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Viele Grossräte möchten die Hausärzte stärker in die Impfstrategie einbinden

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Das Impfzentrum des Kantons Freiburg im Forum Freiburg ist seit Januar in Betrieb. Viele Grossräte würden aber eine aktivere Rolle der Hausärzte bevorzugen.
Corinne Aeberhard

Der Gosse Rat fordert in einem Auftrag, dass die Hausärzte eine zentrale Rolle in der kantonalen Impfstrategie einnehmen. Sie impfen zwar mittlerweile auch, mehrere Ratsmitglieder wollen sie aber noch stärker einbinden.

Als der von 22 Grossräten unterschriebene Auftrag zur Integration der Hausärzte in die kantonale Corona-Impfstrategie beim Staatsrat einging, da hatten die beiden Impfzentren ihren Betrieb gerade erst aufgenommen. Der zweite Impfstoff, jener von Moderna, war zwei Wochen zuvor zugelassen worden.

Die Forderung des Vorstosses lautete, dass die Hausärzte so schnell wie möglich in die Impfstrategie eingebunden werden, weil sie die Risikopatienten am besten kennen und am besten wissen, wer zuerst geimpft werden muss.

Seit dem 9. Februar impfen im Kanton Freiburg auch die Hausärzte, dennoch nahm der Grosse Rat am Montagabend den Auftrag einstimmig an. «Ob Sie Ja oder Nein zum Auftrag stimmen: Die Ärzte wurden integriert, und wir führen das auch weiter», sagte Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP).

Sie erwähnte die verschiedenen Schritte des Konzepts, bei dem zuerst mobile Equipen und die beiden Impfzentren, dann die Spitäler, nun die Ärzte, und in Zukunft auch die Apotheken integriert werden. Wie Demierre betonte, hat am 7. Januar eine Sitzung mit dem Verband Ärztinnen und Ärzte Freiburg stattgefunden, darauf hätten 300 Ärzte eine Liste mit 4800 Risikopatienten erstellt. Von diesen hätten fast alle unterdessen eine Impfung oder einen Impftermin erhalten, so Demierre. 250 seien noch zu kontaktieren und 170 nicht erreichbar. Diese Impfungen finden gemäss der Staatsrätin entweder in den Testzentren oder in den Arztpraxen statt.

«Gebt das Mandat prioritär den Ärzten», forderte der Arzt und Grossrat Jean-Daniel Schumacher (FDP, Bürglen), insbesondere für Patienten, die nicht sehr mobil seien. In seiner Praxis habe er 55 Personen geimpft, aber 400 bräuchten eigentlich eine Impfung. Dominique Butty (CVP, Villariaz) unterstrich diese Forderung: «Die Ärzte sind die Champions des Impfens und der Lagerung.» Die Hausärzte seien an der Quelle, meinte Michel Zadory (SVP, Estavayer): «Die digitale Einschätzung ersetzt nicht die Kenntnisse der Ärzte.» Bernadette Mäder-Brülhart (CSP, Schmitten) kritisierte anhand der bisherigen Erfahrungen: «Jüngere werden geimpft, Ältere nicht. Der Computer bestimmt das; es ist nicht alles so organisiert, wie es sein sollte.» Und auch Antoinette de Weck (FDP, Freiburg) wies auf Probleme mit der Online-Plattform für die Impftermine hin: «Es geht ums Vertrauen. Wenn heute 95 Prozent der Heimbewohner geimpft sind, dann nur wegen den Heimärzten.»

«Keine Dose bleibt liegen»

Benoît Rey (CSP, Freiburg) brach eine Lanze für die Impfstrategie: «Es herrscht eine grosse Ungeduld. Aber lasst die Gesundheitsdirektion arbeiten. Man kann nicht schneller arbeiten, als Impfdosen da sind.» Und Erika Schnyder (SP, Villars-sur-Glâne) ergänzte: «Der Staatsrat hat sein Möglichstes getan. Aber er kann nicht alles selber bestimmen.»

Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre hielt fest: «Es bleibt keine einzige Impfdose ungenutzt liegen.» Sie sagte, dass für nächste Woche nur 50 Prozent der erwarteten Dosen bestätigt seien. Die kantonale Strategie ziele darauf hin, dass für jede Person auch die zweite Impfung gesichert sei.

Kommentar (1)

  • 17.02.2021-Ueli Johner-Etter, Kerzers

    Der Einbezug der Hausärzte ist gut und lobenswert.
    Leider fielen aber Höchstrisiko-Patienten, die von bernischen Hausärzten betreut werden, zwischen Stuhl und Bank. Sie waren auf der Liste mit den 4800 Risikopatienten nicht berücksichtigt und aufgeführt.
    Obwohl schon Ende Dezember dem Kantonsarzt-Amt gemeldet und vom Kantonsarzt als zu „den Ersten zu Impfende“ eingestuft, mussten diese einen Impftermine mühsam erstreiten.
    Mit nun einem Monat Verspätung haben diese (noch nicht alle) einen Impftermin.
    Schade, das die Verbundenheit unserer Bevölkerung mit dem Kanton Bern, dies vor allem im Sense- und Seebezirk nicht mit einbezogen wurde.

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