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Viel Detailkritik und ein grosses Mehr

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Pierre-Alain Perritaz, Präsident des Freiburger Generalrats, eröffnete die gestrige Sitzung mit einer Schweigeminute für Rainer Weibel: Der grüne Politiker, der insgesamt mehr als dreissig Jahre im Stadtparlament sass, ist im Juli nach einem Reitunfall in der Mongolei verstorben. Perritaz erinnerte daran, dass Weibel sich zeitlebens für eine bessere, freundlichere und grünere Welt eingesetzt hatte.

Der Baukredit

Auf der Tagesordnung des Rats stand gestern Abend der Baukredit für den Ausbau des Vignettaz-Schulhauses. Das neue Gebäude (siehe auch Kasten) kommt insgesamt auf 25,2 Millionen Franken zu stehen, wovon der Generalrat die erste Tranche für Vorarbeiten bereits gesprochen hat. Gestern lag dem Stadtparlament der eigentliche Baukredit über 19 Millionen Franken vor.

Sowohl die Finanzkommission als auch die Baukommission unterstützten das Geschäft. Trotzdem kritisierte Charles de Reyff (CVP), Präsident der Baukommission, dass auf mittlere Sicht mehr als tausend Kinder in die Vignettaz-Schule gehen werden. Die Kommission befürchte, dass dannzumal die Pausenplätze zu eng seien.

Ist ein Schulbus nötig?

Simon Murith forderte als Sprecher der CVP-GLP-Fraktion den Gemeinderat auf, künftig vorausschauender zu planen: Die Vorarbeiten hätten bereits begonnen, damit der Bau pünktlich auf den Schulanfang im August 2019 fertig werde. «Damit können wir gar nicht mehr Nein sagen zum Baukredit.» Er stellte auch infrage, dass die Verkehrssituation rund um die Schule sicher sei. Er schlug vor, für die Kinder, die in anderen Quartieren wohnen, einen Schulbus zur Verfügung zu stellen. Und auch er sprach die hohe Anzahl Kinder an, die dereinst in der Vignettaz zur Schule gehen werden: Je mehr Kinder, umso schwieriger werde es, den Alltag zu meistern. Es sei an der Bau- und der Schuldirektion, zusammen darauf zu achten, dass künftig keine so grossen Schulen mehr entstünden.

Grünen-Sprecher Vincenzo Abate kritisierte, der Grünraum zwischen den Schulhäusern sei überfrachtet; er sehe aus wie für einen Katalog gemacht. «Er gefällt den Erwachsenen, ist aber nicht für Kinder gedacht.»

SVP lobt Fotovoltaik

Auch die SVP findet, die Schule sei zu gross. Fraktionssprecher Bernard Dupré ermunterte den Gemeinderat, bei anderen Schulprojekten auf die Grösse zu achten. Hingegen freute er sich darüber, dass auf dem Dach des neuen Gebäudes eine Fotovoltaikanlage installiert wird – wie dies die SVP seit Jahren bei öffentlichen Gebäuden verlange.

CSP-Sprecher Maurice ­Page bat um einen Bericht ein bis zwei Jahre nach Eröffnung des neuen Gebäudes, «damit die Benutzerinnen und Benutzer sagen können, was nützlich war und was nicht». Im Gegensatz zu anderen Rednern lobte er die Qualität der Pausenplätze. «Man könnte sie auch frei lassen, aber wenn man Spiele aufstellt, dann solche von guter Qualität.»

Der Freisinnige Christophe Bettin sagte im Namen seiner Fraktion, noch viele Schulen der Stadt seien alt; der Gemeinderat müsse genau planen, welche Gebäude saniert oder vergrössert werden müssten.

SP lobt den Pausenplatz

SP-Sprecher Martin Kuhn lobte das Bauprojekt, das von hoher Qualität sei. Auch die SP hoffe, dass die Stadt auf eigenen Gebäuden vermehrt Fotovoltaikanlagen installiere. Seine Fraktion habe eine andere Sicht auf die Spiel- und Pausenplätze als die meisten anderen Sprecher: «Das sind Plätze, die es den Kindern erlauben, sich zu bewegen. Das sind keine Spielplätze ab Katalog, sie sind durchdacht.» Er erinnerte da­ran, dass auch die Jura-Schule von rund tausend Schülerinnen und Schülern besucht werde. Er habe nicht das Gefühl, dass die Situation dort schwieriger sei als anderswo. «Auf jeden Fall hoffe ich das, denn meine Kinder gehen dort zur Schule.»

Schulweg zu kurz für Bus

Baudirektorin Andrea Burgener (SP) sagte zu den Aussenräumen, dass diese zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern gestaltet worden seien. Sie betonte die Qualität der Spielplätze in den verschiedenen Bereichen des Aussenraums. Bei der geplanten Überbauung Friglâne gleich neben dem Schulgelände entstehe zudem ein Park. Schuldirektorin Antoinette de Weck (FDP) sagte, das Gesetz schreibe einen Schulbus vor, wenn der Schulweg länger als drei Kilometer sei – was hier nicht der Fall sei.

Der Generalrat nahm den Baukredit mit 62 gegen eine Stimme bei zwei Enthaltungen deutlich an.

Zahlen und Fakten

Neues Gebäude für zwei Klassenzüge

Die Primarschule Vignettaz muss erweitert werden. Das Siegerprojekt «360°» des Architekturwettbewerbs sieht zwei Neubauten vor, die der losen Ansammlung bestehender Gebäude einen klaren Rahmen geben. Zuerst sollen 16 Klassenzimmer entstehen; der Bau ist auf 25,2 Millionen Franken veranschlagt und grenzt an den Park zur geplanten Siedlung Friglâne. Über einer Turnhalle entstehen drei Etagen mit vier Kindergarten- und zwölf Primarschulräumen sowie zehn neuen Spezialzimmern. Das entspricht zwei zusätzlichen Klassenzügen zu den vier existierenden. Steigen die Schülerzahlen weiter an, wird gegen die Greyerzstrasse hin ein zweites Gebäude gebaut.

njb

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