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Viele Abstimmende wählten gar nicht

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Viele Abstimmende wählten gar nicht

Bezirksergebnisse zur Ergänzungswahl in den Staatsrat

Einzig im Sensebezirk hätte Beat Vonlanthen die Wahl in den Staatsrat direkt geschafft. Käthi Thalmann kam in den zweiten Wahlgang dank der Stimmen im Glane-, Broye- und Vivisbachbezirk. Viele Abstimmende wählten dort aber keinen der Deutschfreiburger Kandidierenden.

Von CHRISTIAN SCHMUTZ

An den eidgenössischen Abstimmungen haben 51,3 Prozent der stimmberechtigten Freiburgerinnen und Freiburger ihre Meinung kundgetan. Für die Staatsratswahlen haben hingegen nur 45,3 Prozent einen Wahlzettel eingeworfen und rechnet man alle leeren und ungültigen Zettel hinzu, haben nur 40,7 Prozent gesagt, welchen der drei Kandidaten sie ab Mitte Juni im Staatsrat wollen. Das sind 18 600 Personen weniger als bei der Abstimmung.

Gehts die Romands nichts an?

Offensichtlich wurde die Wahl von französischsprachiger Seite nicht nur als «deutsche Wahl» auf der Ebene der Kandidierenden, sondern auch auf der der Wähler angesehen. Als Beispiel der Vivisbachbezirk: 50,5 Prozent hatten sich zu den eidgenössischen Vorlagen geäussert, 7,56 Prozentpunkte weniger legten einen Wahlzettel ein und nach Abzug der 616 ungültigen und leeren Stimmen gaben nur noch 35,9 Prozent der Vivisbacher einem der drei Deutschfreiburger Kandidierenden die Stimme.

Die Gefahr ist gross, dass die Beteiligung am zweiten Wahlgang noch viel schlechter ausfällt. Offenbar sagten jetzt schon viele französischsprachige Freiburger, dass es sie nichts angehe. Eine Tendenz, die Staatsrat Pascal Corminboeuf gestern mit grossem Bedauern feststellte.

Anders der Sensebezirk: Mit 47,8 Prozent Stimmbeteiligung bei den eidgenössischen Wahlen abgeschlagen am Schluss, haben 42,1 Prozent der Wahlberechtigten einen gültigen Namen in den Wahlumschlag oder in die Urne gelegt. Beat Vonlanthen hat in seiner Heimat mit 61,8 Prozent ein hervorragendes Ergebnis geschafft. Nahe an dieses Bezirksergebnis heran kam einzig Katharina Thalmann-Bolz im Seebezirk, wo sie daheim ist. 59,2 Prozent der Stimmen vereinte die Murtnerin hier auf sich.

Zweite dank dem Westen des Kantons

Der dritte im Bunde, der gebürtige Sensler und im Saanebezirk wohnhafte Marius Achermann, schaffte in seinem Wohnbezirk 35,2 Prozent der Stimmen. Einzig im Saane- und Sensebezirk wurde er Zweiter hinter Beat Vonlanthen. Sonst musste er sich in allen Bezirken hinter Käthi Thalmann einordnen. 843 Stimmen entschieden schliesslich für Thalmanns Einzug in den zweiten Wahlgang. Ihr Vorsprung von 3579 Stimmen aus dem Seebezirk hätte Achermann mit 3800 Stimmen mehr in «seinem» Saanebezirk wettmachen können. Sense- und Greyerzbezirk hätten sich auch ausgeglichen. Im Glane-, Broye- und Vivisbachbezirk aber holte die SVP-Kandidatin überdurchschnittlich viele Stimmen und setzte sich so durch.

Beat Vonlanthen siegte mit Ausnahme des Seebezirks in allen Distrikten. Mit Ausnahme des Sensebezirks schaffte er aber nirgends das absolute Mehr. Im Greyerzbezirk kam er mit 49,4 Stimmen seinem Ziel am nächsten. Hier machte Marius Achermann nach Sense- und Seebezirk auch sein schlechtestes Bezirksergebnis.

Klare Ausgangslage für den 6. Juni

Die Auswirkungen einer voraussehbaren, mageren Wahlbeteiligung der Welschfreiburger am 6. Juni könnten beide Finalisten betreffen. Für Beat Vonlanthen spricht im zweiten Wahlgang hingegen, dass er nun nicht mehr im Links-Rechts-Sandwich steckt und die linken Stimmen wohl eher dem CVP-Kandidaten als der SVP-Kandidatin zukommen. Er ist jedenfalls der grosse Favorit.

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