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Verwirrung um falsches Prinzenpaar

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Verwirrung um falsches Prinzenpaar

Auftakt zur Murtner Fastnacht

Mit dem traditionellen Hilari begann am Samstag in Murten die Narrenzeit. Unter dem Motto «Fif-TV» feierten die Fastnächtler unter Ausschluss der Öffentlichkeit sich selber und das neue Prinzenpaar.

Von ILONA STÄMPFLI

Die Fastnachtsgesellschaft Murten (FGM) ist dieses Jahr 55-jährig – «Eine Schnapszahl zwar, aber gerade deshalb ein Grund zum Feiern», meint René Fürst von der FGM dazu. Das Motto des diesjährigen Unterhaltungsabend richtete sich ganz nach dem FGM-Jubiläum: Mit der «Fif-TV»-Show wurden die 50er-Jahre wiederbelebt.

«In den Fifties wurden rauschende Feste gefeiert und die Freizeit war allen das Wichtigste», liess eine Fastnächtlerin im Städtli, wo der Hilari um 19 Uhr startete, verlauten. Stars wie Marilyn Monroe, James Dean und Humphrey Bogart hätten die Zeit geprägt, der Swing, Twist und Rock’n’Roll die Zeitgenossen zum Tanzen gebracht. Das rauschende Hilari-Fest mit einem prominenten Prinzenpaar und mitreissender Guggenmusik liess eine ähnlich ausgelassene Stimmung wie in den Fifties aufkommen.

Zum Bedauern vieler Zuschauer zog der Narrentross bereits um halb acht aus dem Städtli in Richtung Muntelier ab. Die Feier von und für die Fastnächtler fand dieses Jahr zum ersten Mal im Mehrzweckraum der Behindertenwerkstätten statt.

Unangenehme Wellness-Kur

Die Programmansagerin begrüsste das Publikum des Kanals «Fif-TV» zur närrischen Hilari-Show. Das Programm bestand vorwiegend aus Werbung, die von den verschiedenen Fastnachtscliquen gestaltet wurden. Die Ringmurechutze eröffneten den Fernsehabend mit einer kurzweiligen Sportwerbung. Verkleidet als Skifahrer, Kletterer oder Schwimmer der 50er-Jahre betraten die Fastnächtler die Bühne und gaben Stücke aus ihrem neuen Repertoire zum Besten.

In den Fifties hat sich nicht nur das Freizeitverhalten der Menschen grundlegend geändert, sondern auch die Ernährung. Die Loubeschränzer machten als Thomi-Senf-Tuben verkleidet auf diesen Wandel aufmerksam und brachten mit ihrer musikalischen Darbietung das kritische Fachpublikum zum Mitwippen, -schnippen und -klatschen. Eine besondere Nummer liess sich auch die Rüebeloch-Clique einfallen. Zum Thema Körperpflege in den 50er-Jahren, verpassten sie dem Fastnächtler und OK-Mitglied Bruno Probst eine Wellness-Kur, die alles andere als angenehm war.

Der Höhepunkt eines Hilari stellt jeweils das Vorstellen des neuen Prinzenpaars dar. Gespannt warteten die rund 350 Fastnächtler auf den Auftritt der Hoheiten, die während der Fastnachtszeit das Narrenvolk regieren. Der Überraschungseffekt war gross, als Markus Bungi und Erich Pouly als Prinzenpaar die Bühne betraten. Die beiden sind in der Murtner Fastnachtsszene wohlbekannt. Sofort nahmen sie ihre Funktion als Stimmungskanonen wahr und gewannen die Herzen des vorerst etwas verunsicherten Narrenvolkes.

Kurze Amtszeit für Pseudoprinzen

Prinz Markus und Prinz Erich genossen ihr Ansehen und wurden bereits interviewt und fotografiert. Leider dauerte ihr Ruhm nur eine Viertelstunde, dann wurde das aussergewöhnliche Prinzenpaar von seinen Nachfolgern gestürzt. Chantal und Peter Blatter als Prinzessin Chantal die Erste und Prinz Peter der Dritte kamen auf einer Vespa angefahren und enthoben das echte alte Prinzenpaar Peter und Trudi Lüdi aus ihrem Amt. «Chantal und Peter Blatter sind im Städtli bekannte Leute. Man kennt sie aus Wirtschaft und Politik, deshalb habe ich sie zum Prinzenpaar ernannt», begründet Helena Fürst, Präsidentin der FGM, ihre Wahl. Prinz Peter und Prinzessin Chantal konnten ihre Freude kaum in Worte fassen: «Wir freuen uns sehr auf die Fastnacht. Es ist sehr aufregend, spannend, unerwartet . . . » Die Pseudoprinzen Markus und Erich durften zum Trost die Prinzenkostüme anbehalten. Ihre Stimmung liessen sie sich durch den «Regierungswechsel» nicht vermiesen.

Der traditionelle Möffe-Chäs der Göggimöffezunft wurde Andreas Radelfinger übergeben.

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