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Veterinäramt beschlagnahmt elf Pferde

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Seit 2014 hatten die kantonalen Tierschützer den Hof auf dem Radar – am vergangenen Mittwoch nun hat das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen durchgegriffen. Es beschlagnahmte elf Pferde der Rasse Haflinger, wie es gestern mitteilte. Die Armee und die Freiburger Kantonspolizei halfen mit, die Tiere an einen Armeestandort zu bringen, wo sie nun gepflegt werden. Wo genau die Pferde sind, wollte das Amt nicht sagen.

Die Tiere seien teils sehr schmutzig gewesen, sagt Jeannette Muntwyler, Leiterin der Sektion Tierschutz beim Amt. «Man sah, dass sie über längere Zeit kaum gepflegt worden waren.» Zudem gab es auf dem Hof zu wenig Platz für die insgesamt 18 Haflinger. Sie hatten zu wenige Flächen zum Liegen und teils fehlte die Einstreu – zum Beispiel Stroh. «Wenn über längere Zeit zu viele Tiere auf zu engem Raum stehen, führt das zu Stress», sagt Muntwyler.

«Schwierige Situation»

Warum beschlagnahmte das Amt nicht alle 18 Pferde, sondern nur 11? «Für einige der Tiere liefen bereits Verkaufsverfahren, diese Pferde nahmen wir nicht mit», sagt Muntwyler. «Zudem ist der Platz für die verbleibenden Tiere nun ausreichend.» Man habe mit dem Tierhalter diesen Konsens gefunden. Sie ergänzt: «Eine Beschlagnahmung ist immer eine sehr schwierige Situation. Wenn wir halbwegs einen Konsens finden, ist das besser für alle Beteiligten, insbesondere auch für die Tiere.» Wo sich der Hof befindet, wollte Jeannette Muntwyler aus Datenschutzgründen nicht sagen.

Die elf Haflinger im Alter von einigen Monaten bis zehn Jahren werden am 26. November um zehn Uhr öffentlich versteigert, und zwar in der Kaserne Sand in Schönbühl bei Bern, wo sich das Kompetenzzentrum Veterinärdienst und Armeetiere befindet. Am gleichen Ort waren vor rund zwei Jahren die beschlagnahmten Pferde eines Hofs im thurgauischen Hefenhofen versteigert worden. Jeannette Muntwyler will die beiden Fälle nicht vergleichen: «Das Ausmass ist sicher nicht das gleiche.»

Grösserer Fall

Dennoch – für den Kanton Freiburg ist der Fall eine grössere Sache. Wenn das Veterinäramt Tiere beschlagnahmt, dann müssen entweder ganz grobe Verstösse vorliegen, so dass das Amt sofort einschreitet, oder aber es sind «Fälle, die sich über mehrere Jahre hinziehen», wie Jeannette Muntwyler sagt.

Das war auch im vorliegenden Fall so. Auf dem Hof wurden seit 2014 mehrere amtliche Kontrollen durchgeführt, die verschiedene Mängel beim Tierschutz und der Tiergesundheit ans Licht brachten, wie es in der Mitteilung heisst. Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen forderte damals, dass die Mängel behoben würden und der Betrieb an die Vorschriften angepasst werde. Das habe der Tierhalter nicht gemacht. Nach mehreren Gesprächen erstattete das Amt im September 2019 Strafanzeige. Zu dem Fall seien auch mehrere Meldungen von extern eingegangen, sagt Jeannette Muntwyler.

«Bei vielen Verstössen gegen das Tierschutzgesetz sind die Tierhalter schlicht überfordert», erklärt sie. «Vielleicht hat sich die familiäre Situation geändert, und es sind weniger Personen da, die die Tiere versorgen können.» Manchmal hätten die Tierhalter auch gesundheitliche Probleme und könnten sich deswegen nicht mehr um die Tiere kümmern.

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