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Vier Giganten mit Defensivsorgen

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Em 2012 Titelhalter Spanien hat neben dem Forfait des Topskorers David Villa die verletzungsbedingte Absage von Carles Puyol zu verkraften. Der Captain des FC Barcelona wäre als Patron vorgesehen gewesen. Erstmals überhaupt an einer Endrunde müssen die Iberer ohne «El Tiburon» auskommen. Puyol, Integrationsfigur und Antreiber, ist unersetzlich – auch im Alter von 34. Klubkollege Gerard Piqué wird nach einer turbulenten und für ihn enttäuschenden Saison zusammen mit Sergio Ramos den spanischen Innenblock bilden. Sollte im Zentrum nicht alles wunschgemäss funktionieren, hält Vicente del Bosque eine unkonventionelle Option in der Hinterhand. Javi Martinez (Athletic Bilbao), der Allrounder, einer der Aufsteiger des Jahres in der Primera Division, stünde bereit. Bei den Lesern der «Marca» hat das medizinische Bulletin selbstredend keine Euphorie ausgelöst: Nur noch 47,3 Prozent trauen der «Furia Roja» die Wiederholung des EM-Coups von 2008 zu. Anders beurteilt hingegen die Konkurrenz die Lage der Spanier – beispielsweise Thiago Motta, der mit Italien am Sonntag in Danzig auf die Weltnummer 1 trifft: «Spanien spielt auch ohne Puyol und Villa auf gleich hohem Niveau.»

De Rossis neue Rolle

Im italienischen Team sind die Sorgen ohnehin wesentlich grösser als beim Welt- und Europameister. Der Wettskandal in der Heimat beeinflusst womöglich auch das taktische Schema im fernen Polen. Domenico Criscito (Zenit) wurde suspendiert, der Juve-Verteidiger Leonardo Bonucci wird später im Sommer von der Staatsanwaltschaft zum Verhör vorgeladen. Ob der Turiner die schweren Anschuldigungen ausblenden kann, bleibt abzuwarten.

Aus der Optik von Cesare Prandelli sind die Umstände suboptimal, zumal er in der zentralen Abwehr eine weitere prekäre Situation zu lösen hat: Andrea Barzagli (Juventus) hat sich an der Wade verletzt. Der Leader der Dreierkette wird auf Zusehen hin durch Daniele De Rossi ersetzt. Der Römer, an sich ein klassischer Mittelfeld-Stratege, will seine neue Rolle im 3-5-2-System offensiv interpretieren.

Hummels ohne Stammplatz

In der DFB-Auswahl sind nicht die Berichte der Ärzte oder die Agenda einer nationalen Ermittlungsbehörde ausschlaggebend. Jogi Löws Intuition ist massgebend. Der strategische Kopf der Deutschen experimentierte in der Vorbereitung wegen der geplant späten Ankunft der Bayern-Akteure. Das Casting für den Platz neben den gesetzten Münchnern Philipp Lahm und Holger Badstuber verlief nicht nach dem Gusto der Dortmund-Fraktion. Mats Hummels und Marcel Schmelzer schnitten speziell beim für deutsche Verhältnisse entsetzlich schwachen Auftritt in der Schweiz ungenügend ab. Das 3:5 ist zwar nicht überzubewerten, die monumentale Desorientierung beeinflusste die Suche nach dem geeigneten Partner für Badstuber aber gleichwohl massgeblich. Hummels, den BVB-Sportdirektor Michael Zorc für den «besten deutschen Innenverteidiger» hält, büsste an Kreditwürdigkeit ein.

Löw setzt wie in den wichtigen Kampagnen zuvor auf den ruhigen Per Mertesacker, der zwar lange verletzt war, die Vorgaben des Trainers aber offenbar präziser umsetzt als Hummels. Der Dortmunder tendiert zu riskanten Einlagen und gilt nicht gerade als stiller Geniesser. Aussen soll Jérôme Boateng das fragile Gebilde stabilisieren.

Die Ferdinand-Frage

In England wird derzeit die mittlerweile beträchtliche Liste der Abwesenden diskutiert: Frank Lampard, Gary Cahill (beide Chelsea), Gareth Barry (Manchester City), Jack Wil-shere (Arsenal) und John Ruddy (Norwich) sind verletzt. Cahill erlitt im letzten Test einen Kieferbruch. Das tat nicht nur ihm, sondern auch dem Coach weh. Roy Hodgson muss die Zentrale des Champions-League-Siegers umbesetzen. Dass er dafür nicht wie allseits erwartet Rio Ferdinand nachnominierte, trug dem Boss der «Three Lions» böse Kommentare ein. Der Manager des 81-fachen Nationalspielers trat mit abschätzigen Äusserungen zum Entscheid des Trainers eine mediale Lawine los. Si

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