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Versorgung bis ins abgelegenste Haus

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Als das Kabel-Fernsehen vor einigen Jahrzehnten zum Thema wurde, bildeten sich in mehreren Dörfern Genossenschaften mit dem Ziel, gemeinsam besser von dieser neuen Technik zu profitieren. In Deutschfreiburg gab es beispielsweise in Rechthalten, Plaffeien, Plasselb, Berg bei Schmitten und Kleingurmels solche Initiativen.

Die meisten Genossenschaften sind mittlerweile aufgelöst worden, weil professionelle Anbieter ihre Arbeit übernommen haben. Neben Plaffeien ist auch die Radio-TV-Antennen-Genossenschaft Plasselb noch sehr aktiv. Sie hat am vergangenen Freitag ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert.

Nur wenige Sender

Initiant und seit Anbeginn Präsident der Genossenschaft ist Eric Meyer. Er erinnert sich noch gut an die Anfänge. Er war 1975 von Basel nach Plasselb gezogen und wurde bereits 1982 in den Gemeinderat gewählt. Die schlechten Empfangsmöglichkeiten fürs Fernsehen waren Thema in den Gemeinderatssitzungen. «Damals konnte man nur über eine Antenne auf dem Dach Fernsehsender empfangen, und dann erst noch nur etwa drei deutschsprachige Sender», sagt er.

Der Gemeinderat beschloss, Angebote für die Erstellung eines Kabelfernsehnetzes einzuholen, ist in einem der damaligen Protokolle nachzulesen. Trägerschaft für den künftigen Betrieb sollte nicht die Gemeinde, sondern eine Genossenschaft sein. Dies nahm Eric Meyer mit einigen Gleichgesinnten in die Hand. Am 8. Juli 1983 wurde die Radio-TV-Antennengenossenschaft Plasselb gegründet. «Unser Ziel war es, jedes Haus im Dorf mit einem Kabelsystem zu vernetzen», erzählt der 70-Jährige.

Immer mehr Anschlüsse

Knapp ein Jahr später, am 25. Juni 1984, erfolgte der erste Spatenstich für das Kabelnetz, und schon im Oktober fand auf dem Dorfplatz eine Vorführung des Kabelfernsehens statt. Das Signal bezog die Genossenschaft bei der Firma Lehmann in Düdingen, Pionierin auf diesem Gebiet.

Die Genossenschaft finanzierte sich ohne Subventionen. Das Startkapital durch 32 Genossenschafter betrug 58 000Franken. Wer Mitglied wurde, erhielt pro Anteilschein à 500 Franken eine Reduktion von zwei Franken auf die Signalgebühren von 17 Franken pro Monat.

Wie Eric Meyer ausführt, waren die Vorstandsmitglieder in der Folge fleissig am Werben. «Wir haben uns vorgenommen, dass wir jeden Haushalt im Dorf besuchen, um das Angebot vorzustellen», sagt er. 1984, also ein Jahr nach der Gründung, hatte die Genossenschaft 164 Wohnungen unter Vertrag. Heute sind 248 Häuser und Wohnungen angeschlossen.

Eine Million investiert

Die Technik entwickelte sich stetig weiter, und der Vorstand der Genossenschaft versuchte, mit diesen Innovationen Schritt zu halten, um dann über neue Investitionen zu entscheiden. Das habe sich bis heute nicht geändert, sagt Eric Meyer. Im Laufe der 30 Jahre hat die Genossenschaft fast eine Million Franken in das Netz investiert. Sie ist heute daran, das Metallkabel durch Glasfaser zu ersetzen, und hat für die Modernisierung der Einrichtungen in nächster Zeit eine Investition von weiteren 100 000 Franken vorgesehen.

«Wir sind stolz auf unsere Tätigkeiten», sagt der Genossenschaftspräsident. «Vor allem, da wir immer noch viel bessere Konditionen bieten können als die Swisscom, und zwar bis in weit abgelegene Häuser im Dorf.»

«Vor 30 Jahren hatte man nur etwa drei deutschsprachige Sender.»

Eric Meyer

Präsident der Radio-TV-Antennengenossenschaft

Genossenschaft: Vorstand seit 30 Jahren sehr treu

V on der langen Kontinuität der Radio-TV-Antennen-Genossenschaft Plasselb zeugt auch die Zusammensetzung des Vorstandes. Es sind mit Eric Meyer, Hansruedi Lauper, Max Krattinger, Armin Ayer, Otto Bielmann und Alfons Kolly die gleichen Personen, welche die Genossenschaft vor drei Jahrzehnten gegründet haben. Nur einen einzigen Wechsel gab es, dies nach einem Todesfall vor 13 Jahren. So sitzt seit dem Jahr 2000 auch Hubert Lehmann im Vorstand der Genossenschaft. im

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