ist der Sport hierzulande?

Aufgrund meiner 30-jährigen Erfahrung kann ich sagen, dass der Sport in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern relativ sauber ist. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass auch wir gewisse Doping-Netzwerke haben, wie beispielsweise die «Operation Aderlass» in Österreich gezeigt hat. Die betraf nicht unbedingt die Top-Athleten. Im Gegensatz zu Österreich ist bei uns die Zusammenarbeit mit dem Staat zu gering. Wenn ich sehe, wie sich die Kollegen mit der Polizei, die Verdächtige abgehört und vorgeladen hat, austauschen konnten, dann sind bei uns die Möglichkeiten eher beschränkt. Es ist schwierig, so an die Hintermänner wie die Ärzte, die Trainer oder die Physiotherapeuten zu kommen. Es ist letztlich immer ein Umfeld, das zum Doping führt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Fall Ben Johnson. Alle wussten davon, auch der kanadische Verband. Der Schaden war am Ende so gross, weil die Ärzte und Trainer nicht schon vorher aus dem Verkehr gezogen worden waren.

2019 wurden in der Schweiz gut 3000 Dopingkontrollen gemacht, Tendenz sinkend. Reicht das?

Die Kontrolldichte ist ungenügend, zumal es zu bedenken gilt, dass im Fussball rund 120 und im Eishockey 150 Tests gemacht wurden. Dass es nicht mehr sind, liegt einmal mehr am Geld. Drei Viertel der Finanzen von Antidoping Schweiz fliessen in die Kontrollen und nur wenig in die Prävention und die Forschung. Es gibt neue Möglichkeiten für Kontrollen, etwa über die kapillare Blutabnahme oder die Atemluft: Das geht schneller, aber dabei ist noch nicht alles nachweisbar. Solche neuen Methoden müssen gefördert werden. Dafür braucht es nicht nur Fachleute, sondern auch Geld. Die Dopingbekämpfung ist nach wie vor unterfinanziert. Die Schweiz hat viele Sportfunktionäre, die weltweit eine führende Rolle übernehmen, viele internationale Sportverbände haben ihren Sitz in der Schweiz. Deshalb könnte die Schweiz auch in der Dopingbekämpfung eine Pionierfunktion übernehmen und Modellcharakter aufweisen. Das ist heute aber zu wenig der Fall.

Hand aufs Herz: Wird ganz generell genug im Kampf gegen das Doping gemacht?

Es wäre mehr möglich. Noch sind die Differenzen zwischen den Ländern zu gross. Mit einer globalen Finanzierung in Form eines Fonds könnten Länder mit weniger Möglichkeiten besser gefördert werden. Heute ist vieles so bürokratisch, dass sogar wir in der Schweiz Probleme haben, alle Auflagen zu erfüllen. Und wie bereits erwähnt, wäre eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Staat und Privaten wünschenswert. Die «Operation Aderlass» war erfolgreich, weil in Österreich der Sportbetrug genau gleich bestraft wird wie Delikte in der Wirtschaft, sobald ein Athlet Geld verdient. Es wird kein Unterschied gemacht, ob ein Sportler oder ein Banker betrügt. In der Schweiz gibt es keine solchen Gesetze.

Sie nennen im Buch Sportler wie Radprofi Oscar Camenzind oder die bereits angesprochene Sandra Gasser. Nehmen Sie solche Erfolge mit Genugtuung zur Kenntnis?

Ein aufgedeckter Dopingfall war für mich nie ein persönlicher Triumph. Im Buch geht es auch ganz stark um Macht und Ohnmacht. Sicherlich bedeutet es eine gewisse Macht, Sportler testen zu können, gleichzeitig herrscht auch eine Ohnmacht, weil man nicht alles machen kann, was man möchte. Wird ein Athlet überführt, ist das der Beleg dafür, dass das System funktioniert. Wir beschreiben auch einen Fall, bei dem jemand ungerechtfertigt beschuldigt wurde. Diesem Sportler konnte mithilfe der Wissenschaft geholfen werden. Der Schutz der sauberen Athleten ist schlussendlich viel wichtiger, als möglichst viele Fälle aufzudecken.

Werden Dopingvergehen hart genug bestraft?

Auf sportlicher Ebene ist das Strafmass von der Wada vorgegeben. Wenn einer Anabolika zu sich nimmt, wird er für vier Jahre oder je nachdem sogar für acht Jahre gesperrt. Leichtere Vergehen werden mit einer Sperre von zwei Jahren belegt. In manchen Sportarten dauert eine Karriere zehn Jahre, da kann eine Sperre von vier Jahren das Ende bedeuten. Ich bin mit dem Strafmass einverstanden. Es gibt eine gewisse Flexibilität. Lance Armstrong etwa, der ja systematisch gedopt hat, wurde lebenslänglich gesperrt. Es gibt aber eine zweite Ebene aus der Sicht des Staats, den Sportbetrug. Der Sport selber kann nur den Athleten bestrafen, nicht aber die Hinterleute. Oscar Camenzind zum Beispiel wurde damals als Zeuge einvernommen, es gab keine gesetzliche Grundlage, ihn als Angeklagten zu vernehmen. Er hat aber nicht ausgesagt und so andere geschützt. Das war sehr stossend für mich.

