Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Viel Aufwand für null Ertrag

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Gottéron zeigte am Samstag im Heimspiel gegen den SC Bern, dass es anders auftreten kann als zwei Tage zuvor bei der enttäuschenden 0:3-Niederlage bei Schlusslicht Rapperswil. Doch obwohl Freiburg optisch und punkto Torschüsse sogar besser war als der Gegner, reichte es am Ende erneut nicht für Punkte. Einmal mehr wurde dem Team die mangelnde Effizienz im Abschluss zum Verhängnis. Wer aus 42 Schüssen kein Tor erzielt, verdient es eben auch nicht, als Sieger vom Eis zu gehen. Dem Gast aus der Bundesstadt genügte im ausverkauften St. Leonhard eine Durchschnittsleistung, um die drei Punkte einzufahren. Selbst mit Ersatzhüter Pascal Caminada und einer «Miniverteidigung» (Krueger, Untersander, Kamerzin und ab dem Mitteldrittel auch noch Blum fehlten), liess der neue Leader in den 60 umstrittenen Minuten vor dem eigenen Tor nicht viel anbrennen und schoss aus einer Handvoll Möglichkeiten eben zwei Tore.

Dreimal an die Torumrandung

Die Freiburger ihrerseits blieben zum dritten Mal in den letzten vier Spielen ohne Tor. Trainer Mark French, der sich trotz der bitteren Niederlage in diesem Prestigematch kaum aufregte, wird im Angriff also weiter nach Lösungen suchen müssen. Klar, ein paar Mal hatte Caminada auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, dreimal klatschte die Scheibe von der Torumrandung ins Spielfeld zurück. Sebastian Schilt, der wie Samuel Walser und Jonas Holos Eisen getroffen hatte, meinte nach dem Spiel, der Hockeygott sei an diesem Abend eben eher ein Berner gewesen, seine Mannschaft habe alles gegeben, aber das habe leider nicht zu Punkten gereicht. Wie schon am Dienstag gegen den ZSC liess Coach Mark French auch diesmal seinen Aggressivleader Jim Slater draussen, sein kleingewachsener Ersatz Jacob Micflikier hatte gegen die körperlich starken Berner allerdings nur wenig zu bestellen. Am nächsten am möglichen Ausgleich stand der Kanadier eine Minute vor Schluss nach einem Versuch aus nächster Nähe, den Caminada im letzten Moment von der Torlinie wegwischte. Wenig später erzielte Gaëtan Haas, den es nächste Saison wohl in die NHL zieht, mit einem Treffer ins leere Tor das siegsicherende 2:0, ein fürstlicher Lohn für eine gute, aber nie überragende Leistung.

Playoffs immer weiter weg

Gottéron seinerseits hat nun bereits fünf Punkte Rückstand auf den Strich. Dies auch, weil direkte Konkurrenten wie Lugano, Servette und Zürich zuletzt zünftig punkteten, was zur Folge hatte, dass Gottéron jetzt sogar auf den zehnten Platz zurückgefallen ist. Flavio Schmutz, selbst nach schmerzlichen Niederlagen immer ein bereitwilliger Interviewgast, hofft, dass seine Mannschaft in den nächsten Spielen die Rangierung vergisst und weiterhin versucht, offensives Power­hockey zu spielen. «Es bringt doch nichts, mit Angst zu spielen, wir haben auch gegen Bern gezeigt, dass wir an guten Tagen mit jeder Mannschaft der Liga mithalten können.» Für Berns Stürmer Gregory Sciaroni, der immer besser in Form kommt, geht es in den restlichen Runden vor allem um zwei Ziele: «Erstens möchten wir die Quali natürlich auf Platz eins abschliessen, andererseits wollen wir möglichst mit der besten Form in die Playoffs steigen.»

Gottéron musste in den 60  Minuten erfahren, wie stilsicher der Meisterschaftsfavorit aus Bern defensiv inzwischen geworden ist. In 37 Spielen hat der SCB nur 60 Gegentore kassiert.

Kapitales Spiel gegen Servette

Während beim SCB der schwedische Verteidiger Adam Almquist zu seinem ersten Saisontor kam, gab es in diesem hart, aber meistens fair geführten Match leider auch zwei grosse Verlierer. Die beiden Verteidiger Eric Blum und Philippe Furrer mussten verletzungshalber frühzeitig die Kabinen aufsuchen, für Furrer gings nach dem Spiel mit schmerzverzerrtem Gesicht gleich ins Spital zu einer Untersuchung seiner Oberkörperverletzung. «Es ist nichts gebrochen. Genaueres werden wir erst in den kommenden Tagen wissen», sagte Gottérons Sportchef Christian Dubé gestern gegenüber den FN. Bleibt nur zu hoffen, dass der Verteidiger nicht ein zweites Mal in dieser Saison längere Zeit ausfällt, denn gerade in der heissen letzten Phase der Meisterschaft könnte die Mannschaft den erfahrenen Furrer gut gebrauchen.

Das nächste Spiel bestreiten die Freiburger am kommenden Freitag zu Hause gegen Servette, genau betrachtet, ist das praktisch schon ein Match der allerletzten Chance. Tristan Vauclair, gegen den gestern wegen eines möglichen Checks gegen den Kopf von Eric Blum ein Verfahren eröffnet wurde, weiss, was Gottéron im Hinblick auf diesen kapitalen Match gegen den direkten Konkurrenten machen muss. Man müsse sich möglichst gut erholen und dann wieder mit voller Power angreifen. Gleich wie gegen Bern, aber mit mehr Effizienz im Abschluss.

Die Berner ihrerseits haben mit dem Dreier im Zähringerderby den Kampf um Rang eins neu lanciert und gezeigt, dass sie eben auch mit gedrosselten Motoren für Gottéron im Moment ein schwer bezwingbarer Gegner sind. Clubboss Marc Lüthi, der den Match mit seiner Lebenspartnerin auf der Pressetribüne verfolgte, sagte kurz vor Beginn des rassigen letzten Drittels, wenn Freiburg ausgleiche, lege Bern eben noch einmal eine Schippe drauf. Das mussten seine Spieler dann aber gar nicht – und der SCB-Macher ging gemütlich und ruhig ins Wochenende.

Telegramm

Gottéron – Bern 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

6500 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Tscherrig, Fuchs/Kaderli. Tore: 8. Almquist (Sciaroni) 0:1. 60. (59:36) Haas (Arcobello) 0:2 (ins leere Tor). Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 2-mal 2 Minuten gegen Bern.

Freiburg-Gottéron: Berra; Holos, Chavaillaz; Abplanalp, Sandro Furrer; Schneeberger, Schilt; Weisskopf, Marco Forrer; Rossi, Schmutz, Mottet; Bertrand, Walser, Micflikier; Sprunger, Miller, Marchon; Vauclair, Meunier, Lhotak.

Bern: Caminada; Burren, Almquist; Marti, Blum; Andersson, Beat Gerber; Colin Gerber; Moser, Arcobello, Scherwey; Boychuk, Ebbett, Kämpf; Sciaroni, Haas, Bieber; Grassi, Heim, Berger; Fogstad Vold.

Bemerkungen: Gottéron ohne Bykow, Stalder (beide verletzt) und Slater (überzähliger Ausländer), Bern ohne Jeremi Gerber, Krueger, Ruefenacht, Untersander (alle verletzt), Mursak (abwesend) und Kamerzin (gesperrt). Furrer und Blum verletzt ausgeschieden. – Pfostenschuss Schilt (7.), Lattenschuss Holos (46.). – Schussverhältnis: 42:26.

Die FN-Besten: Berra, Caminada.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema