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Viele Wähler wählen im Voraus

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Das Wahlbulletin in aller Ruhe zu Hause ausfüllen, ins Couvert stecken, dieses auf dem Weg zur Arbeit in einen Briefkasten werfen. Und am Wahlsonntag ausschlafen, wandern gehen, verreisen–tun, wonach das Herz begehrt, anstatt zur Urne zu eilen. Vorzeitig brieflich abstimmen ist praktisch, deshalb nutzen es auch so viele Bürgerinnen und Bürger.

Briefliches Abstimmen war im Kanton Freiburg erstmals im Juni 1995 möglich. Drei Jahre später nutzten bereits gut 41 Prozent der Abstimmenden im Kanton Freiburg die Möglichkeit, vorzeitig brieflich auf der Gemeinde abzustimmen. 2005 waren es 91 Prozent und 2013 waren es gut 94 Prozent.

Die von den FN angefragten Gemeinden Freiburg, Murten und Düdingen bestätigen diese Entwicklung. Überall lag der Prozentsatz für das briefliche und vorzeitige Abstimmen in den letzten Jahren bei 95 Prozent. «Wir haben heute noch 100 bis 150 Leute, die am Abstimmungs- oder Wahlsonntag an die Urne kommen», sagt Urs Höchner, ehemaliger Stadtschreiber in Murten und Verantwortlicher für den kommenden Wahlsonntag. Der Vorsteher des Düdinger Einwohneramtes, Beat Aebischer, sagt dazu: «Früher kamen die Leute vor oder nach der Messe an die Urne, heute ist das nicht mehr so.»

Murten ruft an

Damit die Stimmen gültig sind, müssen die Bürger ihr Wahlcouvert unterschreiben. Nicolas Wolleb, Leiter der Einwohnerkontrolle der Stadt Freiburg, schätzt, dass ungefähr ein Prozent der brieflich Abstimmenden vergisst, das zu tun. «Diese Couverts können wir nicht beachten», sagt er. Auch Beat Aebischer geht von knapp einem Prozent nicht unterschriebenen Couverts aus. «Das sind etwa vierzig Stimmen.»

Urs Höchner will diese Stimmen nicht verlieren: Die Gemeinde Murten ruft jene an, deren Stimmcouverts nicht unterschrieben im Briefkasten landen. «Sie haben sich die Mühe gemacht, zu wählen oder abzustimmen, es wäre schade, wenn wir die Couverts nicht beachten könnten.» Bei Gemeindewahlen oder -abstimmungen, wo ein Teil der ausländischen Bevölkerung teilnehmen kann, gebe es mehr nicht unterschriebene Couverts. «Sie sind sich das briefliche Abstimmen nicht gewohnt.»

Gewisse Couverts treffen auch zu spät ein; das sind aber in allen Gemeinden relativ wenige: In Düdingen sind es ein bis zwei Couverts pro Abstimmung, in Freiburg und Murten zwischen zwei und zehn Couverts. Überall treffen am meisten Couverts in der letzten Woche vor den Abstimmungen oder Wahlen ein.

 Unterschiede gibt es bei den Kosten für die Wähler: In Freiburg und Murten können die Stimmberechtigten ihr Wahlcouvert kostenlos zurückschicken, in Düdingen müssen sie es frankieren. Gemäss Nicolas Wolleb hat das Frankieren der Couverts die Gemeinde Freiburg letztes Jahr gut 19 000 Franken gekostet, dies für die eidgenössischen Abstimmungen. Die Gemeinde wolle ihren Einwohnern so das Wählen erleichtern.

Gleicher Aufwand

Brieflich abstimmen und wählen ist für den Stimmbürger ungemein praktisch. Am Aufwand für die Gemeinden ändert es allerdings nichts. «Zumindest können wir schon morgens mit dem Auszählen anfangen. Kämen alle zur Urne, könnten wir erst am Mittag beginnen», sagt Thomas Bürgy, Gemeindeschreiber in Düdingen. Mit rund 6000 Stimmberechtigten werden dort am Wahlsonntag knapp 40 Leute im Einsatz stehen: Die sechs Ortsparteien stellen je vier Helfer, von der Gemeindeverwaltung sind 15 Mitarbeiter aufgeboten. Murten hat 4100 Stimmberechtigte, 25 Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung werden im Einsatz stehen. In der Gemeinde Freiburg mit gut 20 200 Stimmberechtigten werden 60 Leute Couverts öffnen, sortieren, kontrollieren, zählen und erfassen. «Ich rechne mit rund 700 Arbeitsstunden», sagt Nicolas Wolleb.

Wer für die kommenden Wahlen brieflich wählen will, muss das Couvert spätestens amDienstagper B-Post oder am kommendenDonnerstagper A-Post verschicken, damit es rechtzeitig ankommt.

«Wir haben noch 100 bis 150 Leute, die am Abstimmungssonntag an die Urne kommen.»

Urs Höchner

Ex-Stadtschreiber von Murten

«Kämen alle zur Urne, könnten wir erst am Mittag mit Auszählen beginnen.»

Thomas Bürgy

Gemeindeschreiber in Düdingen

Wahlen: Live dabei an der Freiburger Messe

A m Wahlsonntag, dem 18. Oktober, veröffentlicht die Freiburger Staatskanzlei die Wahlresultate an der Freiburger Messe im Forum Freiburg. Gemäss Mitteilung wird die Halle 4 C im zweiten Stock speziell dafür eingerichtet. Besucherinnen und Besucher können dort mit Kandidatinnen und Kandidaten sprechen, mit Parteimitgliedern und mit Journalistinnen und Journalisten. Ab 16 Uhr ist der Eintritt in die Freiburger Messe gratis, wer bereits früher bei der Veröffentlichung der Wahlergebnisse dabei sein möchte, kann bei der Staatskanzlei gratis Eintrittskarten bestellen. Die Kanzlei erwartet ab 14 Uhr aussagekräftige Ergebnisse zur Ständeratswahl und ab 17 Uhr zur Nationalratswahl. mir

Tickets unter www.fr.ch/billets oder 026 305 10 45 (maximal vier Karten pro Person).

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