Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Viel Lob für die Landwehr am Dreikönigsabend

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Viel Lob für die Landwehr am Dreikönigsabend

«Landwehrland»-Solisten Sophie Graf und Gilles Bersier als Überraschungsgäste

Zum 127. Mal: Am Samstag hat die «Landwehr» in Freiburg zum traditionellen Dreikönigsabend mit Sauerkrautessen eingeladen. Unter den rund 210 Gästen befanden sich ebenfalls Vertreter der Politik, der Justiz und des Militärs.

Von IRMGARD LEHMANN

Kultur entwickelt sich dort, wo das Interesse über das Lebensnotwendige hinaus geht: Auf eine bewährte Vereinskultur kann die Landwehr zurückblicken. Die 200-jährige Geschichte des offiziellen Musikkorps des Kantons und der Stadt Freiburg wurde denn auch im 2004 ausgiebig gefeiert. Nochmals einen Blick zurückgeworfen hat André Liaudat, Präsident der Landwehr am Samstagabend anlässlich des Dreikönigsabends im Probelokal im Beaumontquartier von Freiburg. Nochmals liess er die Ereignisse Revue passieren – vorab das Musical «Landwehrland», das im Juni mit 600 Ausführenden über die Bühne ging und über 11 000 Gäste in die Eishalle St. Leonhard lockte. Dass die beiden Hauptdarsteller Sophie Graf, Sopran, und Gilles Bersier, Bass, am Samstag in den Kreis der «Landwehriennes» und «Landwehriens» aufgenommen wurden, lag somit auf der Hand.

Reden voll des Lobes

Wie es die Tradition will, werden am Dreikönigsabend nicht nur Mitglieder geehrt und akribisch genau über das Wirken im verflossenen Jahr Zeugnis abgelegt, der Abend ist auch geprägt von vielen Reden. Die meisten voll des Lobes. Man philosophiert über das Wesen der Musik, über menschliche Werte, äussert sich zu Solidarität und zur Flutkatastrophe und weist am Rande auf Konkretes hin wie etwa auf Freiburgs Theatersaal (in 21 Tagen soll über den Kredit abgestimmt werden) – lange und kurze Reden, die mit unterschiedlichem Applaus verdankt wurden.

Zum Rednerpult gebeten wurden Bischof Bernard Genoud; Anne-Claude Demierre, Grossratspräsidentin; Syndic Jean Bourgknecht (drückte sich ebenfalls in gutem Deutsch aus) wie auch die neuen Mitglieder Graf und Bersier. Ruth Lüthi, Staatsratspräsidentin, wünschte sich, dass die Landwehr der Politik Vorbild sei. Denn der Weg der Landwehr zeige, dass Veränderung und Kontinuität keine gegensätzlichen Begriffe seien. Im Gegenteil. «Bemühen wir uns doch», so die Staatsratspräsidentin, «wie die Landwehr, in der Politik Werte zu bewahren, die uns leiten ohne uns zu behindern.» Denn in einer Welt, die sich immer rascher entwickle, seien feste Leitplanken und grundlegende Werte wie Gleichberechtigung, die Achtung vor Menschenwürde und Meinungsfreiheit unabdingbar.

Den Schlusspunkt setzte zu vorgerückter Stunde Präsident André Liaudat: «Der Abend der Könige geht zu Ende. Die Nacht der Könige kann beginnen.» Auf den Heimweg machten sich nur ein paar wenige . . .
Besuch
aus Manchester

Unter den illustren Gästen befand sich ebenfalls Dirigent Philippe Bach. Seit September 2004 absolviert der 34-Jährige am «Royal Northern College Manchester», einer der renommiertesten Musikhochschulen Englands mit 700 Studierenden, ein Dirigentenpraktikum: «Jeden Tag stehe ich rund sechs Stunden vor einem Orchester», erzählte er.

Bach dirigiert vier bis fünf unterschiedliche Formationen (Sinfonieorchester, Kammerensembles, Blasorchester). «Das ist eine grosse Chance für mich», meinte er. «Ich lerne ein immenses Repertoire kennen, die ganze Bandbreite der Klassik.» Und wo sind die Präferenzen? «Ich habe die Liebe zur Oper entdeckt.»
Um das Stipendium mit dem zweijährigen Praktikum in Manchester haben sich 80 Interessenten beworben. Im Herbst 2006 wird Bach die Landwehr wieder leiten. Bis dahin vertritt der Argentinier Miguel Gustavo Estchegoncely den offiziellen Dirigenten. il
48 Jugendliche

Die Landwehr, das offizielle Musikkorp, des Kantons und der Stadt Freiburg, zählt 114 aktive Mitglieder mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren und im Nachwuchsteam der jungen Landwehrgarde machen 48 Jugendliche mit. Das Musikkorps wird aber auch von über 1000 Ehrenmitgliedern unterstützt.

Wie Präsident André Liaudat in seinem Rapport ausführte, lag die Präsenz der Musikantinnen und Musikanten im Jahre 2004 bei 75 Prozent. Rund 25 Mitglieder wurden am Samstag für ihre besonderen Verdienste geehrt, sei es mit dem «Winkel» (alle fünf Jahre) oder auch mit einer Prämie für eine Präsenz von 90 und mehr Prozent. (21 Mitglieder).

Geehrt wurden aber auch die Veteranen. Kantonaler Veteran: Jean-Benoît Meuwly für 25 Jahre. Eidgenössischer Veteran: Francis Baeriswyl für 35 Jahre. Kantonaler Ehrenveteran: Claude Gobet für 40 Jahre. Eine kantonale Goldmedaille ging an Jean-Claude Stucki. Insgesamt absolvierte die Landwehr im vergangenen Jahr über 90 Proben und Auftritte. il

Mehr zum Thema