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Vier Freiburger, ein Ziel: sechs Gänge

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Der Unspunnen-Schwinget ist prestigeträchtig. Das liegt zum einen an der Tatsache, dass das Fest nur alle sechs Jahre stattfindet, und andererseits am Teilnehmerfeld: Nur die 120 besten Schwinger des Landes dürfen überhaupt antreten. Speziell ist auch dies: Am Unspunnen-Schwinget – wie auch am Kilchberger – werden keine Kränze verteilt. Preise dürfen die Kämpfer dennoch entgegennehmen, aus dem gut bestückten Gabentempel.

Der Sieg in Interlaken geht über die starke Berner Phalanx. Johann Borcard, Michel Dousse, Lario Kramer und Steven Moser – die vier vom Südwestschweizer Verband selektionierten Freiburger Schwinger, die allesamt Premiere am Unspunnen-Schwinget feiern werden – haben deshalb primär ein anderes Bestreben: den Ausstich nach vier Gängen zu überstehen und über die volle Distanz von sechs Gängen gehen zu können.

Kramer: Nichts zu verlieren

«Wenn ich sechs Gänge schwingen und gegen jeden Gegner mein Bestes geben kann, bin ich zufrieden», sagt der Galmizer Lario Kramer, der sich das Aufgebot mit seinen vier gewonnen Kränzen in diesem Jahr und der Schlussgangteilnahme am Waadtländer Kantonalen verdient hat. «Das Unspunnenfest war wie das Eidgenössische letztes Jahr mein grosses Ziel. Jetzt freue ich mich darauf und will das Fest geniessen.» Nervös sei er nicht, schliesslich habe er in Interlaken nichts zu verlieren. Dass Kramer zuletzt auf der Schwägalp erstmals einen Eidgenossen bezwingen konnte, gibt dem 19-jährigen Seeländer zusätzlichen Auftrieb. «Das motiviert und zeigt mir, dass sich der Aufwand und das Training lohnen.»

Dousse: Teilnahme ein Erfolg

Gelassen kann auch Michel Dousse den Saisonhöhepunkt angehen. Unlängst feierte der Oberschroter am Walliser Kantonalen seinen ersten Kranzfestsieg. Wie Kramer hat Dousse total vier Kranzgewinne im 2017 auf seinem Konto. 2011 hatte Dousse die Selektion für Interlaken noch knapp verpasst, umso mehr freut er sich nun auf das Wochenende. Sechs Gänge wären toll, sagt der Sportstudent, letztlich sei aber bereits die Teilnahme ein grosser Erfolg für ihn.

Hier geht’s zum ausführlichen Artikel zu Michel Dousse.

Moser: Militär als Handicap

Derweil sich Kramer und Dousse wie gewohnt auf das Fest vorbereiten können, ist die Ausgangslage für Steven Moser ungleich komplizierter. Der Brünisrieder leistet zurzeit Militärdienst. «Die Trainingsmöglichkeiten sind eingeschränkt. Meistens trainiere ich, wenn wir Ausgang haben oder während den Sportlektionen», erklärt Moser. «Hinzu kommt, dass nicht genügend Ruhezeit vorhanden ist. Deshalb ist man am Wochenende ein wenig erschöpft.» Gleichwohl reist der Brünisrieder, der wie Dousse in diesem Jahr seinen ersten Kranzfestsieg feiern konnte (am Waadtländer Kantonalen in Mont-Pèlerin), ambitioniert an den Unspunnen-Schwinget. «Ich gehe voller Erwartungen nach Interlaken und werde alles geben.»

Borcard: Fortschritte bestätigen

Den Militärdienst kürzlich beenden konnte der vierte Freiburger am Unspunnen-Schwinget, Johann Borcard. Mit dem Einzug in den Schlussgang beim Freiburger Kantonalen konnte er bestätigen, dass er in diesem Jahr Fortschritte gemacht hat. «Ich hatte oft Mühe gegen Schwinger, die noch keinen Kranz haben oder aber defensiv agieren, das hat sich geändert», erklärt Dousse. Das sind doch beste Voraussetzungen, denn auf solche wird er am hochklassig besetzten Unspunnen-Schwinget mit Sicherheit nicht treffen …

Unspunnen-Schwinget

Die vier Freiburger

Johann Borcard

Wohnort: Villars-sur-Mont. Geburtsdatum: 1. Mai 1994. Grösse: 187 cm. Gewicht: 100 kg. Beruf: Landwirt (gelernter Schreiner). Kränze: 11. Grösste Erfolge: Schlussgangteilnahme am Südwestschweizer Schwingfest 2017 in Kerzers, 2 SWS-Teilverbandskränze, 8 Gänge absolviert am Eidgenössischen 2016 in Estavayer.

