Badminton 26.06.2019

Schaller/Burkart auf Viertelfinalkurs

Das Badminton-Duo Oliver Schaller/Céline Burkart hat an den Europaspielen in Weissrussland seinen ersten Sieg gefeiert. Nach dem 3-Satz-Erfolg gegen die Tschechen Jakub Bitman/Alzbeta Basova stehen die Freiburger vor dem Viertelfinaleinzug.

Das Freiburger Mixed-Doppel Oliver Schaller/Céline Burkart (BWF  90) hat an den Europaspielen (European Games) in Minsk im zweiten Gruppenspiel grosse Nervenstärke bewiesen. Gegen das tschechische Duo Jakub Bitman/Alzbeta Basova (BWF 75) gewannen der Schmittner und seine Badminton- und Lebenspartnerin, die beide für die Union Tafers-Freiburg spielen, nach verlorenem Startsatz mit 16:21, 21:19, 21:16.

Ein Sieg vom Viertelfinal entfernt

«Es war ein hart umkämpfter Match, bei dem die Führung in den ersten beiden Sätzen immer wieder hin und her wechselte», sagte Oliver Schaller nach dem Sieg erleichtert. «Beide Seiten wussten, dass es um sehr viel ging, und waren entsprechend angespannt. Insgesamt haben wir den Sieg etwas mehr gewollt und sind überzeugter aufgetreten.»

Dank dem Sieg liegen Schaller/Burkart bei den Europaspielen, die im Badminton als Europameisterschaft gewertet werden, wieder auf Viertefinalkurs. Morgen Donnerstag (10.40 Uhr) kommt es im dritten und letzten Gruppenspiel gegen das bulgarische Mixed Alex Vlaar/Mariya Mitsova zum grossen Showdown. Der Sieger der Partie zieht als Gruppenzweiter hinter den topgesetzten und noch ungeschlagenen Engländern Gabrielle Adcock/Chris Adcock in die K.-o.-Runde ein.

«Der Einzug in die Viertelfinals wäre eine riesige Überraschung und ein grosser Erfolg für uns», sagt der 24-jährige Schaller vorausblickend. Man habe noch nie gegen die beiden Bulgaren gespielt, aber man habe sie natürlich ausgiebig studiert. «Sie haben ein sehr unkonventionelles Spiel und stehen in der Abwehr sehr gut. Es ist wichtig, dass wir den Angriff suchen, allerdings müssen wir geduldig sein und dürfen nicht überhastet den Punkt suchen.»

Europaspiele

Zweimal Gold für die Schweizer Delegation

Die Schweizer Delegation hat an den Europaspielen in Weissrussland die ersten Goldmedaillen geholt. Nur wenige Minuten lagen zwischen den Triumphen von Marlen Reusser im Zeitfahren und dem Schützen-Duo Nina Christen/Jan Lochbihler.

Den Anfang beim Goldsegen in Minsk machte die 27-jährige Bernerin Marlen Reusser im Einzelzeitfahren. Sie setzte sich mit einem Vorsprung von 1:15 Minuten überlegen vor der Niederländerin Chantal Blaak, der Weltmeisterin im Strassenrennen von 2017, durch. Dritte wurde Hayley Simmonds aus Grossbritannien.

Nur Minuten nach Reusser doppelten Nina Christen und Jan Lochbihler nach. Für Christen ist es die zweite persönliche Medaille an den Europaspielen. Nach Silber mit dem Luftgewehr über 10 m schaffte es die Nidwaldnerin an der Seite von Lochbihler mit dem Gewehr über 50 m liegend nun ganz nach oben.

In der Qualifikation hatte das Schweizer Duo mit 413,1 Punkten das drittbeste Ergebnis erreicht. Im Halbfinal eliminierten Christen/Lochbihler das weissrussische Duo Maria Martynowa/Juri Scherbazewitsch. Das zweite Schweizer Team mit Petra Lustenberger und Christoph Dürr klassierte sich im guten 6. Rang.sda