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Vevey – die neue Museumsstadt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das neue Museum «Nest» ist mehr als blosse Selbstdarstellung des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé. Auf spielerische und faszinierende Weise gibt es Einblick in die Industrialisierung und in die Pionierleistung von Henri Nestlé Ende des 19. Jahrhunderts. Im 50-Millionen-Bau wird in einer spannenden audiovisuellen Show die Firmengeschichte nacherzählt.

Seit 150 Jahren ist der Konzern im schmucken Städtchen Vevey domiziliert. Dorthin wanderte in den 1830er-Jahren der Apothekergehilfe Henri Nestlé aus Frankfurt aus. 1866 erfand er ein Kindermehl für Säuglinge, die keine Muttermilch vertrugen. In einem Gebäude hinter dem Bahnhof von Vevey testete er verschiedene Kombinationen von Kuhmilch, Weizenmehl und Zucker und entwickelte «Henri Nestlés Kindermehl». Mit seiner ersten Erfindung konnte Nestlé die hohe Kindersterblichkeit der damaligen Zeit senken. Einige mögen sich vielleicht an die Kondensmilch erinnern oder an die ersten Maggi-Flaschen, die seit 1947 zu Nestlé gehören und im Museum zu sehen sind. Auch im Bereich der Vermarktung war Nestlé ein Vorreiter: Er kreierte das Logo «Nest», die Vögel im Nest.

 Interaktiver Parcours

Für die Inszenierung wurden alle Register der modernen Technik gezogen. Der interaktive Parcours mit Audioguide inspiriert Gross und Klein. Zum Beispiel am Multimediatisch: Man wählt einen Gegenstand, der Ernährung, Produktion, Umwelt, Landwirtschaft oder Wasser symbolisiert. Die Plattform kommt in Bewegung und zeigt dem «Spieler», was er mit dem eigenen Verhalten beeinflussen kann. Imposant ist auch der Bau: Historische Gebäude vermischen sich raffiniert mit modernen Kontrasten, drei Gebäude sind durch einen monumentalen Glasbau verbunden. «Nest» befindet sich gleich beim Bahnhof, dort, wo die erste Fabrik stand. Architekt David Linford und sein Team aus Lausanne haben einen Erlebnisraum konzipiert, der durch die Vergangenheit, die Gegenwart und in die Zukunft führt: «Nest» erzählt die grosse Firmengeschichte mit vielen kleinen Geschichten.

 Nest,Chaussée de la Guinguette 10, Vevey (direkt beim Bahnhof). Täglich 10 bis 18 Uhr, November bis März 10 bis 17 Uhr. Für Kinder stehen angepasste Audioguides zur Verfügung, und auf dem Rundgang sind die Texte auf Augenhöhe der Kinder angebracht. www.das-nest.ch

Auf dem Parcours kommt moderne Museumstechnik zum Einsatz.Im begehbaren Darm gurgelt und blubbert es.

Chaplin’s World: «Sein Lachen ist omnipräsent»

C haplin’s World übertrifft alle Erwartungen», schrieben die Verantwortlichen des Mitte April eröffneten Chaplin-Museums in Corsier-sur-Vevey kürzlich in einer Medienmitteilung. Besucher aller Altersgruppen aus über 60 Ländern hätten das Haus bereits besucht.

Ein konventionelles Museum ist Chaplin’s World nicht: Filmkulissen, 35 Filme und über 30 Wachsfiguren vermitteln in Chaplins früherem Wohnsitz ein lebensnahes Bild des legendären Schauspielers und Regisseurs.

Chaplin verbrachte seine letzten 25 Lebensjahre in Corsier, oberhalb von Vevey. Im Manoir de Ban, inmitten einer herrlichen 14 Hektaren grossen Parkanlage mit Blick auf den See, lebte der Tramp ab 1954 mit seiner vierten und 36 Jahre jüngeren Frau Oona und den acht Kindern. Chaplin war in die Schweiz gekommen, weil er in den USA als Kommunist galt und wegen «subversiver Tätigkeit» verfolgt wurde. In Corsier starb der gebürtige Brite 1977 im Alter von 88 Jahren. Jetzt ist der Ort öffentlich zugänglich: In Chaplin’s World laufen die Besucher durch eine Ausstellungshalle, wo in arrangierten Filmstudios multimediale Präsentationen laufen und durchs herrschaftliche Wohnhaus, wo Fotografien, private Gegenstände und Möbel den Eindruck vermitteln, als wäre die Familie nur kurz mal weg (die FN berichteten).

«Sein Lachen ist hier omnipräsent», sagt Yves Durand (Bild), leidenschaftlicher Chaplin-Fan und Mitinitiant von Chaplin‘s World. Der kanadische Museumsdesigner lebte die letzten 15 Jahre in der Villa und begleitete das 60-Millionen-Projekt bis zur Eröffnung. Chaplin sei 1915 der berühmteste Mann der Welt gewesen, sagt er. «1916, in seinem dritten Jahr als Kinoschauspieler, war er mit 10 000 Dollar Wochengehalt der bestbezahlte Darsteller Hollywoods.» Mit der Gründung seiner Filmproduktionsfirma sei er auch der erste Schauspieler gewesen, der über jeden Aspekt des Films die volle Kontrolle hatte. Durand: «Das Leben von Chaplin, der in London in Armut aufgewachsen war, ist die vollendete Karriere vom Tellerwäscher zum Multimillionär.» il

Chaplin’s World, Route de Fenil 2, Corsier-sur-Vevey. Täglich 10 bis 18 Uhr. www.chaplinsworld.com

Alimentarium: Ein Museum rund um die Ernährung

W as, wie und warum esse ich? Solche Fragen rund um das Essen und die Ernährung beantwortet das Alimentarium in Vevey. Nach einer Bauzeit von neun Monaten ist das vollständig neu gestaltete Haus seit Anfang Juni wieder offen.

Seit über 30 Jahren bietet das Alimentarium eine umfassende Sicht auf die vielen Facetten der menschlichen Ernährung. Als weltweit erstes Museum, das sich ausschliesslich der Ernährung widmet, hat die Nestlé-Stiftung das Museum 1985 gegründet. Jetzt wurde die grosse Villa am See komplett umgebaut; als neues Wahrzeichen von Vevey steckt direkt vor dem Haus die grösste Gabel der Welt im See.

Die Besucherinnen und Besucher werden auf eine unterhaltsame Art durch drei Ausstellungsthemen geführt: Essen, Gesellschaft und Körper. Wie sehen die verschiedenen Essgewohnheiten auf der Welt aus? Welche Konsequenzen hat die Ernährung für die Gesundheit und die Umwelt? Wie wird Essen vom Körper aufgenommen? Das erfährt man zum Beispiel in einem überdimensionierten Darm, den man betreten kann. Videoinstallationen und Medienstationen animieren zum aktiven Mitmachen. Das Alimentarium bietet aber auch kulinarische Workshops an. In der Junior Academy wiederum können sechs- bis zwölfjährige Kinder Kochkünste kennenlernen und im Game-Room spielend erfahren, wie Verdauung funktioniert. Für Schulen hält das Alimentarium Unterrichtsmaterial bereit. Das gesamte Wissen des Museums ist online auf Deutsch zugänglich. il

Alimentarium, Quai Perdonnet, Vevey. Di. bis So. 10 bis 18 Uhr. www.alimentarium.org

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