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Verschwenderische Stadt Freiburg

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Autor: Von JEAN-LUC BRÜLHART

3800 Lampen zählt die Stadt Freiburg im öffentlichen Raum. Sie verursachen jährlich Stromkosten in der Höhe von einer halben Million Franken. Was bisher aber nicht bekannt war und eine Studie des WWF in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (Safe) an den Tag legte: Freiburg ist in Sachen Strassenbeleuchtung die verschwenderischste Kantonshauptstadt der Schweiz. Die Stadt verbraucht dafür bis zu sechs Mal mehr Strom als die sparsamsten Städte. Das Schlusslicht Freiburg verbraucht pro Strassenkilometer und Jahr 45 MWh Strom. Als akzeptablen Höchstwert gibt Safe 12 MWh pro Kilometer und Jahr an.«Wir werden diese Studie zum Anlass nehmen, den Stromverbrauch zu analysieren», sagte der städtische Baudirektor Jean Bourgknecht. Unter den Einsparungen dürften aber die Lichtstärke und damit die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht leiden. Das Gespräch werde deshalb mit der Groupe E gesucht. Sie verwaltet gemäss Bourgknecht die städtische Beleuchtung.

370 000 Franken einsparen

Christa Mutter (Grüne) und Christel Berset (SP) haben das schlechte Abschneiden der Stadt Freiburg zum Anlass genommen, einen Antrag stellen. Sie fordern darin, das System der aktuellen Beleuchtung zu überprüfen und empfehlen, die veralteten Quecksilberdampflampen durch moderne Lampen zu ersetzen. Diese seien stromsparender und hätten eine bessere Lichtausbeute. Die beiden Generalrätinnen schlagen zudem vor, das Licht gezielter zu variieren und vorbildliche Städte zu besuchen. Sie schätzen das jährliche Sparpotenzial auf rund 370 000 Franken.

Energiestadt Freiburg

Die Stadt Freiburg ist Trägerin des Labels «Energiestadt». Ist das nicht ein Widerspruch zum schlechten Abschneiden beim Energieverbrauch für die Strassenbeleuchtung? Kurt Egger, Projektleiter von «Energie Schweiz für Gemeinden», relativiert. Die Organisation definiert 87 Kriterien, die zum nachhaltigen Umgang mit Energie beitragen. Jede Massnahme erhält Punkte von 1 bis 5. Von der Gesamtpunktezahl (500) muss eine Gemeinde mindestens 50 Prozent erreichen, um als Energiestadt anerkannt zu werden. «Eine Gemeinde wird dann zertifiziert, wenn sie mehr gute als schlechte Beispiele des Energieverbrauchs aufweist», fasst Egger zusammen. Er hofft, dass das schlechte Abschneiden Freiburgs dazu beitrage, dass ein Umdenken stattfinden werde.Die Stadt Freiburg hat beim Re-Audit im Jahr 2003 63 Prozent der Kriterien erfüllt. Ein Beispiel ist die Sanierung des Freibads Motta. Damit können rund 70 Prozent Energie gespart werden.

In 134 Gemeinden

Gemäss Egger leben 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung in den 134 Gemeinden mit einem Label. Lausanne ist Spitzenreiterin. Die Stadt erfüllt die Anforderungen zu 80 Prozent. Ab 75 Prozent gibt es eine europäische Anerkennung, denn das Label «Energiestadt» wird in acht europäischen Ländern vergeben. Das Label geht hervor aus «EnergieSchweiz», dem Programm des Bundes für die Förderung der erneuerbaren Energien und des sparsamen Energieverbrauchs bis zum Jahr 2010.www.topten.ch/sb; www.wwf.ch/fotoswww.energiestadt.ch

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