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Vier Gegentore in 333 Sekunden

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Autor: kurt ming

Nach der bitteren Derbyniederlage vor knapp 16 000 Fans liegen die Nerven beim HCF blank. Dabei lief für das Pelletier-Team 20 Minuten lang vieles rund. Gleich mit dem ersten Angriff schoss Beni Plüss sein Team 1:0 in Front und eröffnete damit das interne Brudertorschützenduell. Mit zwei Treffern sorgte dann der Natistürmer Martin Plüss in der Folge wieder für geregelte Verhältnisse in diesem familiären Vergleich.

Nicht nur das Plüss-Duell ging am Ende an den SCB, sondern auch das Resultat zeigte die im Moment ungleichen Verhältnisse brutal auf. Der SCB musste an diesem Abend selten ans Limit gehen, um ein völlig von der Rolle geratenes Freiburg klar in die Schranken zu weisen. Die Torchancen des Gastes waren an einer Hand abzuzählen, auch nach den schnellen Gegentoren kam von Seiten des Verlierers kaum grosse Gegenwehr.

Kapitales HCF-Blackout

In der ersten Drittelspause jammerte manch SCB-Fan über die bis dahin ungenügende Leistung des klaren Favoriten, während auf der anderen Seite die Gottéronspieler dank der glücklichen Führung auf eine Überraschung hoffen durften. Dann aber überschlugen sich die Ereignisse in der Berner Eishalle.

Der Meisteranwärter brauchte nur gerade 30 Sekunden, um Stimmung in die Bude zu bringen. Martin Plüss nutzte ein Unaufmerksamkeit des Verteidigerduos Abplanalp/Gerber zum viel bejubelten Ausgleich, beim HCF standen zu diesem Zeitpunkt sinnigerweise auch die beiden Söldner Aubin und Quellet auf dem Eis.

Kurze Zeit später traf mit Verteidiger Roman Josi der beste Spieler auf dem Feld in Überzahl von der blauen Linie aus. Coach Pelletier nahm nun ein frühes Time-out, Keeper Caron kam allerdings nicht an die Bande! Offensichtlich hatte er die Botschaft seines Chefs nicht gehört, denn zwei Zeigerumdrehungen später stand es schon 4:1. Der junge Doppeltorschütze Tristan Scherwey (18) und wiederum Martin Plüss sorgten schon früh für klare Verhältnisse.

Schwächstes Derby seit Jahren

Damit war der Match noch vor der Hälfte zugunsten der Bundesstädter entschieden, die in der Folge Tempo wegnahmen und so ihrem alten Rivalen eine noch grössere Schlappe ersparten.

Zumindest die älteren Zuschauer wähnten sich beim einseitigen Derby wohl im falschen Film. Ein spielerisch und emotional so schwaches Derby hat man in den letzten Jahren zwischen diesen Traditionsklubs kaum einmal gesehen. In den Bykow-Zeiten oder noch vor zwei Jahren im Play-off war der HCF jeweils ein ebenbürtiger Gegner für den SCB, diesmal nicht viel mehr als ein guter Trainingspartner.

Hauptgrund für das erneute Desaster war ein wiederum konzeptloses Vorgehen in Abwehr und Angriff. Natigoalie Bührer musste in den 60 Minuten kaum ein halbes Dutzend Mal ernsthaft eingreifen.

Ein kleiner Vergleich am Rande: Zwischen den Nachwuchsstürmern Mottet und Hasani, und ihren Berner Antipoden Scherwey und Berger lagen auf dem Eis spielerische und taktische Welten; jedenfalls war diese Differenz mindestens gleich gross wie der Punkteabstand (21 Zähler) nach elf gespielten Runden. Aber solange bei Gottéron kaum ein halbes Dutzend Spieler Normalform erreichen, wird es auch in Zukunft schwer werden, zu weiteren Punkten zu kommen.

Und nach der achten Niederlage in Folge hat sich der Druck vor dem kapitalen Heimspiel am Freitag gegen Ambri nochmals gewaltig erhöht.

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