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Viele Fragen an den falschen Gemeinderat

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Autor: Pascal Jäggi

Freiburg «Wir sind überrascht und enttäuscht von ihrem Vorschlag», meinte Rainer Weibel, Generalrat der Grünen, stellvetretend für die Bewohner der Au. Gemeint ist der Klein-Sankt-Johann-Platz, der am 26. Juni zur Begegnungszone wird, in der Fussgänger Vortritt haben und die Autos nur mit 20 Kilometern pro Stunde rollen dürfen. So weit, so einig sind sich Quartierbewohner und Gemeindebehörden, die gut zusammengearbeitet hätten, wie Weibel betonte.

Doch wie soll der Platz gestaltet werden? Hier gab es offenbar Missverständnisse zwischen den Partnern, weshalb der Quartierverein am Dienstag zu einer Sitzung mit Gemeinderat Jean Bourgknecht lud. Ein (provisorischer) Plan eines externen Büros sieht einige Tische und Bänke auf dem Platz vor. Die Bewohner im vollbesetzten Pfarreisaal Lenda waren mit diesem Vorschlag nicht einverstanden (Weibel forderte den Charakter eines «Salons»). Einige vermissten einen Teil der bisherigen Gestaltung, klare Strassenmarkierungen für die Autos etwa, oder waren unzufrieden damit, dass die bereits bestehenden Blumentöpfe weggeräumt werden sollen. «So wird es gefährlich für unsere Kinder, die auf dem Platz spielen», mahnte eine Mutter. Jean Bourgknecht und seine Mitstreiter, Stadtarchitekt Thierry Bruttin und Stadtingenieur Philippe Dreyer, hielten mehrfach fest, dass die Fussgänger gegenüber Autos absolute Priorität haben werden.

Doch für die meisten Fragen der Bevölkerung waren die drei Männer von der Baudirektion die falschen Adressaten. Vereinspräsidentin Patricia Barilli stellte bedauernd fest, dass Polizeivorsteher Charles de Reyff nicht anwesend war. «Um die Sicherheit auf dem Platz herzustellen, muss die Polizei präsent sein», meinte ein Anwohner. Bourgknecht versprach, die Sorgen der Bevölkerung an seinen Parteikollegen weiterzuleiten.

Unverständnis löste Philippe Dreyer aus, als er einwarf, dass die Au wenig Transitverkehr zu bewältigen habe. «Schauen sie sich doch die Autokolonnen zu den Stosszeiten an», rief eine Anwohnerin des Klein-Sankt-Johann-Platzes.

Barilli und Weibel forderten die Bewohner auf, ihre Vorschläge für eine Verbesserung des Platzes einzureichen. Auch Jean Bourgknecht betonte: «Wir wollen den Platz zusammen mit ihnen gestalten.»

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