Michel Dousse

Wohnort: Murten. Geburtsdatum: 2. September 1992. Grösse: 186 cm. Gewicht: 95 kg. Beruf: Student in Sportwissenschaften (gelernter Zimmermann). Kranzfestsiege: 1. Kränze: 9. Grösste Erfolge: 1. Rang Walliser Kantonalschwingfest 2017 in Collombey, Schlussgangteilnahme Freiburger Kantonalschwingfest 2011 in Marly, 2 Südwestschweizer Teilverbandskränze (2016 und 2017), Teilnahme am Eidgenössischen 2016 in Estavayer.

Lario Kramer

Wohnort: Galmiz. Geburtsdatum: 9. Juli 1998. Grösse: 186 cm. Gewicht: 87 kg. Beruf: Gärtner. Kränze: 8. Grösste Erfolge: 2 Südwestschweizer Teilverbandskränze (2016 und 2017), Schlussgangteilnahmen Freiburger Kantonalschwingfest 2016 in Châtel-St-Denis und Waadtländer Kantonalschwingfest 2017 in Mont-Pèlerin, 8 Gänge absolviert am Eidgenössischen 2016 in Estavayer.

Steven Moser

Wohnort: Brünisried. Geburtsdatum: 29. März 1996. Grösse: 192 cm. Gewicht: 102 kg. Beruf: Polymechaniker. Kranzfestsiege: 1. Kränze: 17. Grösste Erfolge: Sieg Waadtländer Kantonalschwingfest 2017 in Mont-Pèlerin, 6 Schlussgangteilnahmen an Kranzfesten: Südwestschweizer Teilverbandsfest 2016 in Aigle, Waadtländer 2014 in Aubonne, Walliser 2015 in Troistorrents, Neuenburger 2016 in Couvet, Waadtländer 2016 in Eysins, Freiburger 2017 in Villaz-St-Pierre, Bergkranz Schwarzsee 2017, 4 Teilverbandskränze, 8 Gänge am Eidgenössischen 2016 in Estavayer.

Selektion Südwestschweizer Verband: Johan Borcard (Villars-sur-Mont), Samuel Dind (Dombresson VD), Michel Dousse (Murten), Steve Duplan (Ollon VD), Marc Gottofrey (Lausanne VD), Stéphane Haenni (Mézières VD), Lario Kramer (Galmiz), Michel Matthey (Gingins VD), Steven Moser (Brünisried), Pascal Piemontesi (Eclépens VD). Ersatz: Augustin Brodard (La Roche), Ivan Mollet (Ollon VD).

Südwestschweizer Selektion

Die Freiburger Schwinger sind in der Minderheit

Von den insgesamt 120 Startplätzen beim Unspunnen-Schwinget gingen zehn an den Südwestschweizer Verband (SWSV). Mit Johann Borcard, Michel Dousse, Lario Kramer und Steven Moser wurden vier Freiburger selektioniert, die übrigen sechs sind Waadtländer. Damit stellen die Freiburger seit einigen Austragungen erstmals wieder den kleineren Anteil an Schwingen. 2011 etwa stammten von den zehn aufgebotenen Athleten noch acht aus dem Kanton Freiburg, beim vorletzten Unspunnenfest gar neun.

Einerseits hätten die Waadtländer Schwinger zuletzt Fortschritte erzielt, erklärt Christian Schmutz, der Technische Leiter des SWSV, anderseits würden die Freiburger unter Ausfällen leiden. Mit Benjamin Gapany, Marc Guisolan oder Rolf Kropf fehlen einige Schwinger verletzungsbedingt.

Der Delegation des SWSV in Interlaken fehlt es an Erfahrung. Kaum einer der Schwinger ist über 25 Jahre alt. «Das Niveau beim Unspunnenfest ist noch höher als an einem Eidgenössischen», sagt Schmutz. «Unsere Schwinger müssen sich daran messen lassen. An einem solchen Fest kann man sehen, ob sie dazu fähig sind, ihr Potenzial auszuschöpfen.»

fs

 

 

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