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Viele Hotels haben Internet noch nicht entdeckt

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Viele Hotels haben Internet noch nicht entdeckt

Freiburger Tourismusverband kritisiert ungenügende Nutzung des Reservations- und Veranstaltungsmoduls

Übernachtungen via Internet zu buchen ist heute vor allem für Geschäftsleute üblich. Die Freiburger Hotellerie nutzt aber diese Möglichkeit noch ungenügend. Aber auch Veranstaltungen werden zu wenig im Internet angekündigt.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Die Hotelreservationen via Internet haben im Jahr 2004 zwar um 33 Prozent zugenommen, wie Erich Bapst, Marketingleiter des Freiburger Tourismusverbandes (FTV), am Montag an der Generalversammlung in Charmey feststellen konnte. «Das Potenzial wird jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft», betonte FTV-Direktor Jacques Dumoulin, der dabei gar von Lethargie und Mangel an geschäftlicher Rührigkeit eines Teils der Freiburger Hotellerie sprach.

Bemühungen nicht belohnt

Laut Dumoulin strengt sich das Team des Freiburger Tourimusverbandes sehr an, das Freiburgerland im In- und Ausland immer besser zu verkaufen. «Wir waren im vergangenen Jahr während 100 Tagen in der ganzen Welt auf Werbetour», fügte Erich Bapst bei.

Die Bemühungen des FTV werden aber offenbar nicht von allen Partnern entsprechend honoriert. Dumoulin zeigte sich jedenfalls empört über die Haltung gewisser Hotelbetriebe. Für die ungenügende Nutzung des Internets machte er aber nicht den Freiburger Hoteliers-Verein verantwortlich.

Zu grosses Hotelangebot

Ganz «ungeschoren» kam aber dieser Berufsverband nicht davon. Dumoulin warf ihm vor, nicht genügend gegen das quantitativ zu grosse und vor allem zu wenig leistungsfähige Angebot zu unternehmen. Seiner Ansicht nach müsste sich der Hoteliers-Verein entschieden für eine bessere Ausbildung des Personals einsetzen.

«Da dies nicht geschehen ist, wird weiterhin die gesamte Branche die Kritik einzustecken haben, die durch die laschen Verhaltensweisen gewisser Betriebe hervorgerufen wird», gab er zu bedenken. Er befürchtete gar, dass alle Mitglieder mit «Gegenmassnahmen» zu rechnen haben. Wie er ausführte, zieht Schweiz Tourismus ernsthaft in Erwägung, sich nicht mehr an die mehr oder weniger offiziellen Klassifikationen zu halten, sondern künftig auf Zufriedenheitsumfragen bei der Kundschaft zu setzen.
Der FTV-Direktor stellte weiter fest, dass auch der elektronische Veranstaltungskalender nicht genügend genutzt werde. Sein Vorwurf richtete sich dabei an die Verkehrsbüros. Nach seinen Worten ist die Versorgung mit Daten qualitativ höchst unausgeglichen und entspreche den Erwartungen des FTV bei weitem nicht. «Die Angaben sind häufig unzuverlässig, kommen zu spät, enthalten Irrtümer oder sind mangelhaft strukturiert, obwohl es Vorlagen gibt, an die man sich halten könnte. Auch hier besteht noch viel Handlungsbedarf», gab er zu verstehen.
Dumoulin rief in Erinnerung, dass eine einzige Dateneingabe genüge, damit zahlreiche stark besuchte Websites auf kantonaler, nationaler und sogar internationaler Ebene auf eine Veranstaltung hinweisen. «Unzulängliche Informationen können sich rasch nachteilig auswirken. Die Nutzer solcher Informationen lassen sich nicht zweimal hereinlegen», fügte er bei.

Urs Kolly wirbt neu
für das Freiburgerland

An der FTV-Versammlung in Charmey konnten aber auch viele positive Punkte hervorgehoben werden. So konnte Erich Bapst mitteilen, dass Tourimus Schweiz das Freiburgerland neu als schweizerische Tourismus-Region anerkannt hat. Und in diesem Jahr will der FTV mit dem Behindertensportler und mehrfachen Olympiasieger Urs Kolly Werbung machen. Laut Bapst verkörpert der Sportler, Käser und Familienvater Urs Kolly die wahren Werte des Freiburgerlandes. So werde Urs Kolly mit gewissen Aussagen über das Freiburgerland auf Plakaten zu sehen sein. Er wird aber auch an gewissen Werbeveranstaltungen persönlich teilnehmen.

Mehr Hotelübernachtungen

FTV-Präsident Hubert Lauper konnte in seinem Jahresbericht 2004 von einer Zunahme der Übernachtungen um 3,8 Prozent berichten. Das Wachstum sei aber allein auf die Eröffnung des Hotels Ibis in Granges-Paccots zurückzuführen. Das neue Hotel in der Nähe des Forums Freiburg habe den andern Hotels jedoch nicht geschadet, sagte er. Im Gegenteil, seine Aktivität werde sich gar stimulierend auswirken.

Neu in den Kantonalvorstand wurden Fredy Roos, FEW, Le Mouret, und Grossrätin Raymonde Favre, Semsales, gewählt. Das demissionierende Vorstandsmitglied Jean Deschenaux wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Charmey
als gutes Beispiel

Der Freiburger Tourismusverband tagte am Montag in einer Gemeinde, die sich nicht scheut, viel Geld in den Tourismus zu investieren. So konnte Ammann und Grossrat Jean-Pierre Thürler den FTV-Delegierten das Freizeit-Thermalzentrum «Les Bains de Charmey» vorstellen, das bereits im Winter 2006 eröffnet werden soll.

20 Millionen Franken werden in dieses Vorhaben investiert, das dereinst jährlich 200 000 Gäste empfangen soll. Mittels einer Holzheizung wird das Wasser des Thermalzentrums mit einem Bad im Freien und einem in der Halle auf 35 Grad aufgeheizt. Ein Schwimmbecken für Kinder, Sauna, Türkischbad, Massage-Räume usw. ergänzen das Wellness-Zentrum. 28 Arbeitsplätze werden geschaffen; dies bei einem erwarteten Umsatz von vier Millionen Franken pro Jahr. Staatsrat Michel Pittet schloss jedenfalls nicht aus, dass die Gemeinde eines Tages «Charmey-les-Bains» heissen wird. az

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