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Viel Charakter und ein gutes Powerplay

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Autor: Kurt Ming

In der Öffentlichkeit sprach man im Zusammenhang mit Gottéron wegen den vielen Niederlagen zuletzt nicht ganz zu Unrecht von einer Krise. Nicht so deutlich wollte es Routinier Benjamin Plüss nach dem dritten Saisonsieg gegen Servette sehen. Klar seien nach dem guten Saisonstart die Erwartungen bei den Fans auf einen Spitzenplatz gestiegen, aber er habe schon damals gewarnt, dass auch mal wieder eine schlechte Phase herrschen würde.

Bykow-Block mit Mühe

Und in den letzten Spielen sei doch wieder eine Steigerung zu sehen gewesen. Jetzt gelte es, im Mannschaftsspiel noch stabiler zu werden. Dabei dachte Plüss wohl auch an seine eigene Linie mit Julien Sprunger und Andrei Bykow, die gegen Genfs besten Angriff um Doppeltorschütze Morris Trachsler an diesem Abend ihre liebe Mühe bekundete. Für einmal sprang zum Glück für die Freiburger die Ausländerfraktion in die oft von der Bykow-Linie ausgefüllte Lücke und schoss vier der fünf Treffer.

Ein ausgeruhtes Servette machte mächtig Druck

Die Genfer hatten ihr Sonntagsspiel in Bern wegen zu vielen verletzten und kranken Spielern kurzfristig verschoben, was in der Bundeshauptstadt wegen ausverkauftem Haus nicht unbedingt gut ankam. Von diesen Grippenachwehen war in Freiburg nichts mehr zu sehen; im Gegenteil, die Boys von Coach Chris McSorley powerten gut zwei Drittel lang wie ein Team, das aus einer langen Ruhepause kommt. Selbst das frühe Tor von Serge Aubin in der ersten Minute schien die Gäste in ihrer Angriffslust nicht gross zu stören. Kurze Zeit später glich Randegger aus kurzer Distanz aus, und danach gingen die Genfer nicht weniger als dreimal in Führung und hätten aufgrund der vielen Torchancen eigentlich den Match frühzeitig für sich entscheiden müssen.

24 Strafminuten gegen die Trainer

In der ersten Enttäuschung sprach deshalb der wieder beruhigte Coach McSorley nach dem Match vom «falschen Sieger», und Julien Sprunger habe mit seinen Schwalben die Note 9,9 bei möglichen 10 verdient! Freunde werden die zwei sicher nie.

Überhaupt herrschte neben dem Eis gestern oft die helle Aufregung. Ein Grund dafür war ein annulliertes Tor von Thomas Déruns in der siebten Minute, das dieser per Stock erzielte, nachdem er den Puck mit der Hand heruntergeschlagen hatte. Weil unmittelbar nach einer Berührung des Pucks mit der Hand aber kein Tor fallen kann, musste Kurmann für seinen Entscheid aber nicht einmal das Video bemühen. Und weil Mc Sorley diese Regel nicht geläufig war, handelte er sich eine Bankstrafe ein. Insgesamt kassierten die Trainer auf beiden Seiten 24 Strafminuten; Genfs Assistent Louis Matte kassierte im Finish sogar eine Spieldauerstrafe.

Am Samstag in Biel hatte man ein ähnliches Spiel noch verloren – offensichtlich hatten die Drachen, die erneut ohne den angeschlagenen Sandy Jeannin (Magendarmprobleme) antreten mussten, daraus ihre Lehren gezogen.

Gottéron gab nie auf

Auf jeden Rückschlag reagierte der Heimklub mit viel Kampfgeist und Charakter, und endlich wurde man dem Ruf, eines der besten Powerplays der Liga zu haben, auch ohne Rosa und Gamache wieder einmal gerecht. Loeffels, Melins und Mowers’ Tore fielen, als beim Gegner jeweils ein Spieler draussen sass. Und in der Endphase schien der HCF nicht nur etwas mehr Schnauf, sondern auch eine Prise mehr Siegeshunger zu haben. In der Nachspielzeit bereitete Adrien Lauper dem aufgerückten Shawn Heins den Siegestreffer vor.

Goalie Stephan hatte dem Kanadier die vordere Torwartecke offen gelassen. Klar, dass sich Serge Pelletier vorab über dieses Tor freute, das zwei seiner Spieler herauskombiniert hatten, die zuletzt eher zu den Problemkindern gehörten. Überhaupt war der Trainer stolz auf sein Team, das sich nie unterkriegen liess und bis zum Schluss an den Sieg geglaubt hatte. Mit diesem erknorzten Erfolg hat Freiburg seinen Platz im hinteren Play-off-Feld vor dem wichtigen Heimspiel am Freitag gegen die SCL Tigers zementiert. Dann wird Freiburg auch wieder auf Lukas Gerber und wohl auch auf Jeannin zurückgreifen können.

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