Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Vielleicht steckt Zigeunerblut in mir»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Vielleicht steckt Zigeunerblut in mir»

Pop, Rock und ein bisschen Country: Das neue Album von Kristin Ash

Sie singt mit wunderbar kräftiger Stimme über die Liebe und über ihre Leidenschaft für die Musik. Kristin Ash aus Freiburg überrascht mit ihrem zweiten Soloalbum «Today», und sie wird nicht selten mit Shania Twain verglichen.

Mit KRISTIN ASH sprach
ILONA STÄMPFLI

Du bist vor kurzem am zweitgrössten Open Air der Schweiz, in Gampel, aufgetreten. Was ist es für ein Gefühl, neben Stars wie Eagle Eye Cherry und Keziah Jones ein Konzert zu geben?

Es war grandios. Als ich auf die Bühne kam, waren schon mega viele Leute da. Obwohl sie mich wahrscheinlich nicht kannten, haben sie sofort mitgemacht und beim Lied «Sometimes» sogar mitgesungen. Das ist sehr ermutigend, vor allem, wenn man noch nicht so bekannt ist.

Hattest du kein Lampenfieber?

Doch, schon. Ich war sehr nervös. Aber wenn ich kein Lampenfieber hätte, wäre das auch nicht gut. Ich wusste, dass ich in Gampel Vollgas geben musste, 200 Prozent. Aus der Aufregung entsteht Energie, die ich dem Publikum weitergeben kann.

In deinen Songs offenbarst du deine Seele. Ist es nicht schwierig, vor einem fremden Publikum seine Gefühle zu äussern?

Ich denke, das gehört dazu. Die Leidenschaft für die Musik kann nur durch echte Gefühle vermittelt werden. Man darf als Musiker keine Angst haben, sich zu offenbaren. Meine Songs sind übrigens nicht alle autobiografisch. Ich singe auch über Dinge, die andere Leute erlebt haben.

Apropos autobiografisch: Gelten die Lieder auf deinem Album alle demselben Mann?

(lacht) Diese Frage hat mir noch nie jemand gestellt. Im Moment bin ich Single. Meine Lieder handeln nicht nur von Liebesbeziehungen. «Never ending Story» zum Beispiel beschreibt die Liebe zwischen mir und der Musik. Aber ja, ich habe natürlich schon an jemanden gedacht, als ich die Songs geschrieben habe.

«Today» ist dein zweites Soloalbum. Warum ist es so grundlegend anders als «Kristin», dein erstes Album?

Das ist eine lange Geschichte. Mein erstes Album in Mundart war ein Kompromiss. Ich wollte schon immer Sängerin werden und träumte davon, eine CD herauszugeben. So habe ich meine Demo eingeschickt und plötzlich kam eine positive Antwort. Ich war im siebten Himmel und war für alles bereit, was der Verlag (damals Sony Music) von mir wollte. Aber das erste Album war nicht ich. Ich habe Mundart gesungen, weil man es so von mir wünschte.

Und jetzt? Bist du zufrieden mit dem neuen Projekt?

Ja, sehr. Nachdem Sony meine englischen Songs ablehnte, musste ich mir eine neue Plattenfirma suchen. Alles ging wieder von vorne los. Es dauerte vier Jahre, bis ich schliesslich die richtigen Leute kennen lernte und bei Universal Music unterkam. Ich bin überzeugt von «Today». Aber das erste Album hat mir gezeigt, was ich eigentlich wirklich will und wer ich bin.

Du singst in Englisch, ein Teil der Lieder wurde in Kanada aufgenommen, Country-Einflüsse sind auf «Today» eindeutig herauszuhören. Bist du das wirklich?

Ja, ich kann es mir nicht anders vorstellen. Als ich meine Songs zum ersten Mal den Produzenten präsentierte, tönte alles ein wenig nach Country. Das kam automatisch so. Dieser Einfluss konnte nicht einfach herausgestrichen werden. Es ist mein Stil.

Dein Booklet ist auch in diesem Country-Stil…

Die Fotos haben wir in der Camargue aufgenommen. Ich wollte warme, erdige Farben und etwas Abenteuerhaftes. Das bin genau ich, wie eine Zigeunerin. Ich habe sowieso manchmal das Gefühl, ich hätte ein bisschen Zigeunerblut in mir.

Sind deine Fans nicht enttäuscht, wenn sie deine Homepage nur in Englisch lesen können?

Ich wollte die Seite ursprünglich in drei Sprachen machen. Aber es war schlussendlich eine Geldfrage, warum dies nicht klappte. Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, waren fremde Sprachen nie ein Problem für mich. Sie öffnen Horizonte. Ich kann meine Gefühle besser in Englisch ausdrücken.

Strebst du eine internationale Karriere an?

Zuerst will ich es in der Schweiz versuchen. Es ist schon hier nicht leicht. Ich möchte alles schön langsam angehen und Schritt für Schritt aufbauen. Einige Musiker, die auf dem Album spielen, kommen aus Kanada. Dort wollen wir es auch mit einer Single versuchen.

Hast du noch einen Bezug zu Freiburg?

Ich wohne hier! In Freiburg lebt meine Familie, da sind meine Wurzeln. Es ist mir auch wichtig, dass ich Freiburg in der übrigen Schweiz vertreten kann. Mit Mia, Kisha, Gustav und Rään gibt es hier viele talentierte Interpretinnen und Interpreten.

Sind Mia Aegerter und Kisha eine Konkurrenz für dich?

Wir gehen alle unsere eigenen Wege, machen andere Musik. In Freiburg hat es noch genug Platz für Künstler. Ich sehe sie nicht als Konkurrentinnen an.

Darf man dich mit jemandem vergleichen?

Ich weiss genau, was jetzt kommt …

… mit Shania Twain zum Beispiel.

Danke für das Kompliment. Ich finde Shania gut. Sie ist natürlich und echt und trotz Erfolgs bescheiden geblieben. Aber ich habe während den Aufnahmen nie an sie gedacht. Ich bin ich, Kristin Ash. Ich eifere niemandem nach.

Mehr zum Thema