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«Vielleicht wollte Gott nicht, dass ich mit 18 schon ins Ausland gehe»

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Autor: Matthias Fasel

Die Zuschauer im St. Leonhard hatten am Samstag sofort bemerkt, dass etwas Schlimmes passiert war. Bei einer missglückten Landung knickte Stefan Petkovic um und wälzte sich vor Schmerz. «Es war ein komisches Gefühl. Ich fühlte mich wie in einem schlechten Traum», sagt der 18-Jährige vier Tage nach dem Unfall. Was von Beginn weg vermutet worden war, wurde am Montag nach einer MRI-Untersuchung zur traurigen Gewissheit: Das Kreuzband im rechten Knie ist gerissen, der Spielmacher muss acht bis neun Monate pausieren. Am kommenden Montag wird der Nationalspieler operiert.

Autoprüfung statt Playoff

Doch Petkovic ist keiner, der lamentieren mag. In seiner Stimme schwingt keine erkennbare Niedergeschlagenheit mit. Es klingt deshalb glaubwürdig, wenn er sagt: «Es ist wichtig, dass ich den Kopf oben behalte. Ich habe mir gesagt, dass dies nun einmal zum Leben eines Sportlers dazugehört. Und jetzt kann ich ohnehin nichts mehr ändern. Nun habe ich Zeit, mich auf ganz andere Dinge zu konzentrieren. Es ist wichtig, meinen Kopf mit anderen Ideen und Gedanken durchzulüften», so Petkovic, der sich noch in der Ausbildung befindet und die Diplommittelschule besucht.

Da wäre zum Beispiel das Autopermis. «Ich habe jetzt genügend Zeit, für die Theorieprüfung zu lernen. Und wenn ich dann die Krücken nicht mehr habe, kann ich die praktische in Angriff nehmen. Und auch für Familie und Kollegen werde ich nun mehr Zeit haben.» Petkovic wird deshalb in der nächsten Zeit öfters einmal bei seinen Eltern in Zürich anzutreffen sein und nur die kürzeren Auswärtsreisen seines Teams mitmachen, um das Team zu unterstützen.

«Das ist Schicksal»

Das Beispiel Petkovic zeigt, wie schnell es im Sport manchmal gehen kann und wie unvorhersehbar und unsicher der Beruf des Profisportlers doch ist. Bisher ist in der Karriere des jungen Talents immer alles mehr oder weniger ohne Komplikationen verlaufen. Es ging stets aufwärts. Mit 14 wechselte er von Zürich in die Nachwuchsabteilung Olympics, mit 17 schaffte er es zum Stammspieler in der NLA und ins Kader der Nationalmannschaft. Und in dieser Saison wusste sich Petkovic noch einmal deutlich zu steigern. Er schien seinem Traum, im Ausland – vorzugsweise in Spanien oder Italien – zu spielen, nahe zu sein.

Einige Clubs zeigten sich interessiert. Bei Freiburg hat er zwar noch einen Vertrag für nächste Saison, jedoch mit Ausstiegsklausel für ein Engagement im Ausland. Von dieser wird er nun sicher nicht gebrauch machen müssen. Petkovic betrachtet den Karriere-Rückschlag fatalistisch: «Meine Mutter sagt immer: Das ist Schicksal. Vielleicht wollte Gott nicht, dass ich mit 18 schon ins Ausland gehe.»

Quidomes Aufmunterung

Gut zugeredet hat Petkovic nicht zuletzt Trésor Quidome, der am Samstag nach achtmonatiger Verletzungspause sein Comeback gegeben hat. «Er hat mir gesagt, dass positive Gedanken wichtig sind, und dass ich halt in dieser Zeit meinen Oberkörper trainieren soll. Die Beine kommen erst später wieder darn. Da werde ich überhaupt keine Muskeln mehr haben und wieder bei null anfangen müssen…»

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