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Verwirrung um Polizeieinsatz bei der Ernte eines Hanffeldes in Kerzers

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Autor: Lukas Schwab

Kerzers Am Montag waren beim Hanffeld neben dem Papiliorama in Kerzers immer wieder Polizeiautos zu sehen. Grund dafür war die Hanfernte, die an diesem Tag über die Bühne ging. Sowohl die Kantonspolizei Freiburg als auch Roman Richle, Betreiber des Feldes, bestätigen, dass im Vorfeld auf Anordnung von Untersuchungsrichter Markus Julmy eine polizeiliche Überwachung der Ernte vereinbart wurde. Zum Ablauf der Kontrolle gehen die Meinungen der beiden Parteien allerdings stark auseinander.

Laut Kantonspolizei hat sich Richle nicht an die vereinbarten Zeiten gehalten. Gemäss Benoît Dumas, Pressesprecher der Kantonspolizei, war zum abgemachten Zeitpunkt des Erntestarts niemand beim Feld, weshalb die Polizisten wieder abgezogen seien. Richle, der am Montag selber nicht vor Ort war, bestreitet dies: «Meine Mitarbeiter haben mir telefonisch mitgeteilt, sie hätten mit der Ernte begonnen, die Polizei sei aber nicht da.»

Camion abgefangen

Zur vereinbarten polizeilichen Kontrolle gehörte auch die Versiegelung der Ware vor dem Abtransport. Laut Polizeiangaben wurde der LKW aber nicht zur vereinbarten Zeit geladen, während Richle behauptet, die Polizei sei nicht wegen einer Verzögerung vorher wieder abgezogen. Schliesslich wurde der Camion auf dem Weg nach Bern abgefangen und die Ware versiegelt.

Für Richle steht fest, dass der Einsatz irgendwie wildwestmässig verlaufen ist. «Am Ende war die ganze Übung ein Leerlauf», so sein Fazit. Grundsätzlich ist es für ihn unverständlich, dass etwas Legales auf diese Art kontrolliert werden muss.

Dumas hält entgegen, Hanf sei wegen seiner möglichen Verwendung als Betäubungsmittel ein heikles Gut, weshalb die Hanfbauern mithelfen sollten, Transparenz zu schaffen. «Wir wollen niemandem eins auswischen», erklärt er.

Die Kontrolle vom Montag wird kein Nachspiel haben, eine im September vorgenommene THC-Analyse aber schon. «Ich habe eine Beschwerde gegen Untersuchungsrichter Julmy eingereicht, weil er die Analyseresultate nicht bekannt geben will», sagt Richle.

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