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Verzug bei Fahrenden-Standplatz

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Die Kantone tun sich schwer, Plätze zu finden, an denen Fahrende für eine Weile lagern können. Die notfallmässige Unterbringung von Roma letzte Woche in Semsales durch die Waadtländer und Freiburger Behörden (die FN berichteten) hat dies einmal mehr gezeigt.

Vor 2015 wird im Kanton Freiburg wohl kein neuer Standplatz in Betrieb gehen. So antwortet der Staatsrat auf eine Anfrage der Grossräte Pierre-André Grandgirard (CVP, Cugy) und Michel Losey (SVP, Sévaz). Sie hatten die Zunahme an lagernden Fahrenden im Broyebezirk zum Anlass genommen, sich über den Stand der Planung der Anlage an der Autobahn A 12 bei Sâles zu informieren.

Für Wohnwagen oder LKW?

 Wie der Staatsrat weiter ausführt, liegt der Ball zurzeit beim Bundesamt für Strassen Astra. Der Staatsrat hat seit Mai bereits zwei Mal dort interveniert. Das Astra gedenkt, das Projekt Ende November dem zuständigen Departement Uvek zu unterbreiten. Allerdings seien Einsprachen zu erwarten, was das Verfahren weiter in die Länge ziehe.

Ausserdem bestehe zwischen Astra und Kanton Freiburg eine Meinungsverschiedenheit, schreibt der Staatsrat. Für den Bund ist die multifunktionale Anlage in erster Linie ein Stellplatz für Lastwagen, während der Kanton Freiburg primär eine Lösung für die Fahrenden sucht.

Der Standplatz war im Frühling 2011 in die Planung des Bundes für ein Netz von LKW-Stellplätzen aufgenommen worden. Nach der Vergrösserung des heute schon bestehenden Rastplatzes sollen auf einem speziellen Areal rund 40 Wohnwagen von Fahrenden Platz finden.

Eine Übergangslösung bis zur Eröffnung des Standplatzes gebe es nicht, schliesst der Staatsrat. Er rät Privatpersonen ab, isolierte Eigeninitiativen zu ergreifen. Das bisherige Verfahren sei vorzuziehen: Unter Vermittlung der Behörden, namentlich der Oberamtmänner, nehmen Fahrende und Landbesitzer vor Ort Verhandlungen auf. fca

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