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«Verschiedenheit ist unser Reichtum»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Grautöne von Metall, Asphalt und Beton, das Beige der alten Cardinal- Gebäude – bisher dominierten sie das Farbspektrum auf dem Areal der Blue Factory. Nun sind innerhalb einer Woche sämtliche denkbaren Farbtöne dazugekommen. In der Nähe der Einfahrt ziert neu ein acht Meter breites und drei Meter hohes Wandbild die Aussenmauer. Erschaffen haben es junge Menschen aus Eritrea, Somalia, Afghanistan und der Türkei, die erst seit kurzem in Freiburg leben.

Dank lokaler Unterstützung

Federführend beim Projekt war der Freiburger Verein La Red, welcher in der Unterstadt ein Begegnungszentrum betreibt. Unterstützt wurde er dabei durch die Vereine Eirene Suisse, Murales Nicaragua sowie Fribourg Solidaire. Laut den ehrenamtlich tätigen La-Red-Projektkoordinatorinnen Ilena Spinedi und Loise Lambert haben aber auch lokale Unternehmen einen wichtigen Beitrag geleistet: Zum einen habe die Betreibergesellschaft der Blue Factory ihnen einen grossen Wandabschnitt zur freien Verfügung überlassen. Zum anderen seien auch ortsansässige Malergeschäfte zur Stelle gewesen, um die Beteiligten kostenlos mit Farben, Pinseln und anderen Malerutensilien auszustatten. Dies habe es ermöglicht, das Projekt mit einem kleinen Budget von etwas mehr als 2000 Franken zu realisieren.

«Es waren auch andere Standorte für das Wandbild im Gespräch, aber die Blue Factory hat sich rasch als beste Lösung herauskristallisiert», erklärt Spinedi. Die zentrale Lage sei dabei ein grosses Plus. Zudem hätten sich so bereits während der Entstehungsphase seit letzten Montag spontan Passanten eingeklinkt und am riesigen Gemälde mitgearbeitet: «Sie hatten uns vom Trottoir aus beobachtet und gesellten sich neugierig zu uns.»

Die Gruppengrösse und -zusammensetzung habe während den fünf Tagen stark variiert; beim Besuch der FN sind circa 15 Personen vor Ort. Es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Der 18-jährige Said aus Afghanistan lässt über Lautsprecher relaxten französischen Rap laufen: «Die Musik gibt mir Kraft, und sie passt gut zum Malen.» Man duzt sich untereinander und möchte entsprechend auch nur mit Vornamen in der Zeitung stehen.

Der Spezialist für Wandmalerei sitzt derweil etwas abseits und beobachtet das Wirken seiner Schützlinge: Michael Hammond Sambola ist aus Nicaragua angereist, woher auch seine Methode der «Kunst als Vehikel für sozialen Wandel» stammt. In der Schweiz hat er bereits mehrere Projekte betreut, unter anderem mit älteren, psychisch erkrankten Menschen. Von der Entstehungsphase des Freiburger Wandbilds ist Hammond Sambola begeistert: «Ich liebe dieses Projekt. Es zeigt, dass wir alle verschieden sind, aber dennoch gut zusammenarbeiten und etwas kreieren können.»

Mit «Unsere Verschiedenheit ist unser Reichtum» ist das passende Motto in verschiedenen Sprachen aufgemalt worden. Massoumeh, 15  Jahre alt, hat mit ihrem Landsmann Said gerade das schwungvolle Schriftbild der persischen Sprache auf den Beton gepinselt. «Ich bin etwas traurig, dass wir schon fast fertig sind mit Malen, unsere gute Arbeit macht mich aber auch stolz», sagt sie. Gestern Nachmittag wurde das Projekt mit einer Vernissage abgeschlossen.

«Das Projekt zeigt, dass wir alle ­verschieden sind, aber dennoch gut zusammenarbeiten können.»

Michael Hammond Sambola

Künstler aus Nicaragua

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