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Viel Bewegung in einer kleinen Tonne

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda ruffieux

SchmittenWas verbirgt sich unter dem weissen Leintuch? Als zwei Schüler der Primarschule Schmitten das Tuch wegziehen, kommt eine ziemlich gewöhnliche Abfalltonne hervor, allerdings knallrot. Gespannt warten die Kinder darauf, dass Rita Sampogna von der Cleven-Becker-Stiftung den Deckel öffnet und das Geheimnis lüftet.

Viele «Ahs» und «0hs»

Zum Vorschein kommt eine ganze Menge, nämlich über 20 verschiedene Spielgeräte: von Hulahop-Reifen über Jonglierbälle und -reifen, Schaufelschläger, Stelzen, Seilhüpfbänder, Wurfringe, Balanciergeräte bis zu Gummitwist, verschiedenen Bällen, Diabolos, Stelzen und Tennisschlägern. Mit vielen «As» und «Ohs» quittieren die Kinder jedes neue Spielgerät.

Und als Rita Sampogna ihnen mitteilt, dass sie diese neuen Sachen gleich ausprobieren dürfen, gibt es kein Halten mehr. Inskünftig werden diese Geräte den Inhalt der bestehenden Spielkiste auf dem Pausenplatz ergänzen. Zudem werden sie im Turnunterricht eingesetzt.

Schmitten musste sich bei der Stiftung – gegründet vom deutschen Unternehmer Hans-Dieter Cleven und dem ehemaligen Tennisprofi Boris Becker – für die Spieltonne bewerben. Wie die Gesundheitsverantwortliche Claudine Augsburger erklärte, hat sie im Antrag geschildert, was in Schmitten bereits läuft in Sachen bewegte Schule und wie gut die Spieltonne in das Konzept passt.

Das gesponsorte Material erhält die Schule kostenlos zur Verfügung, allerdings mit der Auflage, dass die Gesundheitsverantwortliche eine Weiterbildung besucht. Das macht auch Sinn; so kann Claudine Augsburger die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten des Materials ihren Lehrkolleginnen und -kollegen weitergeben. Zum Paket gehören auch Lehrmittel und Spielerklärungen.

Viele Projekte

«Der Stiftung ist wichtig, dass die Kinder die Geräte auch verwenden und Freude daran haben», führt Rita Sampogna aus. Neben dem «Fit-4-Future»-Projekt mit der Spieltonne animiert die vor fünf Jahren gegründete Organisation auch Kinder zum Wintersport, organisiert kulturelle Anlässe und unterstützt Hilfsprojekte in Afrika.

Gestern wurde die zweite Spieltonne im Kanton Freiburg nach Plasselb geliefert. Im Kanton Bern profitieren bereits 50 Schulen vom Angebot.

Ein wichtiges Anliegen

Seit dem Schuljahr 2005/06 unterstützt die Gemeinde Schmitten die Präventionsarbeit an der Schule und gewährt deshalb der Gesundheitsverantwortlichen Entlastungslektionen. «Dem Gemeinderat von Schmitten ist die Gesundheit der Schulkinder ein wichtiges Anliegen», betont die Schulpräsidentin Bernadette Mäder-Brülhart.

Im Rahmen der Gesundheitsförderung hat die Schule bereits viele Projekte umgesetzt: Sogenannte Peace-Kids sind als Streitschlichter auf dem Schulgelände unterwegs – ein System, das gemäss Claudine Augsburger sehr gut funktioniert. Sehr beliebt sind die Selbstbehauptungskurse für Erst- und Zweitklässler. Ein weiteres Projekt heisst «Prevent-a-bite» und zeigt den Kindern den richtigen Umgang mit Hunden. In Malateliers dürfen sich Kinder ohne Leistungsdruck entspannen. Und jeweils einmal im Monat plant, organisiert, produziert und verkauft eine Schulklasse gesunde Pausensnacks. Wie Claudine Augsburger ausführt, kommen die Schüler jeweils mit sehr vielen kreativen Vorschlägen.

Noch viele Ideen

Kürzlich nahm sie an einem Erfahrungsaustausch mit anderen Gesundheitsverantwortlichen der Schweiz teil. Das Treffen habe ihr eine Menge neue Ideen für weitere Projekte verschafft. «In unserer Region sind wir in Schmitten eigentlich sehr fortschrittlich. Im Vergleich zu anderen Schulen könnten wir aber noch viel mehr machen», sagt sie.

Etwas kommt zurück

Es sei auch eine politische Entscheidung, wie das Thema Prävention gewichtet werde. «In Schmitten haben wir das Glück, dass die Schulverantwortliche auf unserer Linie ist.» Auch wenn die Früchte der Präventionsarbeit nicht heute oder morgen sichtbar sind, so ist sie doch vom Sinn der Sache voll und ganz überzeugt: «Wir geben den Kindern etwas mit für später. Irgendwann kommt sicher etwas zurück.»

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