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«Viel Charakter und Reife bewiesen»

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Vor eineinhalb Wochen sah es noch ganz danach aus, als ginge Olympic nach einer starken Qualifikation in der entscheidenden Phase der Meisterschaft die Puste aus. Nach einer desaströsen Leistung und einer klaren Niederlage im Cupfinal gegen Genf verloren die Freiburger zu Hause auch das erste Spiel des Playoff-Halbfinals gegen Neuenburg ziemlich deutlich. Alles sprach dafür, dass die junge Equipe noch zu unerfahren ist, um im Titelkampf ein ernstes Wörtchen mitzureden. Doch Olympic hat die Kritiker eines Besseren belehrt. «Ich möchte meinem Team ganz herzlich gratulieren. Es hat nach diesen Rückschlägen viel Charakter und Reife bewiesen. Wir verdienen es im Final zu sein», sagte Olympics Trainer Petar Aleksic nach dem Spiel vom Dienstag.

«Gut für den Schweizer Basketball»

Natürlich waren die Tumulte in Spiel zwei ein gewichtiger Grund für die Wende. «Olympic hat sich den Finaleinzug verdient», sagte Neuenburg-Trainer Manu Schmitt. «Dennoch bleibt für mich ein schaler Nachgeschmack. Die Sperre von Babacar Toure war für uns ein sehr harter Schlag. Er spielt in unserem System eine derart wichtige Rolle.»

Dennoch muss man als Gegner auch erst einmal wissen, eine solche Gelegenheit beim Schopf zu packen. Letztlich hat es Freiburg besser verstanden, sich an die veränderten Begebenheiten anzupassen und in den knappen Spielen am Ende zudem die besseren Nerven bewiesen. Das ist bemerkenswert, verfügt Olympic doch über die deutlich unerfahrenere Mannschaft als Neuenburg. Doch die Freiburger sind in dieser Saison immer wieder für positive Überraschungen gut. «Vor der Saison hat uns niemand im Final erwartet», sagt Aleksic. «Ich gönne es den jungen Spielern, dass sie diesen Final bestreiten dürfen. Es ist auch gut für den Schweizer Basketball, da wir viele junge Schweizer im Team haben.»

Klarer Aussenseiter im Final

 Um noch den letzten Schritt zum ersten Meistertitel seit 2008 zu machen, bedarf es im Final indes einer weiteren, diesmal grossen Überraschung. Ein mit erfahrenen, starken Spielern gespicktes Lugano in einer Best-of-7-Serie zu besiegen, wird sehr schwierig. Die Tessiner stehen zum neunten Mal in Serie im Final, haben die Qualifikation dominiert und beim ungefährdeten 3:1-Sieg im Halbfinal gegen Genf einen sehr starken Eindruck hinterlassen. «Lugano ist ein extrem toughes Team. Vor allem unter den Körben. Aber es ist für meine Spieler die Chance, ihre Qualität zu zeigen», so Aleksic, der seinen Spielern für Mittwoch und Donnerstag freigab.

Insbesondere die Ausländer müssen am oberen Limit spielen, um Lugano Paroli bieten zu können. So wie am Dienstag in Neuenburg, als etwa der zuvor blasse Slobodan Miljanic mit seinen 22 Punkten und sechs Rebounds gross auftrumpfte. «Er hat manchmal Probleme mit seiner Konzentration. Es lastet viel Druck auf ihm, er ist noch jung und ein sehr sensibler Mensch. Ich spreche viel mit ihm. Aber er hat in Spiel vier gezeigt, dass er es kann.»

Leidenschaft vs. Talent

In die Waagschale zu werfen hat Olympic ansonsten in erster Linie Leidenschaft und Teamgeist. Und wer die Freiburger nach dem Sieg am Dienstag in Neuenburg gesehen hat, weiss, dass es daran nicht mangelt. Selbst der zu diesem Zeitpunkt noch intern gesperrte Nemanja Calasan war auf der Tribüne ausser sich vor Freude. Die erste Geste von Matchwinner Miljanic war ein Kuss auf die Backe eben dieses Calasans.

Ab Samstag wird sich zeigen, ob diese Leidenschaft ausreicht, um die Defizite in Sachen Talent und Erfahrung wettzumachen. In der Qualifikation war dies schon ganz gut gelungen. Zwar verlor Freiburg beide Spiele im Tessin, im St. Leonhard verliess Olympic den Platz aber zweimal als deutlicher Sieger.

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