Im Zusammenhang mit Doping denkt man primär an die Spitzensportler. Wie weit ist Doping im Amateur- und Breitensport verankert?

Dieser Bereich ist nur sehr schwer zu fassen. Ich erinnere mich diesbezüglich an zwei wissenschaftliche Projekte. Beim Swiss Alpine Marathon führten wir im Jahr 2000 ein Forschungsprojekt durch, bei dem jeder 15. Teilnehmer mit einem Fragebogen befragt wurde und jeder Dritte davon auf einen Medikamentenmissbrauch hin kontrolliert wurde. Das alles war freiwillig. Dabei wurde festgestellt, dass nicht mehr Schmerzmittel eingesetzt wurden als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Beim GP Bern kontrollierten wir 2013 die 150 besten Läuferinnen und Läufer. Das war eine grosse Sache und sorgte für Aufruhr. Aber auch damals fanden wir kein Doping im Amateurbereich.

Was sagen Sie zur Stammtisch-These, wonach das Doping legalisiert und entkriminalisiert werden sollte?

Wo wird die Grenze gezogen? Es gibt Sportarten, in welchen man bereits mit 14, 15 Jahren zur Spitze gehört. Was ist mit den Körperschäden? Und es gewinnt derjenige, der den besten Chemiker im Hintergrund hat. Der Sport hat sich die Regeln selber gegeben. Also soll er sie auch befolgen. 99 Prozent der Bevölkerung sehen den Sport als wichtiges Element für die Entwicklung der Jugendlichen, sie haben Vertrauen in den Sport.

Zum Schluss eine Frage zur Aktualität. Wegen der Coronavirus-Pandemie finden keine Wettkämpfe statt, und es wird kaum getestet. Ist das die grosse Chance für die Doper?

Natürlich ist es eine Lücke, aber ich denke, dass die Athleten während dieser Krise nicht zuerst an Doping denken, sondern weitertrainieren und schauen, wie sie finanziell über die Runden kommen. Grundsätzlich wäre momentan eine gute Möglichkeit, neue Verfahren bei der Kontrolle zu nutzen. 2011 haben wir damit begonnen, Blutstropfen von Athleten auf ein Spezialpapier zu geben und es getrocknet ins Labor zu senden. Solche Verfahren wären jetzt unter Online-Beaufsichtigung möglich, indem die Athleten über Skype oder Zoom beobachtet Blut abgeben, die Probe versiegeln und dann einschicken. Schummeln kann man dabei aufgrund der Überprüfung der DNA nicht. Dieses Verfahren wurde von der Wada aber leider blockiert. Dabei könnten in einer geringen Menge Blut sehr viele Substanzen nachgewiesen werden. In den USA machen viele Top-Athleten bei derartigen Online-Kontrollen mit. Wer nicht mitmacht, kann dann später umso mehr getestet werden.

«Die Doping- bekämpfung ist nach wie vor unterfinanziert.»

Matthias Kamber

Dopingexperte

Zur Person

Matthias Kamber

Matthias Kamber, 66, war von der Gründung im Jahr 2008 bis 2018 Direktor von Antidoping Schweiz. Zuvor arbeitete Kamber im Bundesamt für Sport und leitete dort den Fachbereich Doping. Er gilt international als renommierter Dopingspezialist. Heute ist der studierte Chemiker in der Unternehmensberatung tätig.

fs
«Ein aufgedeckter Dopingfall war für mich nie ein persönlicher Triumph.»

Matthias Kamber

Dopingexperte

«Der vergiftete Sport»

Ein Buch – geschrieben fast wie ein Krimi

Zusammen mit Benjamin Steffen, Redaktor bei der «Neuen Zürcher Zeitung», gab Matthias Kamber am 18. April ein Buch mit dem Titel «Der vergiftete Sport» heraus. Das Buch gibt einen Einblick in die wichtigsten Etappen der Dopingbekämpfung. Mit verschiedenen Experten aus Journalismus, Analytik und Justiz werden Dopingfälle neu aufgearbeitet, und es wird über Macht und Ohnmacht gesprochen. Das Buch beschreibt den Kampf gegen Doping und die verschiedenen darin involvierten Organisationen. «Im Buch geht es weniger um Anschuldigungen als vielmehr um die Entwicklung in der Dopingbekämpfung», so Kamber. Das Buch sei nicht nur für Spezialisten verfasst worden. «Es ist nicht nur für Sportfans lesenswert, sondern auch für ein breiteres Publikum, weil es fast wie ein Krimi geschrieben ist.»

fs

«Der vergiftete Sport – Siege und Niederlagen im Kampf gegen Doping». – Autoren: Matthias Kamber und Benjmain Steffen. – Herausgeber: Orell Füssli Sachbuch. – Umfang: 224 Seiten. – Veröffentlichung: 18. April 2020.