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Viel Kritik und ein Ja zum Kredit

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21,6 Millionen Franken: So viel Geld budgetiert der Freiburger Gemeinderat, um bei den Sportstätten St. Leonhard die zweite Eishalle auszubauen und Büroräumlichkeiten zu erstellen, ein Parkhaus zu bauen und die Umgebung neu zu gestalten. Die Kreditvorlage stiess am Dienstagabend im Stadt­parlament auf grosse Kritik. So sagte Jean-Frédéric Python als Sprecher der CVP-GLP-Frak­tion: «Das ist ein enormer Kredit für eine bestehende Trainingshalle und ein Parkhaus.»

Neben der Trainingshalle steht das Eisstadion, in dem der Eishockeyklub Gottéron spielt. Dieses wird zurzeit von der Immobilienfirma L’Antre AG saniert und ausgebaut. «Warum beteiligt sich L’Antre nicht an den Kosten für die Neugestaltung des Aussenraums?», fragte Jean-Frédéric Python. Seine Fraktion hätte sich mehr Erklärungen für die Neugestaltung gewünscht: «Das wird sehr teuer, dabei besteht der Platz zwischen Eishallen, Festhalle und Basketballhalle bereits.»

Bushaltestelle wird verlegt

Auch SVP-Sprecher Pierre Marchioni kritisierte die hohen Investitionen für den Aussenraum. Und auch er sagte: «Wir haben grosse Mühe, zu verstehen, warum die Antre AG sich nicht an den Kosten für die Neugestaltung des Aussenraums beteiligt.» Schliesslich werde der Mieter der Eishalle, der Eishockeyklub Gottéron, stark davon profitieren und die Aussenräume nutzen. Marchioni störte sich auch daran, dass im geplanten Parkhaus nur knapp 300 Parkplätze untergebracht werden. Zudem sei es höchst problematisch, die Bushaltestellen zu verlegen, so Marchioni: Heute hält der Bus beim Friedhof, neu wird er die Passagiere auf der Murtenstrasse ein- und aussteigen lassen. «Gerade für ältere Leute wird der Weg bis zum Friedhof sehr lang.»

SP-Sprecher Christoph Allenspach schaute zurück auf die Entstehungsgeschichte der Sportstätten St. Leonhard – und er fand keine netten Worte. Der Gemeinderat habe in diesem Gebiet Land und Aufsicht abgegeben; Vereine und Investoren hätten bestimmt, was und wie in diesem Gebiet gebaut worden sei. «Das kostet uns immer noch viel, beispielsweise für den Unterhalt der Basketballhalle; und energetisch wurde nichts genügend abgeklärt.» Doch das habe sich nun geändert – seit Andrea Burgener, eine Parteikollegin von Allenspach, die Baudirektion übernommen habe. «Sie bringt nun Ordnung in die Sportstätten.» Allenspach befürwortet die Verlagerung der Bushaltestelle auf die Murtenstrasse: «So hält der Bus dort, wo die meisten Leute hinwollen und wo bald das neue Schwimmbad entsteht.» Auch Allenspach kritisierte die Antre AG: «Es ist lamentabel, dass sie sich nicht engagieren will.»

Noël Gex sagte als FDP-Sprecher: «Wir sprechen zwar über Sportstätten, aber von den 21,6 Millionen Franken geht der Grossteil an die Infrastruktur, nicht an den Sport.» Er kritisierte, dass der Gemeinderat in seiner Botschaft nicht aufzeige, wie das Parkhaus bewirtschaftet wird und ob mit einem Gewinn gerechnet werden kann.

Ein Rückweisungsantrag

Ins gleiche Horn stiess CSP-Sprecher Maurice Page. «Noch sind viele Fragen offen», sagte er. «Wie wird das Parkhaus bewirtschaftet? Was bringen die Mieten der Büroräumlichkeiten in der Trainingshalle ein?» Auch fehlten Details zur Gestaltung des Aussenraums. Die Antre AG zeige eine sehr arrogante Einstellung: «Sie will von der Stadt möglichst stark profitieren und selber möglichst wenig geben.» Auch Gilles Bourgarel sagte im Namen der Grünen, diese Botschaft lasse zu viele Fragen offen. Er kritisierte die geplante Begrünung der Fassade der Trainingshalle: «Es ist lächerlich, was da vorgesehen ist.» Gilles Bourgarel stellte deshalb einen Rückweisungsantrag. Doch trotz aller vorangehender Kritik: Das wollte die Mehrheit des Generalrats dann doch nicht. Das Stadtparlament lehnte den Rückweisungsantrag der achtköpfigen Grünen-Fraktion mit 33 gegen 17 Stimmen bei 11 Enthaltungen ab. In der Schlussabstimmung sprach es sich mit 46 gegen 6 Stimmen für den Kredit aus, dies bei 4 Enthaltungen.

Zahlen und Fakten

21,6 Millionen für die zweite Eishalle

Der Gemeinderat der Stadt Freiburg will die zweite Eishalle im St. Leonhard um zwei Etagen erweitern, und zwar, indem das Gebäude verbreitert wird. In den Anbau mit drei Etagen sollen das städtische Sportamt und der Schweizer Basketballverband einziehen. Im Erdgeschoss werden an der Längsseite des Eisfelds zwei Doppel-Garde­roben hinzugefügt. Neben der Eishalle, auf dem jetzigen Parkplatz, entsteht ein vier­stöckiges Parkhaus mit 283 Abstellplätzen. Im Erd­geschoss des Parkhauses gibt es eine Gewerbefläche und eine Abstellhalle für 200 Fahrräder. Zudem wird der Aussenraum neu gestaltet. All dies kostet 21,6  Millionen Franken.

njb

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