Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Vieles spricht gegen den Bau der zweiten Röhre

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Gotthard-Strassentunnel muss saniert werden. Dafür braucht es keine zweite Röhre, und wir können uns diese finanziell gar nicht leisten. Bund und Kantone schnüren Sparpakete. Mit der Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III wird die Lage noch dramatischer. Wenn trotz angekündigter Bildungsoffensive die Bildungsbudgets gekürzt werden müssen und gleichzeitig für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels unnötige Mehrausgaben von mindestens 1,5 Milliarden Franken beschlossen werden, zeugt dies nicht gerade von einer glaubwürdigen Politik. Ebenso verhält es sich mit den vom Bundesrat und den Befürwortern ins Feld geführten Vorteilen der Variante mit zwei Röhren: Bei der Sicherheit muss man die Relationen im Auge behalten. In der Zeit von 2001 bis 2014 waren im Gotthardtunnel 21 Todesopfer zu beklagen, 11 davon durch den tragischen Unfall im Jahr 2001. Ein Nullrisiko gibt es nie. Mit der Sanierung und Modernisierung des bestehenden Tunnels, der konsequenten Umsetzung des Güterverkehrsverlagerungsgesetzes nach der Eröffnung des Ceneri-Tunnels und durch die bereits heute serienmässig in die neuen Fahrzeuge eingebauten Assistenzsysteme wird die Sicherheit viel schneller massiv erhöht. Das verbleibende Restrisiko muss tragbar sein, sonst dürfte man ja bei einer Sperrung einer Röhre nicht, wie im Konzept vorgesehen, den ganzen Verkehr im anderen Tunnel im Gegenverkehr abwickeln. Die Forderung, dass der Kanton Tessin strassenseitig nicht vom Rest der Schweiz abgeschnitten werden dürfe, ist Jammern auf hohem Niveau. Mit der Neat erhält das Tessin eine neue und schnelle Nord-Süd-Verbindung, und durch die angebotene Rollende Landstrasse ist auch während der rund dreijährigen Sperrung des Strassentunnels eine Reise per Auto möglich. Für die begrenzte Zeitdauer ist diese Unannehmlichkeit sicher zu ertragen. Gemäss einer Studie des Bundes ist eine dreijährige Sperrung für die Kantone Uri und Tessin auch wirtschaftlich verkraftbar.

Schliesslich werden wir mit dem Beschluss zum Bau einer zweiten Röhre erpressbar. Dass wir ausländischem Druck nachgeben müssen, haben wir beim Bankgeheimnis und der Unternehmensbesteuerung erfahren. Sind die beiden Röhren einmal gebaut, ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis alle vier Spuren befahren werden. Damit entziehen wir der mit Steuergeldern in zweistelliger Milliardenhöhe finanzierten Neat die Grundlage zum kostendeckenden Betrieb.

Meistgelesen

Mehr zum Thema